Mehr Unterstützung für Unternehmen

Ein Überblick über die neuen Corona-Hilfsmaßnahmen.

Für die heimische Wirtschaft gibt es weitere Corona-Hilfsmaßnahmen. Im Folgenden ein Überblick:
 

1. Erhöhung des befristeten EU-Corona-Beihilferahmens: Obergrenze für Fixkostenzuschuss und Verlustersatz erhöht

Fixkostenzuschuss: Zur Erhaltung der Zahlungsfähigkeit und Überbrückung von Liquiditätsschwierigkeiten können die konkreten Fixkosten betroffener Unternehmen durch einen Fixkostenzuschuss anteilig gedeckt werden. Fixkosten sind Aufwendungen, die nicht reduziert werden können und zwangsläufig aufgrund der operativen inländischen Geschäftstätigkeit des Unternehmens anfallen.
 

  • Die bisherige Obergrenze beim Fixkostenzuschuss II wird nun von 800.000 auf 1,8 Millionen Euro pro Unternehmen angehoben.

    Verlustersatz:
  • Für den Verlustersatz steigt die Obergrenze von drei Millionen auf 10 Millionen Euro.

 

Wenn das Unternehmen 50 oder mehr MitarbeiterInnen und einen Jahresumsatz oder eine Bilanzsumme größer als 10 Mio. Euro hat, stehen ihm 70 % Verlustersatz zu.

 

Wenn das Unternehmen weniger als 50 MitarbeiterInnen und einen Jahresumsatz oder eine Bilanzsumme kleiner als 10 Mio. Euro hat, stehen ihm 90 % Verlustersatz zu.
 
Die erste Tranche ist spätestens bis zum 30. Juni 2021 einzubringen. Der Antrag betreffend die zweite Tranche kann frühestens ab 1.Juli 2021 bis spätestens 31. Dezember 2021 beantragt werden. Im Zuge der zweiten Tranche erfolgt die Endabrechnung.

 

Mann sitzt am Tisch über einen Laptop gebeugt

Fotoquelle: Shutterstock


2. Der Ausfallsbonus

Neben dem Fixkostenzuschuss und dem Verlustersatz können AntragstellerInnen im Rahmen des Corona Hilfs-Fonds ab sofort auch einen Ausfallsbonus beantragen. Jedes Unternehmen, das mindestens 40 % Umsatzausfall in einem der Kalendermonate im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021 erleidet, kann – bei Erfüllen der allgemeinen Voraussetzungen – über FinanzOnline https://finanzonline.bmf.gv.at/fon/ einen Ausfallsbonus bis zu 60.000 Euro für diesen Kalendermonat beantragen. Diese max. 60.000 Euro pro Monat teilen sich in 30.000 Euro Ausfallsbonus und 30.000 Euro Vorschuss für den Fixkostenzuschuss.

 

Somit sind z. B. auch Unternehmen antragsberechtigt, die im Lockdown nicht geschlossen waren oder die nicht für den Lockdown-Umsatzersatz II antragsberechtigt sind.

 

Einmalige Erhöhung des Ausfallsbonus im März
Um den Unternehmen im März noch einmal rasch Liquidität zu geben, wird der Ausfallsbonus für diesen Zeitraum angehoben:

  • Statt 15 % Bonus können 30 % beantragt werden. Gemeinsam mit dem 15 %-Vorschuss auf den Fixkostenzuschuss können somit 45 % des Umsatzausfalls im Rahmen des Ausfallsbonus beantragt werden.
  • Zudem wird die Obergrenze für den Bonus für diesen Monat von 30.000 auf 50.000 Euro angehoben. Damit können bis zu 80.000 Euro an Ausfallsbonus beantragt werden.


Beantragbar ist der erhöhte Ausfallsbonus für März ab 16. April via FinanzOnline.
    

3. Kurzarbeitsbonus

Gleichzeitig mit der Kurzarbeit fallen bei den ArbeitnehmerInnen Urlaubstage an. Um diese abzugelten, erhalten ArbeitgeberInnen, die seit November durchgehend geschlossen sind, eine Einmalauszahlung von bis zu 825 Euro netto als Kurzarbeitsbonus. Das sind hauptsächlich Gastronomie, Beherbergung und Theater.


Für ArbeitnehmerInnen in jenen Betrieben, die diese Möglichkeit in Anspruch nehmen, gibt es einmalig 175 Euro netto vom Arbeitgeber. Inklusive Steuern und Abgaben beträgt der Kurzarbeitszuschuss bis zu 1.100 Euro pro MitarbeiterIn.


4. Investitionsprämie für Neuinvestitionen

  • Hier erfolgte eine Verlängerung der Frist für die erste Maßnahme (z. B. Bestellungen, Kaufverträge, Lieferungen, der Beginn von Leistungen, Anzahlungen, Zahlungen, Rechnungen oder der Baubeginn), die den Beginn der Investition kennzeichnet, auf den 31. Mai 2021. Damit haben die Unternehmen mehr Zeit, ihre Bestellungen bzw. Auftragsvergaben der geplanten Investitionen zu tätigen.
  • Verlängerung des Investitionsdurchführungszeitraums, der den Abschluss der Investition kennzeichnet, von derzeit spätestens 28. Februar 2022 auf den 28. Februar 2023 (bei Anträgen mit einem Investitionsvolumen bis zu 20 Mio. Euro).
  • Bei Investitionen über 20 Mio. Euro von derzeit spätestens 28. Februar 2024 auf den 28. Februar 2025.
  • Verlängerung der Abrechnungsfrist von drei auf sechs Monate.

 

https://www.wko.at/branchen/handel/versicherungsagenten/covid-19-investitionspraemie.html

 

3. Hilfen für indirekt Betroffene

Mit den Hilfen für indirekt Betroffene soll – wie beim Umsatzersatz für direkt Betroffene – der Umsatz für die Monate November und Dezember 2020 ersetzt werden.

 

Antragsvoraussetzung ist:

1. dass mindestens 50 % Umsatzzusammenhang mit einem oder mehreren im Lockdown geschlossenen Betrieben besteht
2. im Betrachtungszeitraum muss ein Umsatzeinbruch von mindestens 40 % im Vergleich zum Vorjahr (November/Dezember 2019) bestehen.
 

Für die Berechnung der Höhe der Hilfen gelten grundsätzlich dieselben Ersatzraten wie beim Umsatzersatz für direkt Betroffene. Anträge können ab sofort bis zum 30. Juni 2021 gestellt werden.


Fragen und Antworten dazu: https://www.bmf.gv.at/public/top-themen/umsatzersatz-indirekt-betroffene.html

 

Dieser Artikel wurde am 15.03.2021 aktualisiert.

Fotoquelle: Shutterstock

 

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Dieser Artikel wurde am 15.03.2021 aktualisiert.

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