Strategie - Oberbank

Nachhaltigkeit

Wertebasierte Strategie

Die Strategie der Oberbank basiert auf ethischen und ökologischen Werten und wird laufend weiterentwickelt. Deshalb wird alle vier Jahre ein entsprechendes Strategieprojekt mit externer Begleitung durchgeführt.

Code of Conduct - nach innen und außen vorbildlich verhandeln

Vor 150 Jahren wurde die Oberbank als kleine Regionalbank gegründet. Die Verwurzelung in der Region ist bis heute ein wesentlicher Wert und zeigt sich unter anderem in einer starken Verbundenheit mit den jeweiligen Regionen, ihren Menschen und Unternehmen. Diese Nähe bedeutet für die Oberbank vor allem eines: Verantwortung. Auf dieser Basis wurde 2010 auch der erste Code of Conduct erstellt. In jeder Hinsicht ging es schon damals um einen verantwortungsvollen Umgang. Sicherheit, Stabilität und Nachhaltigkeit waren dabei die Grundpfeiler allen Tuns und Handelns – und sind es heute noch. Der Code of Conduct richtet sich an alle MitarbeiterInnen der Oberbank.

 

Wenn man die Oberbank Wertewelt in einem Satz zusammenfassen müsste, könnte dieser etwa so lauten:

„Die Oberbank bekennt sich ausdrücklich dazu, sowohl nach innen wie nach außen stets verantwortungsvoll, ethisch wertvoll und wertschätzend zu agieren“.

Das meint generell den Umgang mit Menschen, ob mit MitarbeiterInnen, KundInnen oder Stakeholdern, meint aber ebenso die Rücksichtnahme auf ökologische und ökonomische Aspekte und schließlich den verantwortungsvollen Umgang mit sämtlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen. Jeder Entscheidung und allem Tun liegen ethische Prinzipien zugrunde.

 

Die Oberbank tritt selbstverständlich gegen jede Form der Diskriminierung, Korruption, Benachteiligung und sexuelle Belästigung auf. Ein schuldhaftes Fehlverhalten hat personalrechtliche Konsequenzen. So gibt es in der Oberbank beispielsweise eigene Ansprechpersonen für „Whistleblowing“ in der Abteilung Revision. Mitarbeitermeldungen an diese Stelle unterliegen keinem internen oder externen Berichtsweg, sodass Anonymität und Vertraulichkeit gewährleistet sind. Es gibt zudem keinerlei Druck oder Repressalien gegenüber den HinweisgeberInnen.

 

Nicht nur Gesellschaften entwickeln sich ständig und bringen neue Themen hervor, auf die es zu reagieren gilt, auch die Oberbank steht in diesem Veränderungsprozess. So erfordern etwa die Digitalisierung und der Einsatz sozialer Medien eine eingehende Auseinandersetzung und entsprechende Richtlinien. Ein Beispiel dafür ist der Schutz der Privatsphäre.

 

Auch der sich zuspitzende Klimawandel verlangt heute ein anderes Vorgehen als noch vor acht Jahren. Die Oberbank hat sich daher entschlossen wesentlich strengere Vorgaben zu machen, um ihrer ökologischen Verantwortung gerecht zu werden: durch klimafreundliche Dienstreisen, ein professionelles Energiemanagement, Lebensmittel aus der Region für das Betriebsrestaurant, Fahrtkostenzuschüsse für MitarbeiterInnen, die ihren Arbeitsweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen, die Vermeidung von unnötigen Dienstfahrten durch den verstärkten Einsatz von Videokonferenzen oder eine verantwortungsvolle Auswahl bei LieferantInnen, um nur einige Beispiele zu nennen. Auch in Sachen Bildung hat sich bei der Oberbank einiges verändert. Die laufende Aus- und Weiterbildung war schon immer ein großes Anliegen, nicht umsonst ist die Oberbank gerade für die Kompetenz ihrer MitarbeiterInnen bekannt. Der fachliche Weiterbildungsbedarf wird laufend ermittelt und es werden entsprechende Angebote in hoher Qualität angeboten, längst auch auf Online-Basis.

 

Präventation von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und Embargos

Die Oberbank bekennt sich zu einer mit den Bestimmungen zur Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung kohärenten Geschäftspolitik und nimmt diesbezügliche Entwicklungen und Initiativen der europäischen wie nationalen Gesetzgeber und Behörden ausgesprochen ernst. Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung bedrohen die europäischen Werte und es bedarf konsequenter Maßnahmen, um ihnen mit den Möglichkeiten und Instrumenten auch von Kreditinstituten entgegenzuwirken und sie soweit wie möglich bereits in ihren Ansätzen zu bekämpfen.

 

Wesentliche neue Herausforderungen waren die Umsetzung des österreichischen „Wirtschaftliche Eigentümer Registergesetz“, basierend auf der 4. EU-Geldwäscherichtlinie 2015/849, sowie die konsequente Fortentwicklung der Maßnahmen und Verfahren zur Vermeidung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Die Sicherstellung der Einhaltung dieser strengen Rechtsvorschriften erfolgt einerseits durch strikte interne Regelwerke (Handbuch Geldwäscheprävention sowie Handbuch Embargo, Risikoanalyse) sowie andererseits durch die IT-Tools Siron AML, Siron KYC und Siron Embargo. Dem risikoorientierten Ansatz folgend, stellt die Grundlage für die Kalibrierung dieser Systeme die hausinterne, oberbankspezifische Risikoanalyse dar.

