Global Financial Markets Kurzkommentare

16.04.2018: GBP im Höhenflug

Nachdem sich der Kurs EUR/GBP sieben Monate lang in einer Bandbreite von 0,8650-0,9050 bewegt hatte, ist er am Freitag nach unten ausgebrochen. Gegenüber dem US-Dollar ist das Pfund sogar wieder so stark wie vor dem Brexit-Referendum vom Juni 2016. Während die Europäische Zentralbank in ihrem letzten Sitzungsprotokoll vorsichtig bleibt, wird eine Leitzinserhöhung jenseits des Ärmelkanals im Mai vermehrt erwartet. Trotz des Austritts aus der EU im März 2019 bleibt Großbritannien bis Ende 2020 im Binnenmarkt und laut EU-Chefunterhändler Michel Barnier könnte es auch länger bleiben. Dies hört sich alles GBP-positiv an. Aber ein untrennbarer Bestandteil des EU-Binnenmarktes ist freier Personenverkehr, der für die britische Regierung kaum akzeptabel sein wird. Auch deswegen bleiben wir vorsichtig und halten die aktuelle GBP-Stärke für übertrieben.

 

12.04.2018: USA - Protokoll der US-Notenbanksitzung

Gestern wurde das Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung vom März veröffentlicht. Die US-Notenbank Fed sieht darin die US-Wirtschaft auf einem guten Weg der Erholung und wird den langsamen Zinserhöhungspfad weiter fortsetzen. Im März war der Leitzzinssatz auf 1,50% - 1,75% angehoben worden. Mit Verweis auf den Handelskonflikt mit China werde man aber auch die weltweiten Entwicklungen berücksichtigen. Solange die Risiken für die Konjunktur nicht zu groß werden, wird mit zumindest zwei weiteren Zinsschritten um 0,25% gerechnet. Auf dem Arbeitsmarkt herrscht fast Vollbeschäftigung, aber auch bei der Inflation hofft die Fed auf eine Bewegung in Richtung 2%. Gestern Nachmittag enttäuschten die Produzentenpreise mit -0,1% gegenüber Vormonat. Man darf gespannt sein, wie sich die US-Verbrauchpreise am Monatsende präsentieren.

 

11.04.2018: China macht Schritt auf USA zu

Chinas Präsident Xi Jinping kündigte gestern auf dem chinesischen Boao-Wirtschaftsforum neue Schritte zur Öffnung der chinesischen Volkswirtschaft an. Damit setzt China in einem offensiven Schritt auf Entspannung in den beginnenden Handelskrieg zwischen den USA und China. Xi Jinping kündigte unter anderem die Senkung von Importzöllen auf Autos an, mehr Schutz für geistiges Eigentum von ausländischen Unternehmen und erleichterten Investitionszugang in der Auto- und Finanzbranche. Der asiatische Aktienhandel reagierte (vor allem Autobauer) positiv auf diese Ankündigungen. Auf die Reaktion von US-Präsident Trump darf man gespannt sein. EUR/CNY reagierte kaum und hält sich weiterhin über den Unterstützungen 7,68 und 7,71. EUR/USD zeigt keine Reaktion. Aussichten: EUR/USD seitwärts zwischen 1,2260 – 1,2430

 

09.04.2018: US-Arbeitsmarkt schwächelt im März

Auf dem US-Arbeitsmarkt wurden im März nur 103.000 neue Stellen geschaffen, was deutlich schwächer war als erwartet. Ökonomen führen die enttäuschende Zahl auf den frostigen März zurück. EUR/USD reagierte mit einem kleinen Kurssprung von 1,2220 auf 1,2280. Die Arbeitslosenquote verharrte auch im März auf 4,1%, dem niedrigsten Wert seit 17 Jahren. Die Stundenlöhne stiegen im Vormonat um 0,3%, wodurch die Jahresrate auf 2,7% stieg. Steigende Stundenlöhne üben Druck auf die Inflation aus und könnten mittelfristig zu stärkeren Zinsanhebungen der US-Notenbank führen. US-Fed Präsident Powell bekräftigte hingegen in seiner Rede auf dem Chicagoer Wirtschaftsclub, dass der „graduelle Zinsanhebungspfad“ der US-Notenbank im Einklang mit der Entwicklung der US-Wirtschaft stehe. Ausblick: Aufgrund eines leeren Datenkalenders erwarten wir heute bei EUR/USD wenig Bewegung. Bandbreite: 1,2220 – 1,2340.

