Digitalisierungsschub: Neues Arbeiten nach der Krise

Welche positiven Erkenntnisse wir aus den praktischen Erfahrungen ziehen können

Was Arbeit angeht, sehen wir im Moment: Es geht auch anders. Müssen wir wirklich wieder zurück zu fixen Büro-Arbeitszeiten? Oder erkennen wir, dass es Wege gibt, produktiver zu arbeiten, und dass wir den digitalen Schub, den wir jetzt erfahren, dafür nützen können? Wir sehen jetzt auch, was wegkann. Müssen Meetings in Zukunft 1,5 Stunden dauern oder reichen 30 Minuten? Und müssen Sie immer wirklich „persönlich“ stattfinden? Die vergangenen Wochen haben Chancen für neues Arbeiten aufgezeigt.

 

Verschiedene Herausforderungen, verschiedene Lessons Learned

Das erste Thema sind schlankere Abläufe. In der Krise wurde auf alles verzichtet, was nicht unbedingt nötig ist. Plötzlich stellt man fest, „das brauchen wir gar nicht“ oder „so geht etwas viel besser“. Die Eigenständigkeit vieler Führungskräfte und Mitarbeiter war gefordert. Das gegenseitige Vertrauen wurde höher, gemeinsam Herausforderungen bewältigen zu können. Warum sollte das gegenseitige Vertrauen nach der Krise wieder wegbrechen? Führungskräfte können den Impuls sehr gut dafür nutzen, die crossfunktionale Zusammenarbeit in Unternehmen zum Normalzustand werden zu lassen.

 

Akzeptanz für die neue, digitalisierte Welt steigt

Home Office, Videokonferenzen, mobiler Datenzugriff auf Firmenmails und Datenserver: Erfahrungen wie diese haben in den vergangenen Wochen fast alle Österreicherinnen und Österreicher gemacht und ihre Einstellung in Sachen digitale Transformation stark verändert. Eine Umfrage des Unternehmens TietoEVRY Austria hat folgendes Meinungsbild zu Tage gefördert: Acht von zehn Personen erwarten jetzt eine Beschleunigung der Digitalisierung. Parallel dazu steigt die Akzeptanz für die neue, digitalisierte Welt.

 

Unternehmen haben sich in den vergangenen Wochen verstärkt „digital organisiert“. Anträge, Offerte, Rechnungen werden per Mail statt per Post versendet. Zu dem „Tool“ schlechthin, selbst wenn man in selben Unternehmen arbeitet und im gleichen Gebäude sitzt, haben sich Webkonferenzen herauskristallisiert. Die Qualität der Kommunikation kommt der eines realen Treffens mittlerweile sehr nahe und erlaubt es, Gespräche flexibel und ortsunabhängig zu führen, effizient Entscheidungen zu treffen und dabei agil sowie konkurrenzfähig zu bleiben.

 

Quelle: iStock

 

1. Viel Potential um Kosten zu senken

Für eine Webkonferenz brauchen Sie nicht viel: Einen Computer, ein Smartphone oder ein Mobiltelefon, Internet oder zumindest eine Telefonleitung, vielleicht noch eine Kamera und ein Headset sowie eine Software. Mit dem Einsatz von Webkonferenzen können Sie auf jeden Fall die Reisekosten und die unproduktiv verbrachte Arbeitszeit, etwa während Autofahrten, erheblich senken.

 

2. Effizientere Abläufe

Weil Webkonferenzen mit wenigen Mausklicks durchführbar sind, sinkt auch die Barriere, sich mit Mitarbeitern auszutauschen, erheblich. Sie und Ihre Mitarbeiter werden mehr miteinander kommunizieren, was wiederum die Arbeit aller effizienter macht.

 

3. Ortsungebunden zusammenarbeiten

Bei vielen Webkonferenz-Lösungen lassen sich notwendige Dokumente einblenden und gleichzeitig bearbeiten. Wenn Sie etwa für ein größeres Projekt ein Angebot für den Kunden erstellen, können Sie das mit Ihren Mitarbeitern per Webkonferenz besprechen und vor deren Augen zeitgleich fertigstellen. Alle Teilnehmer sehen, wovon gerade die Rede ist, möglicherweise sogar besser, als wenn Sie sich in einem Besprechungsraum treffen würden.

 

4. Besprochenes ist immer abrufbar

Gerade bei langen Sitzungen wissen die Teilnehmer danach oft nicht mehr, was genau besprochen oder vereinbart wurde. Fehlt ein detailliertes Protokoll für dieses Treffen, dann wurde viel Geld und Zeit vergeudet. Mit vielen Webkonferenz-Lösungen lassen sich die Meetings aufzeichnen und im Intra- oder Internet verfügbar machen. Wenn Sie Schulungen per Video-Konferenz durchführen, ist dies eine weitere überaus praktische Funktion. So bauen Sie eine multimediale Wissensdatenbank auf, die Ihre Mitarbeiter jederzeit nutzen können.

 

5. Flexible Teilnahme an Meetings

Um an einer Webkonferenz teilzunehmen, müssen Sie nicht in Ihrem Büro vor einem Computer sitzen. Sie oder Ihre Mitarbeiter können sich auch per Smartphone, Tablet oder auch per Telefon in ein virtuelles Meeting einklinken. Wenn Sie während einer Besprechung dringend den Rat, die Meinung, oder das Fachwissen eines Ihrer Kollegen benötigen, kann sich dieser spontan einschalten, selbst wenn er gerade unterwegs ist.

 

6. Schnellere Entscheidungen

Webkonferenzen lassen sich oft kurzfristiger einberufen und durchführen als reale Meetings vor Ort, denn die Gesprächspartner können sich an verschiedenen Orten aufhalten und ohne Zeitverlust teilnehmen. Die Unternehmensorganisation gestaltet sich dadurch flexibler, während Entscheidungen schneller getroffen werden.

 

 

Arbeiten ohne Einschränkungen

Auch wenn der Gang ins Büro wieder zunehmend Normalität wird, so hat sich Home Office in dieser Krisenzeit als unverzichtbar für das Fortbestehen und die Existenz zahlreicher Unternehmen erwiesen. Für viele war es die einzige Möglichkeit, die Kontinuität aufrechtzuerhalten und ihre Geschäftsgrundlage zu sichern. Home Office gehört in mehreren Branchen bereits zum Alltag und wird erfolgreich umgesetzt, sodass Mitarbeiter von überall und jedem Gerät aus ohne Einschränkungen arbeiten können. Wer mit seinem mobilen Arbeitsplatzmodell noch nicht soweit war, hat dies in den letzten Wochen – gezwungener maßen – nachgeholt.

 

Führungskräfte sollten sich in der aktuellen Situation folgende Fragen stellen: Sind wir dazu in der Lage, dass unsere Mitarbeiter ohne Risiken, effizient und produktiv von Zuhause aus arbeiten können? Das bedeutet, dass das Thema IT-Sicherheit schnellstmöglich wieder auf die Unternehmensagenda zu setzen, damit Heimarbeitsplätze nicht zu „trojanischen Pferden“ für den Schutz von Firmendaten werden.

 

Quellen:

https://www.die-wirtschaft.at/die-wirtschaft/arbeiten-nach-corona-196202

https://www.karriere.at/blog/home-office.html

www.xing.com

businessblog.magenta.at

https://a3bau.at/wie-geht-die-digitale-transformation-nach-corona-weiter

 

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Dieser Artikel wurde am 8. Juni 2020 erstellt.

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