 

Das tägliche Transaktionsmonitoring hinsichtlich geldwäscherelevanter Vortaten und Sachverhalte (z. B. Betrugssachverhalte) erfolgt über das IT-Tool Siron AML. Nach Kontaktaufnahme mit den BeraterInnen erfolgt eine eingehende Prüfung und Recherche. An deren Ende steht entweder die Aufklärung des Sachverhalts oder das Durchführen einer Geldwäsche- bzw. Terrorismusverdachtsmeldung an die Geldwäschemeldestelle im Innenministerium (Financial Intelligence Unit).

 

Das Tool Siron KYC dient der Feststellung einer potentiellen PEP-Eigenschaft der KundInnen sowie dem Ausschluss des Bestehens eines etwaigen Embargobezugs. Eine Überprüfung dieser Rechtsvorgaben erfolgt noch vor Eingehen der Geschäftsbeziehung. Durch Siron Embargo wird eine real-time-Überprüfung von SWIFT Transaktionen auf Sanktions- und Embargorelevanz (Warengüterprüfung, Personenüberprüfung) dargestellt.

 

Die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen beginnt bei der Ausbildung der BeraterInnen. Zu diesem Zweck führt Compliance unterjährige Roadshows zu den Themenbereichen Geldwäscheprävention, Embargos sowie Wertpapiercompliance für alle MitarbeiterInnen durch. Die Regelwerke sind mittels Intranet für alle MitarbeiterInnen einsehbar und zu allen wesentlichen Themenblöcken existieren aufbereitete Schaubilder, die mit Beispielen versehen sind. Sämtliche Regelwerke werden anlassbezogen bzw. ansonsten tourlich, jedoch mindestens einmal im Jahr, aktualisiert. Alle MitarbeiterInnen haben jährlich verpflichtend e-learning Schulungen zu den Themenbereichen AML, Compliance, Fraud sowie Wertpapier-Compliance positiv zu absolvieren.

 

Im Rahmen der Enhanced Customer Due Diligence sind diverse AML-Risikogeschäfte vorab durch die Compliance bewilligungspflichtig, das heißt eine Kontoeröffnung kann nur mit Zustimmung durch Compliance und erst nach Beibringung aller gesetzlich erforderlichen Unterlagen erfolgen. Das Auslösen einer Bewilligungspflicht kommt im Wesentlichen durch die Risikofaktoren Kundeneigenschaft, Geografie/Länderrisiko und die Art der avisierten Transaktionen zu Stande und bezieht sich auf neue Geschäftsbeziehungen mit Firmen- als auch mit PrivatkundInnen.

 

BestandskundInnen mit erhöhtem AML-Risiko unterliegen verkürzten Prüfintervallen hinsichtlich der Qualität der vorgelegten Unterlagen. Dadurch sind KundInnen mit der AML-Risikoeinstufung „mittel-hoch“ und „hoch“ bereits jährlich einem Review zu unterziehen und im Bedarfsfall neue, aktuelle Unterlagen anzufordern.

 

Durch das Einhalten dieser Maßnahmen stellt die Oberbank sicher, den strengen gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Regelungen vollinhaltlich zu entsprechen.

 

 

Eigenveranlagung mit gutem Gewissen

Eigenveranlagung ist für jede Bank ein zentrales Thema. Bei einem Liquiditäts-Portfolio in der Höhe von rund 2,5 Mrd. Euro, wie im Falle der Oberbank, spielt es zudem eine große Rolle, wohin dieses Geld investiert wird. Wobei es nicht nur um die Frage der Legalität geht – Nachhaltigkeit geht einen Schritt weiter. Darüber hinaus interessiert die Frage, ob die Investitionen auch ethisch vertretbar sind und inwieweit man als Bank hinter diesen Investitionen steht. Hier hat die Oberbank als regional verankerte Bank stets größten Wert darauf gelegt, die Staaten genau zu analysieren. So sind etwa 1,3 Mrd. Euro der Gesamtsumme, also mehr als die Hälfte, ausschließlich in Österreich investiert. Der Rest verteilt sich im Sinne einer sicheren Diversifikation großteils auf den europäischen Kernmarkt. Insgesamt sind mehr als 80 % in Europa investiert. Und zwar in schnell liquide Anleihen, die die Oberbank als ethisch vertretbar betrachtet. Kritische Branchen werden den strategischen Werten der Bank entsprechend von vornherein ausgeschlossen.

 

Derzeit ist das Angebot an „Green Bonds“ bei liquiden Assets noch vergleichsweise gering, wächst aber zunehmend. Wo immer es in Zukunft möglich und sinnvoll sein wird, in „Green Bonds“ zu investieren, wird die Oberbank das tun.

Fotocredit: Sebastian Pichler, Unsplash

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