 

04.04.2018: EUR/USD kommt nicht vom Fleck

Auch der gestrige Handelstag brachte kaum Veränderung beim EUR/USD Kurs. Im Tagesverlauf konnte ein Rückgang von Kursen knapp über 1,23 auf Werte um 1,2250 beobachtet werden. Aktuell notiert der Greenback bei 1,2275. Heute steht die Schnellschätzung der Inflationsraten für die Währungsunion an. Zwar deuten Indikatoren auf einen Anstieg der Kernrate hin, dennoch sollten die Zahlen Zinserhöhungsphantasien seitens der EZB keine Nahrung bieten. Am Nachmittag rückt der ADP-Beschäftigungsreport in Amerika in den Fokus und auch der ISM-Index des Nicht-Verarbeitenden Gewerbes sind von Interesse. Spannend bleibt, warum die positiven Wirtschaftsdaten und der steigende Zinsvorteil dem US-Dollar nicht mehr Auftrieb geben. Das Währungspaar Euro/US-Dollar scheint in der breiten Bandbreite 1,2150 bis 1,2550 gefangen. Daran werden auch die heutigen Daten nichts ändern.

 

03.04.2018: Leitzins in Tschechien unverändert

Wie erwartet, verlief die Notenbanksitzung in Tschechien letzte Woche Donnerstag unspektakulär. Der Leitzins wurde unverändert bei 0,75% beibehalten. Der Markt geht aber weiterhin davon aus, dass im heurigen Jahr noch eine zusätzliche Zinserhöhung auf der Agenda stehen wird. Dies wurde auch von Notenbankgouverneur Jiri Rusnok bereits im Februar signalisiert. Ein Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung des Landes untermauert diese Prognose. Das Wachstum stieg zuletzt auf 5,20% an und die Arbeitslosenrate liegt unter 4,0%. Lediglich die Inflation sollte etwas genauer im Auge behalten werden. Im Februar lag diese unter den Markteinschätzungen und fiel zusätzlich unter das Ziel der Notenbanker von 2,0%. Die aktuellen Prognosen sehen aber für den Rest des heurigen Jahres wieder Werte über 2,0% und zu Beginn 2019 eine Annäherung an diese Marke. Die Tschechische Krone konnte nach der Sitzung wieder zulegen. EUR/CZK fiel auf Werte unter 25,40.

 

29.03.2018: EUR/USD - Bewegung im dünnen Ostermarkt

Die gestrigen US-Daten fielen allesamt positiv aus (u.a. BIP, Konsum, Häusermarkt). EUR/USD notiert nun wieder unter der Chartmarke 1,2380 - das nicht zuletzt durch die ausgedünnte Liquidität (wenig Handelsvolumen = größere Währungsbewegungen). Inflationsdaten aus Deutschland könnten heute dem Euro wieder leicht Auftrieb geben. EUR/USD Trading-Range für heute: 1,2250-1,2450

 

20.03.2018: Pfund vor Ausbruch aus Seitwärtsrange?

Die Europäische Union und Großbritannien konnten sich über eine Brexit-Übergangsfrist bis Ende 2020 einigen. Ein "Durchbruch", der von den Marktteilnehmern im gestrigen Handelsverlauf als GBP-positiv interpretiert wurde. EUR/GBP, das bereits vergangenen Freitag seinen 3-Monats-Aufwärtstrend unterschritten hatte, fiel im low bis knapp über 0,8740 zurück, konnte sich im Anschluss jedoch wieder etwas erholen und notiert im Augenblick um 0,8790. Datenseitig könnten heute die Verbraucherpreise – welche zuletzt stetig bis auf 3% angestiegen sind – für weitere Impulse sorgen. Hinsichtlich der Februar-Jahresrate erwarten Ökonomen laut Bloomberg-Umfrage einen Anstieg um 2,8%, in der Zinsentscheidung der Bank of England (BoE) hingegen unveränderte Leitzinsen. Sollten aufgrund überraschend positiver Daten dennoch Zinsphantasien aufkeimen, könnte EUR/GBP ein Test des Januar-Tiefs bei 0,8685 bevorstehen.

