Raus aus Öl und Gas: Alternative Heizmethoden und ihre Fördergelder für den Umstieg

Die Energiepreise steigen und steigen. Sie fragen sich daher, welches Heizsystem für Ihr Eigenheim eine Alternative zu Gas und Öl ist und auch, wie viel Fördergeld es für den Umstieg gibt? Dann lesen Sie hier nach.

In unseren Gebäuden wollen wir ein angenehmes Raumklima, das sicherstellt, dass es im Winter warm ist und im Sommer nicht überhitzt. Gebäudedämmung und Heizsystem sind dabei ausschlaggebend. Warum? Weil die Dämmung Einfluss auf den Energieverbrauch hat und es umgekehrt von der Dämmung abhängt, welche Heizung überhaupt sinnvoll ist.

 

Alternative Heizmethoden

 

Staatliche Förderungen für thermische Gebäudesanierung und erneuerbare Heizsysteme

Fossile Energieträger sind aktuell massiven Preisschwankungen unterworfen. Der Umstieg auf erneuerbare Wärme kann daher Heizkosten und CO2-Emissionen deutlich reduzieren und unabhängig von Importen aus dem Ausland machen. Um bis 2040 klimaneutral zu sein, fördert der Staat weiterhin Maßnahmen zur thermischen Gebäudesanierung.

Raus aus Öl- und Gas-Heizungen bedeutet rein in erneuerbare Heizsysteme. Egal ob Wärmepumpe oder Pelletsheizung, Kachelofen-Ganzhausheizung oder Photovoltaikanlage auf dem Dach: Heizen mit erneuerbarer Energie ist heute einfach und technisch ausgereift. Wenn Sie bereits die richtige Heizung gefunden haben, dann vergessen Sie nicht darauf, die Förderung abzuholen.

 

Welches Heizsystem für Ihr Haus empfehlenswert ist

Insgesamt 650 Millionen Euro stehen 2021 und 2022 für Fördermaßnahmen zur thermischen Sanierung von Gebäuden bzw. den Ersatz fossiler Heizungsanlagen zur Verfügung. Rund zwei Drittel davon sind ausschließlich für den Kesseltausch und die Aktion „Raus aus Öl und Gas“ reserviert. Dazu kommen noch Landesförderungen in unterschiedlicher Höhe. Wer überlegt, seinen alten Öl- oder Gaskessel auszutauschen, sollte daher den Ablauf gut planen.

Zunächst ist eine Energieberatung sinnvoll. Die ExpertInnen dort wissen, welche Heizanlage sinnvoll wäre und erstellen auch ein Energieberatungsprotokoll, das für die „Raus aus Öl“-Aktion notwendig ist.  Die können sich durch die unterschiedlichen Energieverbräuche   ergebenden Kosten ebenso kalkuliert werden. Wie? Mit einem gültigen Energieausweis

 

Registrieren und Förderantrag stellen

Gefördert werden bei „Raus aus Öl“ 50 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal jedoch 7.500 Euro. Einkommensschwache Haushalte haben über die Aktion „Sauber Heizen für Alle“ sogar die Möglichkeit, bis zu 100% gefördert zu bekommen.

Privatpersonen werden aktuell beim Tausch eines fossilen Heizungssystems auf einen Nah- bzw. Fernwärmeanschluss und – wo dies nicht möglich ist – auf eine klimafreundliche Wärmepumpe oder eine Holzzentralheizung mit bis zu 7.500 Euro vom Bund unterstützt. Im Auftrag des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie prüft die Kommunalkredit Public Consulting (KPC) die Anträge.

Wichtig ist, dass vollständige Unterlagen eingereicht werden und das neue klimafreundliche Heizungssystem die erforderlichen technischen Kriterien erfüllt. Hat man ein baureifes Projekt auf dem Tisch gilt es, sich hier  zu registrieren. Das ist bis zum 31. Dezember 2022 möglich. Das Fördergeld vom Bund ist nun für Sie reserviert. Über einen persönlichen Link können Sie dann nach Fertigstellung den Förderantrag (inklusive der Unterlagen wie Rechnungen, Energieprotokoll/Energieausweis, Meldezettel) stellen.

 

Hilfe und Unterstützung bei der Beantragung der Förderung gibt es beim Serviceteam unter Telefon 01/31631–735.

 

Welche Zuschüsse es wo gibt

  • In Tirol gibt es zusätzlich zu den bis zu 7.500 Euro vom Bund z.B. einen Zuschuss von 25% der förderbaren Kosten sowie einen Einmal-Bonus von 3.000 Euro für den Umstieg auf Pellets. Macht unterm Strich (je nach Höhe der Investitionskosten) bis zu 13.500 Euro Bundes- und Landesförderungen.
  • Etwas weniger sind die Zuschüsse in Vorarlberg (bis 4.000 Euro), Niederösterreich und Salzburg (bis 3.000 Euro), Oberösterreich (bis 3.900 Euro inkl. Öltankentsorgung), Kärnten (bis 6.000 Euro), Burgenland (bis 3.500 Euro), Steiermark (bis 3.600 Euro) und Wien (bis 35% der Baukosten, sofern keine Nah- und Fernwärme verfügbar ist).
  • Die Förderanträge werden in der Regel nach Fertigstellung eingereicht.

 

Photovoltaik

Photovoltaik-Anlagen leisten ebenso einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Stromerzeugung und werden auch gefördert. Einen Überblick über Fördermittel von Bund und Ländern gibt es bei der Photovoltaik Austria:

 

Ausführliche Informationen über Photovoltaik-Anlagen finden Sie auch in diesen beiden JETZT WOHNEN-Artikeln:

Umweltfreundlich, kostengünstig und gefördert: Jetzt in Photovoltaik investieren

Photovoltaik: Gründe, Daten und Fakten

 

Dieser Artikel wurde am 12. Mai 2022 erstellt.

Fotoquelle: Shutterstock

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