15.10.2018 ‐ Eventnachbericht

Weitblick auch beim Wandern gefragt

Das Prachtwetter vergoldete bei der Mühlviertler Weitblick-Wanderung in Freistadt gleich 7.000 Gehfreudigen am Sonntag, den 14. Oktober den Herbsttag. Es brachte „Neue Spuren auf alten Wegen“ zum Glänzen – so das Motto.

Abwechslungsreiche Tour

Schon der Start am Hauptplatz in Freistadt beeindruckte mit seinem mittelalterlichen Ambiente – aber auch dieser hatte die Rekordzahl an TeilnehmerInnen noch nicht erlebt. Die Strecke führte die zahlreichen Wanderer vorerst über die Promenade, den Wanderstein als Ausgangspunkt vieler Touren bis zum Kreuzweg nach St. Peter mit seiner pittoresken Wallfahrtskirche. Hier fanden sie sich am ältesten Weitwanderweg Österreichs wieder, dem Nordwaldkammweg. Ihr Blick schweifte über die hügelige Kulturlandschaft, verborgen blieben hingegen die hiesigen Quellen des Urgesteinswasser, eine unverzichtbare Zutat des hervorragenden Freistädter Bieres.

 

Hammerklänge und teuflisches Spiel

Nach Durchwandern des Waldgebiets Bockau öffnete sich vom Ort Vierzehn aus ein weiteres herrliches Panorama auf das malerische Freistadt. Danach ging’s ins Thurythal, zur Feldaist, wo sich früher viele Wasserräder drehten. In früheren Zeiten war nicht nur ihr Rauschen und Plätschern zu hören, sondern auch die Klänge der Hammerschmieden der Familie Thury. Diesmal konnten sich die Wanderer selbst als Schmiede versuchen und sogar einen „Thurytaler“ fabrizieren. Das wirbelnde und schäumende Gewässer umtost riesige Felsblöcke – und das gab ebenfalls Anlass für so manche Sage. Beim Teufelsfelsen zum Beispiel soll der Beelzebub mit ihrer Hilfe den Fluss abgesperrt haben.

 

Labung und Zillertaler-Jauchzen

Die Stockschützenhalle in Eglsee lud anschließend zur Mittagsrast, wo auch „Die jungen Zillertaler“ einen gelungenen Generationswechsel über die Bühne brachten. Die kulinarische und musikalische Stärkung verhalf dann zum entscheidenden Schwung, um die folgende Steiletappe zu bewältigen. Die Kondition musste so nicht noch extra auf dem neu angelegten Flap-Fitweg auf Vordermann gebracht werden. Trotz beanspruchter Beinmuskulatur nach 17 Kilometern ließen sich viele der TeilnehmerInnen nicht entgehen, nach der Rückkehr in Freistadt weitere Schmankerln und kulturell Sehenswertes zu genießen.

 

Last but not least: Die Wanderausrüstung um 1.000 Euro fand durch Losentscheid seinen neuen glücklichen Besitzer.