02.01.2019 ‐ Presse

Geschäftspolitische Maßnahmen im Irangeschäft

Der Rückzug der USA aus dem Iranabkommen (JCPOA) und die Androhung von US-Sekundärsanktionen haben die Rahmenbedingungen für das Irangeschäft auch für europäische Unternehmen verändert.

Die Oberbank hat in den letzten beiden Jahren zahlreiche Kunden und deren Irangeschäft unterstützt. Die Bedrohung europäischer Unternehmen mit US-Sekundärsanktionen zwingt auch uns zum Rückzug.

 

Grundsätze der Oberbank bezüglich Geschäften mit Iran-Bezug

Aufnahme von Geschäftsbeziehungen

Es erfolgt wie bisher keine Aufnahme einer Geschäftsbeziehung mit Firmen- oder Privatkunden mit Sitz oder Wohnsitz im Iran oder mit wirtschaftlichen Eigentümern mit Sitz oder Wohnsitz im Iran.

 

Finanzierungen

Unter dem Rahmenabkommen für OeKB-abgesicherte Finanzierungen werden keine Kredite ausgereicht. Auch freie Finanzierungen von Geschäften mit Iran-Bezug hat und wird die Oberbank nicht vergeben.

 

Dienstleistungen (Zahlungsverkehr, Akkreditive)

Die Oberbank begleitet lediglich besonders erfahrene, ausgewählte Bestandskunden, welche bereits in der Vergangenheit in unserem Institut bereits zuverlässig ihr Iran-Geschäft abgewickelt haben, bei der Lieferung erlaubter humanitärer Güter (ausschließlich Lebensmittel, Agrarwaren, Arzneiwaren, Medizinprodukte) unter Einhaltung der internationalen Rahmenbedingungen und der relevanten Bestimmungen zur Geldwäscheprävention in den Iran.

 

Korrespondenzbankbeziehungen

Neue Korrespondenzbankbeziehungen mit iranischen Banken werden nicht eingegangen. Von secondary sanctions betroffene iranische Korrespondenzbanken wurden von SWIFT aus dem Zahlungsverkehrssystem abgekoppelt, sodass mit diesen Banken keine Transaktionen durchgeführt werden können.

 

Business policy measures regarding Iran business (English version)