Geldanlegen gehört
zum guten Ton.

Wöchentlicher Kommentar
vom Private Banking Experten

 

Der „O-Ton“: Wochenkommentar mit Erich Stadlberger

Wöchentlich werde ich Sie in meiner Serie „O“-Ton zu interessanten und aktuellen Themen aus der Finanzwelt informieren.

Ich möchte Ihnen durch meinen Kommentar einen spannenden Blickwinkel in die Welt der Finanzen geben. Denn Wirtschaft ist Wissen und Wissen ist Geld.

 

Für Fragen oder einen Gesprächstermin schreiben Sie mir per Mail: oton@oberbank.at

 

Dir. Erich Stadlberger, MBA

Leiter Abteilung Private Banking und Asset Management

Erich Stadlberger, MBA, Direktor der Abteilung Private Banking & Asset Management der Oberbank AG, verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Wertpapiergeschäft und ist Experte in Finanzfragen. Er leitet seit 2006 das Private Banking und Asset Management in der Oberbank.

Zusätzlich nimmt er in der 3-Banken Wohnbaubank AG ein Vorstandsmandat wahr und ist Vorsitzender des Aufsichtsrates der 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H.

Wöchentlicher Kommentar

01.03.2021: Emerging-Markets

 

 

22.02.2021: Parallelwelten

 

 

15.02.2021: Sachwerte

 

 

08.02.2021: Earnings Season

 

 

01.02.2021: Mensch & Umwelt

 

 

01.03.2021: Emerging-Markets-Aktien

 

Die faszinierende Entwicklung vieler Emerging Markets in den letzten Jahrzehnten ist eine Investment-Story, die sich in einem Großteil der Portfolios von AnlegerInnen kaum oder gar nicht findet. Wahrscheinlich hängt das mit der schärferen Wahrnehmung im Zusammenhang mit den Risiken dieser Volkswirtschaften, Währungen und deren Kapitalmärkte zusammen.

 

Die betroffenen Regionen und Länder sind auch extrem heterogen. Südostasien, Osteuropa, Lateinamerika und Afrika in einen Topf zu werfen ist unzulässig, wenngleich die erstgenannte Region eindeutig dominiert. Die Länder dort haben neben den demografischen Entwicklungen mehr politische und wirtschaftliche Stabilität entwickelt und sollten damit krisenresistenter sein als in der Vergangenheit.

 

Der Weltmarktanteil beträgt bei der Aktienmarktkapitalisierung ca. 15 %. Südostasien dominiert mit mehr als 90 % Anteil die Emerging Markets eindeutig. Da schlagen vor allem die IT-Riesen aus China, Taiwan und Hongkong durch, die extrem stark in den Heimatmärkten sind. Sektoral sind somit auch diese Märkte mittlerweile von Rohstoffmärkten stark zu Hightechmärkten mutiert.

 

Investitionen sollten breit gestreut erfolgen, wir bevorzugen aktiv gemanagte Dachfonds.

 

22.02.2021: Parallelwelten

Wer dieser Tage zwischen 19.30 und 20.15 Uhr im TV den Switch von ZIB 1 (ORF 2) zu Börse vor acht (ARD) und dann zur Tagesschau (ARD) wagt, kann innerhalb von 45 Minuten etwas erleben, das den Anschein von Parallelwelten hat.

 

Im Nachrichtenteil erleben wir eine düstere Stimmungslage mit Durchhalteparolen, in der Börsensendung hingegen Feierlaune mit Rekordständen. Wie ist so etwas erklärbar? Das Nullzinsumfeld und die große Zuversicht, dass trotz aller Anlaufprobleme in einigen Monaten die Impfprogramme zum gewünschten Erfolg führen und den Konsum- und Investitionsstau auflösen, sind der Treibstoff für die Börse. Die vielzitierte Vorlauffunktion ist offensichtlich schon in voller Blüte.


Viele Unternehmen, insbesondere in den USA, liefern auch sehr überzeugende Daten. Die Gewinnausweise für das 4. Quartal lagen hochgradig über den Erwartungen und viele Unternehmen haben einen positiven Ausblick bekräftigt.
In diesem Umfeld bleiben wir bei unseren Aktienquoten und folgen dem Trend, meiden aber die überteuerten Sektoren. Bullenmärkte können sehr lange laufen, der aktuelle ist noch nicht ganz ein Jahr alt.

 

15.02.2021: Sachwerte – gesamthaft gedacht

Bei Sachwerten denkt der Mensch im ersten Reflex an, im wörtlichen Sinn gemeint, tatsächlich „greifbare“ Werte. Goldbarren, Forste, Immobilien, Diamanten, Kunst seien stellvertretend genannt. Man verbindet damit in der Regel Attribute wie hohe Preisstabilität, also einen Inflationsschutz, nimmt aber in einigen Fällen eine schlechtere Handelbarkeit gerne in Kauf.

 

Weiter interpretiert sind wir sehr wohl der Ansicht, dass auch Aktien von ausgewählten Unternehmen Sachwerte-Charakter haben können. Etwa Minen, Immobilienaktien, aber auch Produzenten von Basiskonsumgütern mit stetig steigenden Dividenden. Manche zählen auch Kryptowährungen dazu, wir nicht.

 

Wir gehen nicht davon aus, dass die Inflationsentwicklung der nächsten Jahre über das von der EZB angepeilte Maß von 2 % p. a. hinausgeht. Trotzdem finden wir es reizvoll, einen Portfoliobaustein zu integrieren, der hinterlegt ist mit Anlagen, die im Gegensatz zur Geldmenge nicht beliebig vermehrbar sind.

 

Ein professionell verwalteter Sachwertefonds mit Gold, Rohstoffen, ausgewählten Immobilien- und Sachwerteaktien ist eine interessante Portfolioergänzung.