 

14.03.2018: Norwegen - Inflationserwartung zurückgenommen

Die Wirtschaftsprognosen für Norwegen können als stabil bezeichnet werden. Die Wachstumsaussichten für die nächsten Jahre sind bei knapp 2%. Die Arbeitslosigkeit wird unter 4% erwartet. In der letzten Sitzung der norwegischen Notenbank wurden bereits Zinsanhebungen für 2018 angekündigt. In Summe ein positiver Ausblick, der sich in der Währung widerspiegelt. Lag der Kurs in EUR/NOK im Dezember 2017 noch bei knapp unter 10,00 notiert das Währungspaar heute bei der charttechnischen Unterstützung bei 9,53. Angesichts des leicht rückläufigen Inflationstrends hat die Norges Bank (Notenbank) die Inflationsprognose für 2018 auf 1,9% und für 2019 auf 1,8% angepasst. Das Inflationsziel wurde ebenfalls von 2,5% auf 2,0% reduziert.

 

13.03.2018: Tschechien - Inflation rückläufig

Der Inflationstrend ist nun auch in Tschechien rückläufig. Lag der Jännerwert noch bei 2,2%, ist der Februarwert bereits unter dem Inflationsziel von 2% und liegt aktuell bei 1,8%. Tschechien war das erste Land in Europa, das den Leitzins angehoben hat. Die Begründung lag in der boomenden Wirtschaft mit einer Wachstumsrate für 2017 von 4,3% (Quelle Bloomberg). Entsprechend hoch ist die Erwartungshaltung für weitere Zinsschritte. Aktuell erwartet der Großteil der Marktteilnehmer ein bis zwei Zinsschritte für 2018. Hält der aktuell negative Inflationstrend an, muss die Markterwartung bezüglich Zinspolitik überdacht werden. Eine Schwäche der Krone wäre die Folge. Der Chartpunkt liegt bei 25,50. Wird dieser überwunden, könnte EUR/CZK bis auf 25,78 zulegen.

 

12.03.2018: EUR/USD wieder über 1,2300

Mit 313.000 neu geschaffenen Stellen konnte der Arbeitsmarktbericht in den USA positiv überraschen. Die Erwartungshaltung lag bei 200.000 neuen Stellen. Kleiner Schönheitsfehler war die Arbeitslosenrate. Diese ist von 4,0% auf 4,1% gestiegen. Grund genug um EUR/USD wieder auf Kurse über 1,2300 zu heben. Am Dienstag werden Inflationsdaten aus den USA veröffentlicht. Diese könnten für Zinsfantasie in den USA sorgen oder relativeren. So oder so, dürfte der Handel in EUR/USD in den nächsten Wochen in einer breiten Seitwärtsrange von 1,2150 bis 1,2500 verlaufen.

 

05.03.2018: USD - Geplänkel wegen Strafzölle

Der EUR/USD Kurs notierte am Donnerstagabend im Tiefstand mit Werten bis zu 1,2153. Diese Bewegung wurde unterstützt durch die Ankündigung Donald Trumps, Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte (25% bzw. 10%) zu erheben. Die postwendende Reaktion der Europäischen Union, Gegenmaßnahmen zu ergreifen sorgte für eine umgehende Abwertung des US-Dollar. Der EU Kommissionspräsident Juncker sprach von Strafzöllen auf typische amerikanische Produkte aus dem Bereich Motorrad, Lebensmittel und Bekleidung. Auch Peking zeigte sich wenig erfreut über mögliche Handelsbeschränkungen und drohte mit Gegenmaßnahmen. Die Einigung auf eine deutsche Regierung dürfte den EUR/USD weiter gestärkt haben. Am Freitagabend wurden Spitzen über 1,2350 erreicht. Aussichten für heute 1,2250 bis 1,2360.

