05.09.2019 ‐ Presse

Oberbank agiert weiter "gegen den Mainstream" und will mehr Filialen

Die Oberbank will auch weiterhin ihre Strategie "gegen den Mainstream" forcieren und in Zeiten, in denen anderen Banken ihr Filialgeschäft reduzieren, genau dieses weiter ausbauen.

Denn, so der Bankchef Franz Gasselsberger am Dienstag im Klub der Wirtschaftspublizisten, der direkte Kontakt zu den Kunden in den Filialen sei wesentlich für die Kundenbindung und damit auch die Kundenzufriedenheit.

Wir setzen weiterhin auf Filialen, wir wollen den Kontakt,

sagte Gasselsberger. "Handlungsbedarf", also eine Notwendigkeit zum Ausbau der Filialen, sieht der Bank-Chef vor allem in Ungarn, Tschechien und Baden-Württemberg. Zunächst müsse aber der Ausbau in Sachsen abgeschlossen werden. Die Oberbank ist seit dem vergangenen Jahr in dem deutschen Bundesland tätig und ist damit bereits in fünf Regionen der Bundesrepublik vertreten. Wichtig sei für die oberösterreichische Oberbank in Deutschland vor allem das Geschäft mit mittelständigen Unternehmen - es macht rund 70 bis 80 Prozent aus -, im Privatkundenbereich gebe es dagegen "nichts zu verdienen", so der Oberbank-Boss.

 

Auch in Wien sieht Gasselsberger noch etwas Ausbaupotenzial, derzeit gibt es bereits 30 Oberbank-Filialen. Aber "den Großteil des Wachstums haben wir hinter uns", so der Oberbank-Chef weiter. Generell baut die Bank auf Wachstum aus eigener Kraft. "Wir wollen nur organisch wachsen, nicht über Unternehmenskäufe". Ein weiterer Wert, den der Banker hoch hält, ist die Unabhängigkeit der gesamten 3-Banken-Gruppe - bestehend aus Oberbank, BTV (Bank für Tirol und Vorarlberg) und BKS (Bank für Kärnten und Steiermark). "Wir wollen nicht fremdbestimmt sein von einer fernen Zentrale."

 

Quelle: APA, 03.09.2019