 

08.02.2021: Earnings Season

Mit besonderer Spannung blickt die Börsenwelt der Veröffentlichung von Umsätzen und erwirtschafteten Gewinnen aus dem 4. Quartal 2020 entgegen. Traditionell sind die großen US-Konzerne die Schnellsten und berichten schon ab Mitte Jänner, während die europäischen Unternehmen meist ab Februar ihre Zahlen auf den Tisch legen.


Aktuell gibt es 3 große Gruppen von Unternehmen und eine jeweils entsprechende Erwartungshaltung des Marktes. Gruppe 1 sind die stetig wachsenden Sektoren wie etwa die Konsumgüterindustrie mit Gütern des täglichen Bedarfs. Dort wird ein kontinuierliches Wachstum erwartet. Gruppe 2 sind die IT-Branche und Online-Giganten, wo die Erwartungen besonders hoch sind. Die Ergebnisse der US-Riesen haben diese zuletzt erfüllt. Die durch die Coronakrise stark gebeutelten Branchen repräsentieren die 3. Gruppe. Dort ist die Lage besonders schwer einzuschätzen und deshalb sind Investments besonders spekulativ.


Bis dato konnten mehr Unternehmen positiv überraschen als enttäuschen. Viele haben sich in der Krise robuster erwiesen als erwartet. In diesem Umfeld bleiben wir bei unseren Aktienquoten in den USA und Europa. Zusätzlich investieren wir in ausgewählte Emerging Markets.

 

01.02.2021 Mensch & Umwelt

Nachhaltige Investments boomen. Weltweit melden Fondsanbieter hohe Zuflüsse in Produkten, die sich den Themen Umwelt, Soziales und guter Unternehmensführung verschrieben haben. Die 3 Säulen stehen nicht gleichwertig nebeneinander. Die Klimadebatte und Corona haben die Gewichte klar in Richtung Umwelt verschoben.
Im Windschatten wächst das Geschäft mit Ratings, also den Einstufungen, ob ein Unternehmen als nachhaltig gilt. Klingt einfach – ist es aber nicht.

 

Was tun mit vorbildlichen Konzernen, die allerdings in einer problematischen Branche sind? Nur den aktuellen Status berücksichtigen oder auch den Grad der Verbesserungen? Jeder Anbieter muss diese Frage für sich beantworten. Die EU-Taxonomie hilft mangels klarer Vorgaben nur bedingt. Daraus resultieren viele Ansätze mit Ausschlusskriterien, aber auch Best-in-Class-Modelle, die zwar problematische Branchen berücksichtigen, dort allerdings nur die positiven Vorreiter.

 

Wir haben uns unter dem Begriff Mensch & Umwelt entschieden für Investments entlang den 17 UN- Globalzielen und klaren Ausschlusskriterien (z. B. Rüstung, Kernenergie). Darüber hinaus wird der CO2-Fußabdruck gegenüber dem Gesamtaktienmarkt deutlich reduziert.

 

25.01.2021: Österreich – Verlierer 2020 – Gewinner 2021?

Im Seuchenjahr 2020 reihte sich der Schottenring mit einem deutlichen Minus auf die letzten Plätze im europäischen Ranking ein. In global harten Zeiten ist der Branchenmix aus Schwergewichten im Bank-, Industrie- und Immobiliensektor besonders unter Druck. Die Charakteristik als „Value-Markt“ und der Rückzug internationaler InvestorInnen vervollständigte das Bild. Die Anziehungskraft der Corona-Gewinner in Übersee war einfach größer.


Österreichs Börse hat aber schon oft überrascht und die globale Erholungstendenz der Wirtschaft bringt frische Fantasie. Was gestern hart getroffen war, ist morgen plötzlich wieder en vogue. Unbestritten ist zudem auch, dass es viele Top-Konzerne gibt, die in ihrer Nische weiter erfolgreich sein werden. Manche stehen auch weit oben auf der Liste der als nachhaltig geltenden Adressen.


Der Start im Jahr 2021 ist jedenfalls gelungen, der Markt liegt bis dato im Spitzenfeld. Wir investieren gerade am Heimatmarkt nicht in Index-ETFs, sondern positionieren uns ganz aktiv. Damit ist auch Platz für die kleinen, aber feinen Adressen am Kurszettel.

 

18.01.2021: Wachablöse an der Wall Street

Trumps „America first“ war – zumindest an der Performance der US-Börsen in den letzten 4 Jahren gemessen – ein eingelöstes Versprechen. Primär getrieben von global agierenden IT-Riesen übernimmt Joe Biden am 20. Jänner den Markt nahe den Rekordniveaus.
Bidens Pläne für rasche Steuererhöhungen für Firmen, nun durch einen demokratischen Kongress wahrscheinlicher umsetzbar, werden vom Markt hingenommen.


Eine höhere außenpolitische Kalkulierbarkeit wird klar erwartet, wenngleich wir nicht die Auffassung teilen, dass es mit China einen Honeymoon geben wird. Der Börse wird es aber schon reichen, dass man sich nicht gegenseitig mit unnötigen Maßnahmen schwächt.
Diese Hoffnung ist gerechtfertigt.


Rückenwind wird es weiterhin auch von der Fed geben. Powell (Fed) und Yellen(Finanzministerium) sind keine Falken in der Geldpolitik, sondern werden umfangreich stimulierend agieren. Nichts ist so wichtig wie eine positive Stimmung der US-KonsumentInnen.

 

 

Diese Marketingmitteilung dient lediglich der aktuellen Information. Aus den Vergangenheitswerten können zukünftige Entwicklungen nicht abgeleitet werden. Prognosen/Einschätzungen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Entwicklung.

Mit dem Oberbank Newsletter-Service immer top informiert!