 

28.02.2018: Powell spricht sich für moderate Zinsschritte aus - Dollar profitiert!

Anlässlich der halbjährlichen Anhörung vor dem Kongress hatte Jerome Powell gestern seinen ersten offiziellen Auftritt als neuer Fed-Chef. Das wird zumindest ein wenig als Grund gesehen, dass der Handel am Montag und gestern recht überschaubar gelaufen ist. Die meisten Händler wollten vermutlich vorher keine größeren Risiken eingehen. Powell betonte, dass die Fed weiterhin den Mittelweg suchen werde zwischen dem Vermeiden einer überhitzten Wirtschaft und dem Erreichen einer Inflationsrate von 2%. Ökonomen rechnen im März mit dem ersten von drei für heuer erwarteten Zinsschritten. Mit seinen Aussagen signalisiert Powell, dass die Dollar-Hüter trotz enormer Steuersenkungen und den von der Trump-Regierung aufgeschobenen Investitionsplänen fürs erste kein strafferer Kurs eingeschlagen werden soll. Der Dollar reagierte prompt und ging daraufhin auf bis 1,2214.

 

22.02.2018: NAFTA-Verhandlungen belasten CAD

Obwohl die Konjunktur in Kanada gut läuft und die Inflation am Zielwert ist, notiert der Kanadische Dollar in den letzten Tagen gegenüber dem Euro am schwächsten seit zwei Jahren. Die größte Belastung für den CAD stellen aktuell die Verhandlungen mit den USA über das Freihandelsabkommen NAFTA dar. Premierminister Justin Trudeau avisierte vor zwei Wochen, dass Kanada ein ungünstiges Abkommen nicht akzeptieren würde; er und Außenministerin Chrystia Freeland hoffen aber nach wie vor auf eine Modernisierung von NAFTA. Negativ wirken sich auf den CAD auch erhöhte Zinserwartungen in den USA aus. Nachdem die Bank of Canada seit Mitte 2017 bereits dreimal ihren Leitzinssatz erhöht hat, wird nun erwartet, dass im März im Gegensatz zu den USA keine Leitzinserhöhung stattfinden wird.

 

19.02.2018: EUR/USD - Der steinige Weg nach oben!

Die Ausbruchsversuche von EUR/USD sind immer wieder von herben Dämpfern geprägt. So auch am Freitag. Hier testete EUR/USD noch am Vormittag die 1,2550 ging dann aber wieder in Deckung. Mehr Dynamik bekam die Bewegung noch am Nachmittag, denn sowohl die Baugenehmigungen als auch die Baubeginne in den USA erreichten ihre Höchststände seit 2018. Dies ist ein klarerer Hinweis, dass die Wirtschaft in den USA sehr gut läuft. EUR/USD ging daraufhin 150 Punkte tiefer mit 1,2404 ins Wochenende. Für heute werden wir uns mit einer engen Range zwischen 1,2400 - 1,2440 begnügen müssen, denn in den USA ist Feiertag.

 

09.02.2018: Verluste am Aktienmarkt bescheren US-Dollar Kursgewinne

Nach einer kurzen Verschnaufpause setzte sich gestern der Abwärtstrend an den Aktienmärkten fort. Von der Risikoabneigung der Marktteilnehmer profitierte zu Wochenbeginn der US-Dollar. Am gestrigen Handelstag konnte die Aufwärtsbewegung des Greenback gestoppt werden. Nach Tiefstwerten knapp über 1,2200 stabilisiert sich EUR/USD aktuell um 1,2260. Aus charttechnischer Sicht könnte der Euro noch etwas an Boden verlieren. Eine gute Unterstützung liegt bei 1,2160. Am heutigen Handelstag stehen keine marktbewegenden Kennzahlen auf dem Plan. Wir rechnen daher mit einem ruhigen Wochenausklang.

 

07.02.2018: USA - Warum soll man überrascht sein von dem was man erwartet?

