12.12.2018 ‐ Eventnachbericht

Weihnachtsflair im Donau-Forum

Das Oberbank-Adventkonzert im Donau-Forum stimmte die zahlreichen Gäste am Dienstag, den 11. Dezember 2018 auf Weihnachten ein und öffnete auch viele Geldbörsen für das SOS-Kinderdorf in Oberösterreich.

Im Bild: Philharmonie Salzburg unter der Leitung von Dirigentin Mag. Elisabeth Fuchs

 

Spendenappell und redefreudige Keksdose

 

Gerhard Pohl, SOS-Kinderdorfleiter OÖ, stellte die humanitäre Einrichtung vor: Sie betreut österreichweit an 16 Standorten 1.800 Schützlinge, weitere 4.300 in ambulanter Form. Er erklärte im Talk mit Moderatorin Sabine Lindorfer, wofür die Spenden dieses Events verwendet werden: Kinder, die in ihren leiblichen Familien keinen Halt mehr finden, benötigen für ein gedeihliches Heranwachsen Mittel für Verpflegung, Bekleidung, schulische Förderung und betreuende Mitarbeiter.

 

Gastgeber Franz Gasselsberger ließ diesmal zur Überraschung aller statt imposanter Bilanzzahlen eine Keksdose in Reimform sprechen. Vielmehr die darin aufbewahrten Naschereien wie Spekulatius, Linzer Augen, Weihnachtsstollen oder Zimtstern, die er im Keller seines Hauses belauscht. Sie beklagen sich untereinander zum Beispiel über die Köchin und ihre rüde Behandlung: „Da meldt sich schon der Weihnachtsstolln: ‚Die Köchin soll der Teufel holn! Jeds Jahr hat sie mich am End, an meinem Hinterteil verbrennt!‘“ Der sonst so besonnene Hausherr weiß nur eine Radikallösung, eine aufkeimende Meuterei zu verhindern: „…Na warts! Euch tua i noch was z’Fleiß! Nie werd i euch des je vergessen – und jetzt zur Strafe – alle essen!“

 

Im Bild v.l.n.r.: Monika Ballwein, Franz Gasselsberger (Generaldirektor Oberbank), Elisabeth Fuchs (Dirigentin Philharmonie Salzburg), Andie Gabauer

 

Herzöffnende Facetten des Advents

 

Anschließend garantierten eine Reihe von Welthits musikalischen Hochgenuss. Die Philharmonie Salzburg unter der Leitung von Dirigentin Elisabeth Fuchs samt Solisten Monika Ballwein und Andie Gabauer verzauberten dabei das Publikum. Zuerst schwebte der Soundtrack von „Forrest Gump“ wie eine Feder von der Bühne und verlor auch in den Phasen anwachsender Lautstärke keineswegs an Leichtigkeit – vielleicht eine Botschaft für Menschen in schwierigen Lebenslagen. Andie Gabauer verlieh mit seinem Charme der Winterlandschaft, die bei Chris Reas „Driving Home for Christmas“ vor das geistige Auge tritt, oder den Schneeflocken von Sinatras „Let it snow“ eine noch samtigere Wirkung. Monika Ballwein strahlte bei ihren Auftritten mit ihrem Glitzerkostüm um die Wette und bewies auch: Eine hinreißende Frauenstimme kann Louis Armstrongs sonst heiser-raues „What a wonderful world“ ebenso harmonisch präsentieren.

 

Das Orchester unterstrich wiederum mit mehreren Musikstücken seine Vielseitigkeit: Ob mit dem heiter-ausgelassenen „Chicago“, bei dem sich der Taktstock der Dirigentin noch übermütiger als sonst bewegte, oder mit Ennio Morricones „Gabriels Oboe“, wobei eine Solistin dem Instrument melancholisch-schmeichelnde Töne mit Tiefgang entlockte.

 

Schließlich holten Ballwein und Gabauer das Auditorium mit „Feliz Navidad“ und „We are the world“ ins musikalische Boot; auch die Unmusikalischsten entdeckten beim Mitsingen der Refrains bisher unbekanntes Potenzial.

 

Den Abend beschloss das Duo mit der Eigenkomposition „Shine a Light“ – wahrlich ein adventwürdiger, besinnlicher Ausklang.