Den Garten nachhaltig gießen

Fünf Tipps für eine effiziente und umweltfreundliche Bewässerung

Wer seinen Garten neu anlegt, sollte nicht nur an die Architektur an der Oberfläche denken, sondern vor allem auch daran, was sich darunter tut. Der Klimawandel trägt mittlerweile dazu bei, dass viele über ein nachhaltiges, alternatives Bewässerungssystem nachdenken. Wir haben Tipps und Denkanstöße zusammengefasst, die bei der Planung wichtig sind.

 

1. Niederschlag speichern und vielseitig einsetzen

Das Beste kommt bekanntlich von oben. Um damit länger das Auslangen zu finden, bietet sich die Platzierung von Regentonnen an. Das ist nachhaltiger, als wertvolles Leitungswasser, das eigentlich zum Trinken gedacht ist, in den Garten zu sprühen. Das Regenwasser lässt sich in der Tonne sammeln und dann bei Bedarf zum Gießen einsetzen. Es lässt sich außerdem für Putzarbeiten im Haus nutzen, wodurch sich auch die Trinkwasserkosten reduzieren. Für Fallrohre an Dachrinnen gibt es spezielle Regenwasserklappen, die das wertvolle Nass direkt in die Tonne leiten.

 


Fotoquelle: iStock

 

Noch effektiver sind Zisternen, weil sie große Mengen an Regenwasser speichern können. Zisternen sind unterirdische Wasserbehälter, die besonders gern in Gegenden mit unregelmäßigen Niederschlägen und steinigem Untergrund angelegt werden. In Trockenperioden greift man auf das gesammelte Wasser zurück. Wie funktioniert`s? Bei Regen gelangt das Wasser über Fall- und Zuleitungsrohre durch Feinfilter in die Zisterne. Dort beruhigt es sich und die Schwebestoffe sinken zu Boden. Gelangt zu viel Wasser in die Zisterne, wird es durch ein Überlaufsiphon in die Kanalisation oder zu einer Sickermöglichkeit umgeleitet. Je nach Größe der Zisterne werden häufig Kunststoff- oder Betontanks zwischen 1.500 und 13.000 Liter Fassungsvermögen verbaut. Die Größe hängt vom Platzangebot im Garten und dem gewünschten Einsatzgebiet ab. Bedenken Sie bei der Planung, dass die Einzelteile von Betonzisternen ein hohes Gewicht haben und meist mit größeren Baumaschinen an Ort und Stelle gebracht werden müssen. Kunststofftanks hingegen lassen sich meist schon mit zwei Personen einfach in den Garten tragen. Achten Sie bei Kunststofftanks auf Qualität. Die Kosten liegen je nach Größe und Qualität zwischen 700 bis zu knapp 4.000 Euro.
 

2. Richtig bepflanzen

Der Wasserhaushalt im Garten lässt sich bei guter Planung im Sinne unserer Umwelt beeinflussen, z.B. mit strategisch angelegter Bepflanzung. Unter Obstbäumen verdunstet die Bodenfeuchtigkeit langsamer als an Stellen, auf die den ganzen Tag die Sonne scheint.

 

3. Intelligentes Bewässerungssystem installieren

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an effizienten und nachhaltigen Bewässerungssystemen am Markt, die auf die jeweiligen Bedürfnisse maßgeschneidert werden können. Die Vorteile dieser Systeme liegen in einer punktgenauen Bewässerung – sowohl was die Fläche wie auch den Zeitpunkt betrifft. Dadurch lassen sich erhebliche Mengen an Wasser sparen. So werden auf Staudenbeeten und Hecken beispielsweise Mikro Sprinkler angebracht, Sprinkler und Versenkregner bewässern den Rasen und im Beet kommt vorzugsweise eine Tröpfchenbewässerung zum Einsatz. Das alles lässt sich ganz einfach über einen Bewässerungscomputer steuern. Je nach Bewässerungssystem ist auch eine Steuerung per App möglich – Smart Home für den Garten, sozusagen. Damit lässt sich die Bewässerung maßgeschneidert steuern und je nach Wetterlage individuell regulieren.

