14.10.2021 ‐ Presse

Oberbank erhöht die Mitarbeiterbeteiligung - Stiftung ist bereits fünftgrößte Aktionärin

Oberbank-Chef Franz Gasselsberger kündigt im Gespräch mit den OÖ Nachrichten an, die Mitarbeiterbeteiligung in der Bank noch weiter auszubauen.

 

Quelle: OÖ Nachrichten vom 14.10.2021 

Foto: Foto Lui, 2021

„Das Ausbilden und Halten der Fachkräfte wird wahrscheinlich eine der größten Herausforderungen für die Betriebe in den kommenden Jahren“,

sagt Oberbank-Chef Franz Gasselsberger und kündigt im Gespräch mit den OÖ Nachrichten an, die Mitarbeiterbeteiligung in der Bank noch weiter auszubauen. 4,32 Prozent und damit Aktien im Gegenwert von 130 Millionen Euro hält die Mitarbeiterstiftung bereits an der Bank und ist damit fünftgrößte Aktionärin. Und wenn es nach der Führungsriege geht, wird dieser Anteil in den kommenden Jahren noch wachsen.

 

Seit 1994 hält diese Stiftung Anteile und steigert diese. „Das ist so etwas wie die vierte Säule zur Pensionsvorsorge geworden“, sagt Gasselsberger. Mehr als 70 Prozent machten zuletzt vom Angebot Gebrauch, auch persönlich begünstigte Aktienpakete zu kaufen. Diese müssen sechs Jahre gehalten werden, ehe sie wieder verkauft werden könnten. Wobei kaum jemand verkaufe, habe doch die Rendite über Jahre für die Mitarbeiter mehr als zehn Prozent im Jahr betragen. Wie viele andere Branchen auch suchen die Banken nach wie vor Mitarbeiter. Sie müssen sich einiges einfallen lassen.

 

„Das Gehalt ist sicher ein Faktor, aber es spielt nicht unbedingt die Hauptrolle“, sagt Gasselsberger. Als Präsident der Linzer Management-Schmiede Limak wisse er, dass für die Führungskräfte das Management des stetigen Wandels die größte Herausforderung sei und umgekehrt qualifizierte Führungspersonen ein Grund für Mitarbeiter seien, im Unternehmen zu bleiben.

 

„Wir investieren daher auch in Führungskräfte. Bis 2030 sind 150 Führungspositionen neu zu besetzen, der Frauenanteil soll von derzeit 25 auf 40 Prozent steigen“, sagt Gasselsberger. 80 Prozent der Führungskräfte werden mit Oberbank-Leuten besetzt.

 

Neue Krabbelstube

500.000 Euro hat die Oberbank auch in „Kinkis Nest“ investiert. Das ist die neue Krabbelstube in der Linzer Zentrale mit einer Gesamtfläche von 600 Quadratmetern, in der Beschäftigte der Oberbank ihre Kinder betreuen lassen können und deren Öffnungszeiten sich an den Arbeitszeiten orientieren. Dabei handelt es sich um eine Kooperation mit dem OÖ. Familienbund.