Wirtschaftsgespräch OÖ - Visionen der PlusCity - Oberbank
01.12.2017 ‐ Eventnachbericht

Wirtschaftsgespräch OÖ - Visionen der PlusCity

Ins Donau-Forum pilgerten am Donnerstag, den 30. November 2017, zahlreiche Oberbank-KundInnen, um Ernst Kirchmayrs "Visionen der PlusCity im Zeitalter der Digitalisierung" zu erfahren.

Im Bild (v.l.n.r.): Hans Pleininger (DiePresse), Ludwig Mertes (PRISMA, Die Kreditversicherung), Ernst Kirchmayr (Geschäftsführer PlusCity) und Franz Gasselsberger (Generaldirektor Oberbank AG)

 

Erstes "Wirtschaftsgespräch Oberösterreich"

Zum Start des neuen Formats, das die Oberbank gemeinsam mit der "Presse" und der PRISMA Kreditversicherung veranstaltet, begrüßte Generaldirektor Franz Gasselsberger Ernst Kirchmayr, den Geschäftsführer und Miteigentümer der PlusCity. In seinem Statement würdigte er den Handelspionier:

Ernst Kirchmayr verbindet nicht nur in seinem Unternehmen Handel, Gastronomie und Unterhaltung zu einer besonders attraktiven Mischung, sondern hat es vor etwas mehr als einem Jahr deutlich vergrößert, obwohl der stationäre Handel seit Jahren unter der Online-Konkurrenz leidet!

220 Betriebe, 2.100 Beschäftigte und 20.000 BesucherInnen pro Tag sprächen eine eindeutige "Erfolgssprache".

 

Digitalisierung größte Herausforderung für stationären Handel

Ernst Kirchmayr ist bewusst, dass die Online-Konkurrenz viele konventionelle Geschäfte gehörig ins Wanken bringt. Aber deswegen gleich die Flinte ins Korn werfen und Amazon-Aktien kaufen? Er und sein Shopping-Center sahen sich noch in den Neunziger Jahren von der UNO-Shopping und dem Haid-Center in die Zange genommen, die die geballte Marktmacht großer Konzerne im Rücken hatten. Er erkannte damals, dass mit herkömmlichen Handelsstrategien nur der Kürzere zu ziehen ist. Nur mit innovativen Konzepten konnte der Vollblut-Manager Paroli bieten.

 

Vom unscheinbaren Entchen zum prachtvollen Schwan

Eindrucksvoll führte Kirchmayr dem Publikum vor Augen, wie diese Wende zum einmaligen Genuss- und Unterhaltungs-Tempel gelungen war. 1969 als Pluskauf-Park im Linzer Speckgürtel noch von Äckern umgeben, mauserte sich der Komplex in sechs Ausbauetappen zu einer Shopping Mall mit Wohlfühl-Ambiente, die ihresgleichen sucht: über 220 Shops, 50 exklusive Topmarken, Cafés und Bars. Auch wenn First Class Shopping ein Aushängeschild ist, stellt es nur mehr eine Schiene im Kirchmayr'schen Imperium dar. Die weltweit größte Glaskuppel mit 84 Metern Länge und 25 Meter Höhe überspannt das Hollywood-Megaplex mit 15 Kinosälen, daneben lockt der Entertainment-Treffpunkt Ocean Park. Der Zustrom erfasst sogar BesucherInnen aus Bayern und Böhmen, die sich das Spektakel nicht entgehen lassen wollen. Mit der Pionierstrategie des kontinuierlichen Ausbaus zu einer bisher in Umfang und Art neuen Erlebniswelt nutzte der gewiefte Oberösterreicher die innovative Ladehemmung der großen Rivalen.

 

Die Zukunft hat schon begonnen

Kirchmayr bedient mit seinem Konzept die Sehnsucht der Menschen nach zeitweiliger Befreiung aus der digitalen Umklammerung:

Wir verstehen uns als Bühne, auf der immer neue Stücke gespielt werden.

Dabei muss er selbst auf neueste Technik setzen: etwa auf digitale Terminals und Werbestele, die über Webcams mit der Info verbunden sind. Oder auf Click & Collect, wobei Online-Bestellungen im Geschäft abgeholt werden können. Sprechende Roboter als mobile Guides laufen schon im Testbetrieb, die als digitale Pfadfinder auch den Taschentransport übernehmen.

 

Auch im Event-Segment setzt die PlusCity neue Maßstäbe: Neben den bekannten Red-Carpet-Events mit Prominenten locken unter anderem auch Megaparties mit Youtube-Stars vor allem die jungen Zielgruppen ins Center. Aktuell bietet das First Class Christmas Gelegenheit zu einem Selfie mit dem Weihnachtsmann.

 

Für die ferne Zukunft sieht der Manager seine City zudem als Kommunikationsplattform mit zahlreichen Treff-Angeboten. Digitale Screens werden Umkleidekabinen ersetzen, eine umfassende Automatisierung beim Kauf- und Bezahlvorgang lässt VerkäuferInnen mehr Zeit für Beratung.

 

Rege Publikumsdiskussion

Im Anschluss an den Vortrag bot sich den Gästen die Chance, Fragen an den Referenten zu stellen. Kirchmayr betonte, dass gesunder Konkurrenzkampf nicht zu abschottendem "Schrebergarten"-Denken führen dürfe. Zum Beispiel gäbe es großes Potenzial bei der Vermarktung, wenn sein Genuss-Tempel und die Stadt Linz mit ihrem reichhaltigen Kulturangebot kooperieren würden. Dasselbe funktioniere bereits mit der Euro-Therme Bad Schallerbach.

 

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