11.01.2019 ‐ Eventnachbericht

150 Jahre als Partner für Wirtschaft und Private

Unzählige KundInnen und viel Prominenz aus Politik und Wirtschaft strömten am 9. Jänner 2019 zur Oberbank Jubiläumsgala in das Donau Forum, um gemeinsam mit ihrer Bank die lange Erfolgsgeschichte gebührend zu feiern. 

Im Bild v.l.n.r.: Sebastian Kurz (Österreichischer Bundeskanzler), Mag. Ulrike Rabmer-Koller (Vizepräsidentin Wirtschaftskammer Österreich), Dr. Franz Gasselsberger (Generaldirektor Oberbank), Mag. Thomas Stelzer (Landeshauptmann OÖ)

Kontinuität und kluge Strategie

In seiner beeindruckenden Eröffnungsrede blickte Generaldirektor Franz Gasselsberger auf 150 bewegte, aber insgesamt sehr erfolgreiche Jahre der Oberbank zurück. Zuerst Unterstützer der Industrie in einer Zeit der Aufbruchsstimmung, kam ab 1955 neben dem Firmengeschäft als zweites Standbein das Privatkundengeschäft dazu.

Generaldirektor Hermann Bell stellte ab 1972 die Weichen, um das Institut auf eine dauerhafte, krisenfeste Erfolgsspur zu führen. Er machte die Oberbank zusammen mit den Banken für Kärnten und Salzburg sowie Tirol und Vorarlberg gegen massiven Widerstand von Miteigentümer CA unabhängig. Die Kooperation mit Generali und Wüstenrot sowie der Börsengang 1986 vervollständigten die Basis für nachhaltigen Erfolg. Der große Wurf gelang aber mit der 1994 eingeführten Mitarbeiterbeteiligung, die aktuell mit der Stiftung und 20 Millionen Euro Kapital einen weiteren Ausbau erfahre. So wichtig auch der regionale Bezug zu Gewerbe und Privatkunden war – es galt neue Märkte zu erobern: Niederösterreich, Wien und Deutschland, später Tschechien, Ungarn und Slowakei.

 

Auf erfolgreicher Vergangenheit die Zukunft bauen

Jubilar Franz Gasselsberger beschwor nach diesem Rückblick mit eindringlichen Worten, an Geist und Werten – gleichsam an der DNA der Bank – festzuhalten und sie weiterzuentwickeln: "Wir müssen uns zwar dem Wandel als ständiger Herausforderung stellen, dürfen aber den Bezug zu unseren Werten niemals verlieren, die uns so stark und erfolgreich gemacht haben: Unabhängigkeit, Mitarbeiterbeteiligung und -orientierung, verstärkte Eigenkapitalausstattung sowie bedingungslose Kundenorientierung. Daraus entwickelte sich das gute Image in Form von Glaubwürdigkeit und Vertrauen bei KundInnen der Oberbank. Stetigkeit darf aber nicht Stillstand bedeuten – wir müssen die Dinge permanent hinterfragen, Veränderungen akzeptieren und uns laufend weiterentwickeln, um nicht zu erstarren…wir müssen künftig noch stärker die Potenziale der Frauen nützen, freie Führungspositionen zu mindestens 50 Prozent weiblich besetzen…entscheidend wird aber sein, ob es uns gelingt, den Oberbank-Geist an die nächste Generation weiterzugeben, sie für die Werte der Oberbank begeistern!"

 

Gratulanten am Rednerpult

Ingrid Thurnher, die bekannte ORF-Moderatorin, übergab dann das Wort an die Aufsichtsratsvorsitzende der Oberbank, Herta Stockbauer. Diese wies unter anderem auf eine weitere Tugend des Oberbank-Geistes hin:

In den letzten Krisenjahren sah man das Filialnetz oder die extreme Regulierung des Bankensektors nicht als Probleme, sondern als Chancen. So gehört heute die 3-Banken-Gruppe zu den am stärksten wachsenden KGs in Österreich und die Oberbank AG zu den 10 wertvollsten Unternehmen an der Wiener Börse.

Im Talk konfrontierte Thurnher Doris Hummer, Präsidentin der Wirtschaftskammer OÖ und Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung Österreichs, mit der Frage, ob man angesichts der derzeitigen Wirtschaftsaussichten in eine Schockstarre fallen könnte. Beide waren optimistisch, in der aktuell noch guten Ausgangslage die richtigen Stellschrauben drehen zu können. Vorbild sei auch hier die Oberbank mit ihrer klar nachvollziehbaren, konsequenten Strategie. Vor allem bleibe sie, so Hummer, mit ihrer Förderung der Frauenquote richtungsweisend und damit – sexy!

 

Landeshauptmann Thomas Stelzer schätzte die Oberbank als wichtigen Motor für den Standort OÖ ein. In dieselbe Kerbe schlug Klaus Luger, Bürgermeister der Stadt Linz, wobei er zusätzlich das Engagement des Instituts beim Breitensport und das Gespür der Führungskräfte für architektonische Innovation – am Beispiel des Zubaus an der Donaulände – hervorhob.

 

Im Bild v.l.n.r.: Sebastian Kurz (Österreichischer Bundeskanzler), Dr. Franz Gasselsberger (Generaldirektor Oberbank), Mag. Thomas Stelzer (Landeshauptmann OÖ)

 

Silbernes Ehrenzeichen der Republik Österreich für Gasselsberger

Bundeskanzler Sebastian Kurz kam wetterbedingt mit zweistündiger Verspätung gerade noch rechtzeitig, um der Oberbank zum denkwürdigen Jubiläum zu gratulieren. Er komme gerade vom Wirtschaftsgipfel in Berlin, wo Österreichs Wirtschaftswachstum lobend erwähnt wurde. Verantwortlich dafür seien starke Unternehmen wie die Oberbank, die er als Leuchtturm für langfristige Entwicklung bezeichnete. Mit Maßnahmen wie das Eindämmen der Schulden, die Arbeitszeitflexibilisierung und die demnächst anstehende Steuerreform ist auch die Politik bestrebt, gute Rahmenbedingungen für die Wirtschaft zu schaffen.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends: Gemeinsam überreichten Bundeskanzler Kurz und Landeshauptmann Stelzer Franz Gasselsberger das Silberne Ehrenzeichen der Republik Österreich.

 

Stimmungsvoll ließen die Philharmonie Salzburg und das Symphonieorchester der Anton Bruckner Universität mit einem Jubiläumskonzert den Abend ausklingen.

 

Das abschließende warme Buffet und gute Tropfen aus der Oberbank-Vinothek verankerten das denkwürdige Event auch noch kulinarisch im Erinnerungsspeicher der Gäste. Jeder Anwesende erhielt auch die Festschrift „150 Jahre Oberbank“ und eine CD mit Anton-Bruckner-Raritäten.