Treasury & Handel Kurzkommentare

24.03.2020 - Schweizer Franken unter Druck

Vor allem in Krisenzeiten gilt der Schweizer Franken als sicherer Hafen. So auch in Zeiten der Covid-19-Ausbreitung. Eine kontinuierliche Aufwertung macht sich seit Ende des letzten Jahres bemerkbar. Der EUR/CHF Kurs sankt von rund 1,10 auf zuletzt etwa 1,05 ab. Auf der regulären Sitzung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) letzte Woche wurde beschlossen, den Leitzins bei - 0,75% zu belassen. Doch auch die Schweiz muss Maßnahmen ergreifen, um die Wirtschaft und das Finanzsystem zu stabilisieren. Zum einen gibt es eine Ausweitung des Freibetrags der Mindestreserve, um Banken aufgrund der Negativzinsthematik zu entlasten. Zum anderen ergreift die SNB Maßnahmen für die Liquiditätssicherung. Insbesondere die USDollar Liquidität wird durch ein erweitertes Swap-Abkommen mit der US-Notenbank Fed gewährleistet.  Um der Aufwertung des CHF entgegenzuwirken, interveniert die SNB vermehrt am Devisenmarkt wie der Anstieg der Sichtgeldeinlangen bei den Geschäftsbanken zeigt. EUR/CHF 1,0500 – 1,0620.

 

20.03.2020 - EZB: Koste es, was es wolle...

Die Europäische Zentralbank (EZB) beschloss in einer Sondersitzung gestern Nacht ein Sonderkaufprogramm von Staatsanleihen zum Schutz der Euro-Zone aufzulegen. Das Programm soll die wirtschaftlichen Risiken aus der Corona-Krise abfedern und den Euro-Staaten Handlungsspielraum in der akuten humanitären Krise, aber auch in den wirtschaftlichen Folgewirkungen ermöglichen. Das „Pandemic Emergency Purchasing Programme“ (PEPP) erlaubt es der EZB, Anleihen der Mitgliedsstaaten in einem Volumen von 750 Mrd. Euro bis Ende 2020 zu erwerben. Das Programm soll mit Ende der COVID-19 Krise enden. Ziel ist es, die Refinanzierungskosten der Euro-Staaten zu drücken, um den stark verschuldeten Staaten wie z. B. Italien unter die Arme zu greifen. EZB-Präsidentin Christine Lagarde sagte: „Es gibt keine Grenzen für unseren Einsatz für den Euro" (Quelle: Reuters), was einem zweiten „Whatever it takes…“ (koste es, was es wolle) ihres Vorgängers Mario Draghi in der ersten Staatsschuldenkrise gleichkommt.

 

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