05.12.2011
Die Währungen der ehemaligen Oststaaten stehen in den letzten Monaten durch die anhaltende Schuldenkrise der Eurozone zum Teil unter massivem Abwertungsdruck. Am kräftigsten erwischt hat es den Ungarischen Forint.
Stand EUR / HUF Anfang Juli 2011 noch bei 262,20, so haben wir das Währungspaar in den letzten Tagen wieder bei seinen Höchstständen von Anfang 2009 gesehen. Am 14.11. notierte EUR / HUF bei 317,22. Das entspricht einer Abwertung des Forint um fast 21% innerhalb von 4 Monaten!
Gerade an der Entwicklung von EUR / HUF kann man recht deutlich ablesen, dass die Abwertung der Osteuropa-Währungen weniger mit der angespannten Situation an den Finanzmärkten, als vielmehr mit der Abschwächung der Konjunktur in Westeuropa zusammenhängt. Ungarn ist wirtschaftlich sehr stark mit der Eurozone verbunden. Rund ein Drittel der Exporte gehen dorthin. Umgekehrt kommt rund die Hälfte aller Auslandsinvestitionen in Ungarn aus der Eurozone.
Die wirtschaftlichen Probleme in Ungarn tragen ihr Übriges dazu bei. Lange anstehende und versprochene Reformen lassen weiterhin auf sich warten. Auch wird extrem viel Geld außer Landes gebracht. Für das kommende Jahr wird in Ungarn ein BIP Rückgang von derzeit noch 2,8% auf 0,5% erwartet. Der Forint dürfte vorerst weiter unter Druck bleiben. Werte bis EUR / HUF 320,00 sind nicht auszuschließen.
Diese Niveaus des Forint sind für HUF-Käufer natürlich äußerst interessant. Sichern Sie sich diese durch den Abschluss von Devisenkassa- bzw. Devisentermingeschäften. Auch mit dem Kauf von Optionen können Sie sich derzeit außergewöhnlich attraktive Kurse sichern und sich weiteres Chancenpotenzial offen halten.
Für weitere Informationen stehen Ihnen die BeraterInnen unserer Geschäftsstellen gerne zur Verfügung.

Quelle: Reuters, 22.11.2011
Es handelt sich bei den angegebenen Werten um Vergangenheitswerte. Zukünftige Entwicklungen können davon nicht abgeleitet werden.
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