Die Unsicherheit an den Aktienmärkten ging auch an den Devisenmärkten nicht ganz spurlos vorüber. Dennoch hielt sich die Reaktion von EUR/USD gestern in Grenzen. Der US – Dollar konnte gegenüber dem Euro kurzfristig auf 1,2313 aufwerten. Dann war die Luft schon wieder raus. Mit drei erwarteten Zinserhöhungen in den USA ist schon ein Mittel gegen die Preissteigerungen in den USA eingepreist. Wir gehen nicht davon aus, dass die Fed massive Änderungen in Ihrer Zinspolitik vornimmt, nur weil das eintritt was Sie erwartet. Für heute rechnen wir wieder mit einem schwächeren US Dollar in einer Range von 1,2360 – 1,2475.

 

30.01.2018: EUR/CHF-Aufwärtstrend unterbrochen

Seit September 2017 zeigt der Chart in EUR/CHF einen stetigen Aufwärtstrend. Das Währungspaar kletterte von Kursen rund um 1,1400 Woche für Woche weiter in Richtung 1,1800. Diese markante Marke konnte dann erstmals am 15. Jänner überschritten werden. Doch seither scheint der Trend gebrochen. Gestern rutschte das Währungspaar sogar bis auf 1,1540 ab. Eine starke Haltemarke lag bei 1,1580, wurde aber gestern relativ rasch durchbrochen. Aktuell pendelt der Kurs rund um 1,1600. Ein weiterer Rückgang ist aber nicht auszuschließen.

 

24.01.2018: CNB - Die letzte mutige Notenbank!

Die tschechische Notenbank (Abkürzung: CNB) geht bemerkenswert offensiv mit dem Thema Zinserhöhungen um. Trotz leicht nachlassender Preisdynamik und starker Währung kündigen die tschechischen Notenbanker beinahe lauthals die nächste Zinserhöhung für die kommende Leitzinssitzung am 1. Februar an. Die Marktteilnehmer sind dementsprechend ausgerichtet und die nächste Zinserhöhung ist bereits größtenteils in den Kursen "eingepreist". Derweil befindet sich EUR/CZK zirka auf dem Niveau, von dem aus Ende 2013 die Kursobergrenze bei 27,000 eingeführt wurde. Das Niveau an sich repräsentiert zweifelsohne einen markanten Chartbereich, nichtsdestotrotz könnte in Anbetracht der tschechischen Offensivtaktik bei EUR/CZK mittelfristig der Marsch weiter in Richtung 25,000 gehen. EUR/CZK-Trading-Range für heute: 25,370-25,450.

 

17.01.2018: USA - Konsumkredite auf Rekordniveau

Die Wachstumsprognosen 2018 für die USA liegen im Bereich von 2,6%. Die wichtigste Säule der US-Konjunktur ist der private Konsum. Mit 3,8 Billionen USD befinden sich Konsumkredite auf Höchstwerten. Selbst die Kreditkartenverbindlichkeiten bzw. Rahmenausnützungen sind auf hohen Niveau. Vor der Finanzkrise 2008 lag die Summe dieser Verbindlichkeiten bei rund 6,5% vom US-BIP. Heute liegt dieser Wert bei rund 5%. Fazit: Das starke Wirtschaftswachstum der USA relativiert die aktuellen Rekordwerte bei Konsumkrediten. Positiv zu erwähnen ist, dass der monatliche Zinsaufwand im Verhältnis zum Einkommen aktuell bei rund 10% liegt. Vor Ausbruch der Finanzkrise - und vor der Nullzinspolitik der FED - lag dieser Wert noch im Bereich von 13%.

 

15.01.2018: EUR/USD überwindet Chartpunkt bei 1,2090

Deutschland hat sich entschieden. Die große Koalition geht in die Verlängerung. Das sorgt für Klarheit auf politischer Ebene. Politische Stabilität ist für eine Währung ein wichtiges Fundament. Der Euro konnte das Chartlevel 1,2090 überwinden. Es folgte eine Kettenreaktion, ausgelöst durch die wachsende Anzahl computerbasierter  Handelsentscheidungen. EUR/USD kletterte - unter diesem technischen Aspekt - bis auf 1,2240. Der nächste markante Chartpunkt befindet sich bei 1,2270. Gut möglich, dass auf den starken Anstieg Gewinnmitnahmen bzw. Korrekturen zurück auf 1,2090 folgen.

