24.05.2019 ‐ Eventnachbericht

Den Rücken frei von Schmerzen halten

Zwei medial bekannte Mediziner bestärkten am Donnerstag, dem 23. Mai 2019, im Oberbank Donau-Forum die zahlreichen Gäste darin, sich Rückenbeschwerden, der Volkskrankheit Nr. 1, aktiv zu widmen.

Gesundheitsthema gefragter denn je

Für Gastgeber Franz Gasselsberger trifft das Gesundheitsforum der Oberbank genau den Nerv des Publikums:

Viele Menschen leiden unter zunehmender Belastung und steigendem Druck, Kinder und Jugendliche bewegen sich zu wenig, zu viel und falsches Essen sowie Übergewicht sind Massenerscheinungen. Daher möchten wir unsere Kundinnen und Kunden dabei unterstützen, möglichst lange fit und gesund zu bleiben.

Barbara Rohrhofer, leitende Redakteurin der OÖ Nachrichten, verwies unter anderem auf die Erfolgsstories von Menschen im Gesundheitsmagazin ihres Mediums, die ihr Leiden besiegt haben. Diese interessieren die LeserInnen, weil sie Mut machen.

Christine Haberlander, Landesrätin für Bildung, Frauen und Gesundheit, setzt in ihrem Ressort auf Maßnahmen, um Rückenbeschwerden bei Kindern und Jugendlichen vorzubeugen: Bewegungscoaches in den Schulen etwa sorgen für eine tägliche Sport- und Bewegungseinheit.

 

Bewegung heilt

Siegfried Meryn, Vorsitzender des ORF-Gesundheitsbeirates, gab zunächst Entwarnung: 85 Prozent der Rückenschmerzen seien banal, lediglich ein geringer Anteil sei chronisch oder betreffe Symptome einer gefährlichen Krankheit. Es gelte schon in jungen Jahren dafür zu sorgen, die maximale Knochendichte zu erreichen. Leider führen schon bei Kindern und Jugendlichen falsche Haltungen beim Sitzen und Stehen zu ernsthaften Haltungsschäden. Besonders die weit vorgebeugte Position beim Handy-Gebrauch verursache den Smartphone-Nacken, der durch eine zu große Gewichtsbelastung auf die Halswirbelsäule entstehe. Mit welchen Maßnahmen können wir diesen Fehlentwicklungen gegensteuern? Einmal am Tag genügen zehn Minuten, um mit korrekt ausgeführten Übungen Heilkräfte zu aktivieren. Die Stärkung und Entspannung der Rückenmuskulatur fördern gesunde Ernährung, Kraft- und Balance-Training, Sportarten wie Nordic Walking, Yoga, Radfahren und Schwimmen sowie Sportgeräte wie Faszienrollen, Therabänder, Wackelbretter und Sitzbälle.

 

Synergien von Schul- und Naturmedizin nutzen

Dietrich Grönemeyer, Leiter des Grönemeyer-Institutes für Mikrotherapie Bochum, betonte die Wichtigkeit der Vorbildwirkung der Erwachsenen, besonders der Mütter. Um die Eltern dabei zu unterstützen, habe die Politik effiziente Programme zu entwickeln. Ebenso gehöre das Sportangebot für ältere Menschen deutlich ausgebaut. Der vielfache Buchautor ermunterte während seines Vortrages immer wieder die Gäste zu Übungen, die die befreiende Wirkung richtig eingenommener Körperhaltung vor Augen führten.

Die innere Haltung beeinflusst die äußere – und umkehrt!

Die Medizin befinde sich heute im Spannungsfeld zwischen High-Tech und Naturheilkunde. Segensreich könne sie aber nur dann sein, wenn sie die verschiedenen Konzepte und damit Körper, Geist und Seele zu vereinen weiß. So haben sich Behandlungsmethoden wie Akupressur, Shiatsu, Massagen oder Faszientherapie als erfolgreich bei der Beseitigung von Muskelverhärtungen und Fehlhaltungen erwiesen.

Im abschließenden Talk mit Meryn empfahl er unter anderem, sich auch nicht vorschnell operieren zu lassen, sondern vielmehr noch eine zweite oder dritte ärztliche Meinung einzuholen.