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Die Heizung, die zu Ihrem Wohntraum passt!

Die Entscheidung für ein Heizsystem ist gleichermaßen von individuellen Vorlieben wie regionalen Begebenheiten von Investitionskosten abhängig. Es empfiehlt sich daher, sich mit den unterschiedlichen Heizformen eingehender zu beschäftigen und die Vor- und Nachteile in Hinblick auf das Lebenskonzept und die Machbarkeit abzuwägen.

 

In den letzten Jahrzehnten hat sich einiges am Heizungsmarkt getan. Neben den klassischen Heizformen mit Öl und Gas, haben insbesondere nachhaltige und umweltschonende Heizsysteme an Bedeutung gewonnen. Gleichzeitig hat die Breite des Angebots zugenommen.

 

Biomasse: Platz 3 der Heizsysteme in Österreich.

Der Einsatz von Biomasse zur Wärmeerzeugung gehört zu den umweltfreundlichsten Heizarten. Allgemein beschreibt der Begriff Biomasse laut ÖNORM M 7101 „alle organischen Stoffe biogener, nicht fossiler Art und umfasst also in der Natur lebende und wachsende Materie und daraus resultierende Abfallstoffe.“ In Österreich stammt der Hauptteil der energetisch verwendeten Biomasse aus dem Wald. Wobei der technologischen Innovation keine Grenzen gesetzt sind und bereits Pflanzenreste aus dem eigenen Garten – selbst Obstkerne – als Heizmaterial zur Verwendung kommen können. Die Erhebung der Statistik Austria aus 2016 zeigt, dass Heizsysteme aus Biomasse – Holz, Hackschnitzel, Pellets und Holzbriketts – die drittbeliebtesten Heizsysteme in österreichischen Haushalten sind – das entspricht einem Anteil von 17,4 %. Auf Platz 1 liegt die Fernwärme mit 27,8 %, gefolgt von Erdgas mit 23,8 %.

 

Eingesetzte Heiztechnologien in österreichischen Haushalten:

 

 

 

Das alles hat nicht nur mit romantischer Kaminatmosphäre zu tun. Die modernen Anlagen sind hocheffizient, haben eine geringe Feinstaubbelastung und sind in Bezug auf Brennstoffkosten und -beschaffung im Verhältnis preisstabiler. Einzige Wermutstropfen sind vielleicht, dass relativ viel Asche anfällt, die entsorgt werden muss, und dass man – sofern die Anlage nicht automatisiert ist – das Holz selber nachlegen muss. Ein entsprechend großer Raum für ein Holzlager zum Trocknen von Schnittholz wird ebenfalls benötigt. Bei ersten Überlegungen zum Umstieg auf eine Biomasseheizung sollten Sie sich auf jeden Fall über aktuelle Fördermöglichkeiten informieren. Der Biomasseverband bietet dazu eine gute Übersicht.

 

Klein aber fein: Holzpellets boomen

Das Heizen mit Holzpellets ist die platzschonende und automatisierte Variante der Biomasseheizsysteme. Laut Branchenverband ProPellets sind heute in Österreich rund 127.000 Pelletheizungen installiert, das entspricht rund zwei Drittel der in Westeuropa betriebenen Pelletsheizkessel. Nach anfänglichen Engpässen in den 90er Jahren sind die kleinen gepressten Holzreste zu einem festen Bestandteil des österreichischen Energiemix geworden. Sie sind preisstabil und günstiger als nicht erneuerbare Energieträger wie etwa Heizöl und Gas. Auch hier wird fleißig vom Staat gefördert, um die Klimaziele zu erreichen. Die Anlagen sind im Vergleich zum Heizen mit großen Holzscheiteln in der Regel automatisiert. Der Clou: Viele Öltanks lassen sich zu Pelletstanks umbauen. Bedenken Sie jedoch, dass für die automatisierte Befüllung eine Lagerfläche direkt neben der Anlage benötigt wird.

 


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Wärmepumpen: Energie aus der Erde

Holz ist nicht der einzige intelligente und nachhaltige Wärmelieferant. Insbesondere bei der Planung eines Neubaus kann die Wärmepumpe eine finanziell und ökologisch attraktive Alternative zu herkömmlichen Heizungen sein. Die Wärmepumpe entzieht dem Erdreich oder Grundwasser die benötigte Wärme durch Verdampfung und Kondensation. Für diesen Vorgang muss Strom zugeführt werden. Um Wärmepumpen bei strengeren Kälteperioden zu unterstützen und gleichzeitig den benötigten Strom kostenlos zu beziehen, bietet sich der Ausbau des Energiesystems mit Solar- und Photovoltaikanlagen an. Diese Kombination führt zu einer weitgehenden Unabhängigkeit vom öffentlichen Netz.

 

Gas und Ölheizungen ein Auslaufmodell?

Vor allem in Ballungsräumen sind Gasheizungen noch immer ein wichtiger Energielieferant. Klar, ein Gasbrenner ist billig und benötigt kaum Platz. Wie jedoch beim Öl sind die Preise stark schwankend, es besteht die theoretische Gefahr von Gasaustritt und das Gasnetz ist nicht überall verfügbar. Die Umrüstung einer Ölheizung wird in Österreich noch gefördert, sofern die Anlage auf den neuesten technischen Stand ist und der Verbrauch deutlich gesenkt wird. Ölkessel sind günstig in der Anschaffung, haben kaum einen Wartungsaufwand und die Versorgung mit Heizöl einfach. Bei einer Neuanschaffung sind jedoch die zukünftige Verfügbarkeit von Öl als Brennstoff sowie die starken Preisschwankungen in der Gesamtkalkulation nicht zu vernachlässigen. Entsprechend werden Gas und Öl als Heizmaterial zunehmend von alternativen Technologien abgelöst. So etwa lag laut Statistik Austria der Anteil von Heizöl und Flüssiggas im Vergleichszeitraum 2003/2004 bei 26,5 % der eingesetzten Heiztechnologien in österreichischen Haushalten, und ging 2015/2016 bereits auf 16,1 % zurück. Förderung Ölheizung

 

Fazit

Beim Kauf einer neuen Heizung oder einer Umrüstung, sollten nicht nur die mittel- bis langfristigen Preise für die jeweiligen Energieträger in Betracht gezogen werden. Ebenso sind die Anschaffungskosten ein relevanter Faktor. Lassen Sie sich von einem unabhängigen Experten beraten, denn schon das Fehlen eines Kellers oder eine ungünstigen Wohnlage, können Einfluss auf die laufenden Kosten und die Versorgung mit Brennstoffen haben. Es ist daher ratsam, sich für die Entscheidung Zeit zu nehmen, genau zu informieren und beraten zu lassen und dabei die technologische und preisliche Entwicklung gleichermaßen im Blick zu haben.

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