 

12.01.2018: EZB-Ausstieg aus der ultra-lockeren Geldpolitik bereits im September?

Zuletzt hatten die EZB-Währungshüter den Marktteilnehmern mit ihrer Kommunikationspolitik wenig bis keine Hoffnungen auf eine baldige Straffung der Geldpolitik gemacht. Das gestern veröffentlichte Protokoll der Dezember-Zinssitzung lässt bereits eine veränderte Rhetorik der EZB erkennen. Angesichts des brummenden Wirtschaftsmotors in der Eurozone sollte man meinen, dass eine restriktivere Geldpolitik längst angemessen wäre. Doch ist es viel mehr der Inflationstrend und dabei vorrangig jener der bisher deutlich zu niedrigen Kerninflation, welchen die EZB vor dem Einläuten einer Zinswende als positiv und nachhaltig wissen will. Trotz mäßiger Inflationsaussichten haben die Märkte eine Aufhebung der Anleihekäufe im September und eine 50%ige Wahrscheinlichkeit für einen Dezember-Zinsschritt eingepreist. EUR/USD konnte abermals die 1,20 überwinden und könnte die Hürde bei 1,2092 in Angriff nehmen.

 

11.01.2018: China - weitere Liberalisierung des Renminbi-Wechselkurses?

Berichten zufolge hat die chinesische Zentralbank (PBoC) abermals Änderungen am Renminbi Fixing-Mechanismus vorgenommen, welche eine stärker den Marktkräften ausgesetzte CNY-Kursentwicklung zur Folge haben sollten. Es handelt sich dabei um die Abschaffung des Anfang 2017 eingeführten "antizyklischen Anpassungsfaktors". Im Jahr 2016 stand der CNY unter massivem Abwertungsdruck. Daraufhin könnten die Währungshüter den "antizyklischen Anpassungsfaktor" im Fixing-Mechanismus dazu genützt haben, den CNY stärker zu fixen, um sich der CNY-Abwertung entgegen zu stellen und damit die enorme Kapitalflucht einzudämmen. Was scheinbar gut funktioniert hat, denn seit Januar 2017 konnte Renminbi zum US-Dollar etwa 7% aufwerten. Die Abwärtsrisiken aus Sicht des CNY dürften somit aus Sicht der Notenbanker vorerst vom Tisch sein. EUR/CNY hingegen konnte im Vergleichszeitraum etwa 5% aufwerten. Quelle: Commerzbank Research

 

05.01.2018: Britisches Pfund in Erholungsphase?

Die Brexit Verhandlungen haben gegen Jahresende 2017 endlich erste konkrete Ergebnisse gebracht. Neben der sogenannten "Scheidungsrechnung" ist auch der Status der EU-Bürger sowie das Grenzproblem mit Irland abgearbeitet. Dies brachte dem GBP Mitte Dezember einen temporären Aufschwung mit Kursen bis knapp unter 0,8700. Bei den nächsten Verhandlungen im März soll auch über einen gleitenden Übergang nach dem EU-Austritt im März 2019 gesprochen werden. Gute Ergebnisse sollten auch das GBP stärken. Tendenziell sind die Aussichten für das GBP gar nicht so schlecht. Einerseits bietet das GBP einen Zinsvorteil von rund 1,0% gegenüber dem EUR und andererseits wächst die Wirtschaft solide, wenn auch wahrscheinlich langsamer als 2017. Mit etwas positiver Stimmung könnten wieder Werte bis 0,85 möglich werden.

 

03.01.2018: Ölpreis weiter am Steigen

Die Förderbremse der OPEC Staaten und Russland zeigt Wirkung. Seit sechs Monaten stieg der Ölpreis von 45 auf 67 USD pro Barrel. Aktuelle Preistreiber sind die leeren Öllager in den USA trotz steigender Frackingfördermengen und die Unruhen im Iran. Der Markt spekuliert auf eine Drosselung der Förderung im Iran, wodurch es zu weiteren Preissteigerungen kommen könnte. Ein Ende des charttechnischen Aufwärtstrends ist derzeit noch nicht in Sicht.

 

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