18.01.2018 ‐ Finanzmarkt aktuell

Wird 2018 das Jahr der EZB?

Die EZB hat mit ihrer Zinspolitik den Aufschwung in Europa gefördert. 2018 könnte das Jahr des Wandels werden. Mit einem weinenden Auge für alle Exporteure in den Dollar-Raum!

Was viele Beobachter vor einigen Jahren noch für sehr unwahrscheinlich gehalten haben ist nun doch eingetreten: Die Wirtschaft in der Eurozone hat sich im abgelaufenen Jahr deutlich erholt. Wachstumsraten jenseits der 2 % und zum Teil deutlich darüber lassen die Unternehmen und Konsumenten jubeln. Die Vertrauensindices in die Wirtschaft bewegen sich auf Rekordständen – ohne dass eine merkliche Eintrübung zu erkennen wäre. Bestes Beispiel ist die Wirtschaftslok Europas, Deutschland: Der vom renommierten Münchner IFO-Institut abgefragte Stimmungsindikator unter Deutschen Unternehmern lag im gesamten Vorjahr auf Spitzenwerten. „Die Deutsche Wirtschaft ist in Feierlaune“ stellte das Institut zuletzt im Dezember fest.

 

Der Beitrag der EZB zu dieser Entwicklung wird sicherlich in zahlreichen Publikationen zukünftig noch genau untersucht werden. Eines wird sich aber zeigen: die ultralockere Geldpolitik in Verbindung mit einem immensen Aufkaufprogramm an Staats- und Unternehmensanleihen hat dazu beigetragen ein investitionsfreundliches Klima zu schaffen.

 

Die Frage die sich viele jetzt stellen ist wie die EZB angesichts der vorherrschenden Wirtschaftsdaten im Jahr 2018 ihre Politik anlegen wird. Die Inflationsrate bewegt sich langsam in Richtung 2 % - jenem Wert, den die Notenbanker am Main als zentrale Größe und Grundlage ihres Handelns sehen. Es ist damit zu rechnen, dass die Aufkaufprogramme 2018 weiter reduziert werden bzw. nicht mehr verlängert werden. Das bedeutet nicht, dass die EZB dann nicht mehr im Markt aktiv sein wird. Zwischen dem Auslaufen des Aufkaufprogrammes und aktivem Abbau der Positionen, und damit verbunden einer Senkung der Bilanzsumme der EZB, ist es ein weiter Weg.

 

Für international agierende Unternehmen in Österreich gilt es diese Entwicklung speziell im Vergleich zu den USA aufmerksam zu beobachten. Werden doch die meisten Exporte in die Vereinigten Staaten in USD fakturiert. Eine weiter boomende Wirtschaft in Europa, der schrittweise Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik, aufkeimende Inflation und eine US-Wirtschaft die sich am Wachstumszenit oder vielleicht schon etwas darüber befindet könnten den EURO zum USD weiter beflügeln. Zusätzlich ist aktuell nicht damit zu rechnen, dass von der FED mehr als die zwei- bis drei erwarteten (und im Markt eingepreisten) Zinserhöhungen 2018 kommen.

 

In diesem Umfeld ist – speziell für Exporteure in den Dollar-Raum – die Reduzierung bzw. Vermeidung des Währungsrisikos das Gebot der Stunde. Es wäre mehr als ärgerlich wenn schöne Geschäftserfolge durch nachteilige Währungsentwicklungen zu Nichte gemacht würden. Kontaktieren Sie noch heute ihren Oberbank Firmenkunden-Berater. Er hat die passende Strategie für die Absicherung ihrer Auslandsgeschäfte.

 

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