 

Moderne Bewässerungsanlagen bewässern die Pflanzen mehrmals täglich und das in ausreichend kleinen Mengen. Damit wird nur so viel Wasser verwendet, wie die Pflanzen auch wirklich benötigen. Der Wasserverbrauch lässt sich damit laut Herstellern um bis zu 70 Prozent senken. Wichtig bei der Installation einer funktionsfähigen Bewässerung ist der Druck, den Sie bei Hausanschlüssen erreichen können. Der Grundbedarf liegt bei rund 0,5 bar. Hochwertige Systeme messen zudem die Erdfeuchtigkeit, was den Wassereinsatz nochmals effizienter gestaltet.

 

Zugegeben, automatisierte Bewässerungssysteme sind kein Schnäppchen. Aber sie bieten viele Vorteile: von der effizienten, Wasser sparenden Bewässerung bis hin zur Regelmäßigkeit, z.B. während eines Urlaubs. Je nach Grundstücksgröße und Anspruch variieren die Kosten und können so zwischen vier und zehn Euro je Quadratmeter liegen.

 


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4. Den eigenen Brunnen anlegen

Ein etwas komplexerer aber durchaus lohnender Gedanke, ist jener, einen eigenen Brunnen im Garten anzulegen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Er macht unabhängig von Wasserversorgungswerken, senkt Wasserkosten und schont unseren Trinkwasserverbrauch. So lässt sich Brunnenwasser u. a. für Spül- und Waschmaschinen, als WC-Spülwasser aber eben auch zur Bewässerung der Pflanzen einsetzen.

 

Die Kernfrage, ob sich das Anlegen eines eigenen Brunnens lohnt, ist abhängig davon, wie viel Wasser Sie im Garten benötigen und wofür. Dazu kalkulieren Sie vorweg Ihren Wasserverbrauch und vergleichen ihn mit Ihrem lokalen Wasserpreis. Allgemein gilt: Der Brunnen sollte sich innert fünf Jahren amortisieren. Beachten Sie folgende Faustregel: Das Anlegen eines Brunnens in einem durchschnittlichen Eigenheimgarten lohnt sich nur dann, wenn der Grundwasserspiegel dort höchstens sechs Meter unter der Geländeoberfläche liegt. Dazu informieren Sie sich am besten bei der zuständigen Wasserbehörde, dem Wasserversorgen oder einem lokalen Brunnenbauer. Diese Werte sind in der Regel auch veröffentlicht. Was die Rechtssituation betrifft, so braucht man in Österreich im Gegensatz zu Deutschland keine eigene Bewilligung für das Anlegen eines Brunnens – sofern er sich auf Ihrem eigenen Grund befindet und für den hauseigenen Wirtschaftsbedarf dient.

 

Die gängigsten Brunnentypen sind Schacht-, Bohr- und Rammbrunnen. Der Schachtbrunnen ist bis zu zehn Meter tief. Dort sickert das Wasser stetig nach, bis es auf Höhe des Grundwasserspiegels steht. Aber Achtung: Der Preis dafür ist hoch! Das Anlegen kostet mehrere tausend Euro. Rechnen Sie mit mindestens 5.000 Euro. Der Bohrbrunnen, bei dem ein Bohrrohr durch die wasserführende Schicht des Grundwassers gesetzt wird, ist deutlich günstiger aber auch langlebig: Die Kosten liegen hier in etwa bei 1.200 bis 1.500 Euro. Am verbreitetsten hingegen ist der Rammbrunnen, weil er einfach anzulegen ist und vergleichsweise wenig kostet (in etwa 300 Euro). Mit Hilfe einer elektrischen Ramme, die man in einem Fachbetrieb leihen kann, wird ein Metallrohr in den Boden gestoßen.

 


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5. Zum richtigen Zeitpunkt gießen

Wer nachhaltig bewässern möchte, muss die Tageszeit mit einkalkulieren. In der Mittagshitze zum Schlauch oder zur Gießkanne zu greifen, ist ineffizient und Sie tun damit Ihren Pflanzen nichts Gutes! Zum einen verdunstet, gerade im Sommer, der Großteil der Wassermenge sofort. Und zum anderen können Blumen & Co einen Kälteschock erleiden oder verbrennen. Am sinnvollsten ist es daher, die Gartenpflanzen früh morgens oder spät abends zu wässern. Wenn Sie über ein Bewässerungssystem verfügen, dann empfiehlt es sich, dieses auf die frühen Morgenstunden zu programmieren. Damit bekämpfen Sie auf „natürliche“ Weise auch gleich die Schnecken im Garten: Die Kriechtiere sind nachtaktiv und mögen es gerne feucht.

 

Quelle: www.gartenhaus.at

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