Neue Corona-Hilfsmaßnahmen bis 31. März 2022

Kurzarbeit sowie Fristen für Fixkostenzuschuss und Verlustersatz werden verlängert

Die Auswirkungen von Covid auf den Arbeitsmarkt so weit als möglich abzufedern ist das Ziel der jüngsten Arbeitsmarkt-Maßnahmen, die am 26. November bekannt gegeben wurden. Diese zielen nicht nur auf eine Verlängerung der Corona-Kurzarbeit für besonders betroffene Betriebe ab, sondern sollen vom Lockdown gebeutelten Saisonbetrieben ebenso entgegenkommen wie Menschen, die schon lange in Kurzarbeit sind.

 

 

Kurzarbeit

Die Corona-Kurzarbeit wäre ursprünglich zu Jahresende ausgelaufen. Nun wird sie bis Ende März verlängert. Die Nettoersatzrate für Beschäftigte in Kurzarbeit bleibt unverändert und liegt je nach Einkommenshöhe bei 90 Prozent, 85 Prozent oder 80 Prozent. Weiters werden die Rahmenbedingungen erleichtert: Unternehmen werden drei Wochen Zeit haben, die Corona-Kurzarbeit rückwirkend zu beantragen und bekommen trotzdem die Unterstützung in voller Höhe.

Informationen zu den wichtigsten Bestimmungen finden Sie hier
 

Extra-Hilfe für Beschäftigte in langer Kurzarbeit

Beschäftigte, die lange in Kurzarbeit sind, werden extra unterstützt und erhalten einen Bonus von 500 Euro netto. Voraussetzung ist, dass sie im November 2021 in Kurzarbeit waren und seit März 2020 insgesamt 10 Monate oder länger für Kurzarbeit angemeldet waren. Im März 2022 kann der Bonus dann beantragt werden. Die Zahlung für "Langzeit-Kurzarbeitende" bekommen nur jene, deren Bemessungsgrundlage kleiner als 50 Prozent der Höchstbemessungsgrundlage ist. Auch ArbeitnehmerInnen in Trinkgeld-Branchen werden ab Dezember besonders unterstützt, die Bemessungsgrundlage für die Kurzarbeitsunterstützung wird um 5 Prozent erhöht.

 

Saisonstarthilfe als Unterstützung für Tourismus

Mit der sogenannten Saisonstarthilfe soll dem Tourismus geholfen werden. Saisonbetriebe bekommen für Neuanstellungen 65 Prozent des Bruttogehalts, also inklusive aller Lohnnebenkosten, vom AMS refundiert, wobei die ArbeitnehmerInnen den vollen Lohn bekommen. Diese Saisonstarthilfe zur Fachkräftesicherung gilt für alle Personen, die zwischen 2. November und dem 12. Dezember angestellt werden. Die 65 %ige Bruttogehaltsrefundierung für die Tourismusbetriebe wird bis zum Anspruch auf Kurzarbeit gewährt (mind. ein Kalendermonat in Beschäftigung). Kontrollen sollen Missbrauch verhindern.

 

Fristenverlängerung für Fixkostenzuschuss 800.000 und Verlustersatz I

Um Unternehmen und SteuerberaterInnen in der aktuellen wirtschaftlich herausfordernden Situation zu entlasten, verlängert das Finanzministerium die Antragsfristen für den Fixkostenzuschuss 800.000 und den Verlustersatz I. Ursprünglich hätten betroffene Betriebe bzw. deren SteuerberaterInnen diese beiden Produkte nur bis 31.12.2021 beantragen können. Durch eine aktuell beschlossene und veröffentlichte Verordnung wird diese Antragsfrist um drei Monate bis zum 31.3.2022 verlängert. Die Hilfsinstrumente decken Fixkosten und Verluste im Zeitraum vom 16. September 2020 bis zum 30. Juni 2021 ab. Dieser Beantragungszeitraum gilt nach wie vor und wurde nicht verlängert.
Die Verlängerung der Beantragungsfristen ermöglicht es, dass die SteuerberaterInnen und WirtschaftsprüferInnen, welche die Anträge verpflichtend abgeben müssen, noch länger Zeit haben, um einen Antrag fertigzustellen, womit mehr Unternehmen unterstützt werden können.

 

Quellen:

www.Bmf.gv.at

 

Dieser Expertenbeitrag wurde am 30.11.2021 erstellt.

Fotoquelle: Shutterstock

 

Diese Unterlagen dienen lediglich der aktuellen Information und basieren auf dem Wissensstand der mit der Erstellung betrauten Personen zum Erstellungszeitpunkt. Diese Unterlagen sind weder Angebot noch Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der hier erwähnten Veranlagungen bzw. (Bank-)Produkte. Sämtliche in diesem Dokument enthaltenen Aussagen sind nicht als generelle Empfehlung zu werten. Obwohl wir die von uns beanspruchten Quellen als verlässlich einschätzen, übernehmen wir für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hier wiedergegebenen Informationen keine Haftung. Insbesondere behalten wir uns einen Irrtum in Bezug auf Zahlenangaben ausdrücklich vor.

 

 

Kontaktieren Sie uns!

Unsere BeraterInnen stehen Ihnen in diesen herausfordernden Zeiten sehr gerne als kompetente PartnerInnen zur Verfügung!