31.08.2018 ‐ Presse

Mehr Aktien für alle

Die Oberbank will ihre Mitarbeiter in den nächsten Jahren zum drittgrößten Aktionär machen.

Die Oberbank verstärkt ihre Aktionärsstruktur aus den eigenen Reihen. Die Mitarbeiter sollen bis 2020 fünf Prozent an der erfolgreichen Regionalbank halten. Damit wären sie nach der aus der Bank für Tirol und Vorarlberg (BTV), der Bank für Kärnten und Steiermark (BKS) sowie Wüstenrot bestehenden Syndikatsgruppe (ca. 35 Prozent) und der Beteiligung der Bank Austria (ca. 24 Prozent) der drittgrößte Kernaktionär. Oberbank-CEO Franz Gasselsberger: "Wir wollen als erste Bank das Thema einer starken Mitarbeiterbeteiligung aufgreifen und werden in den kommenden vier Jahren insgesamt 20 Millionen Euro dafür zurücklegen." Die Mitarbeiter erhalten die Aktien nach einem entsprechenden Gehaltsschlüssel auf ein eigenes Treuhanddepot zugeteilt. Die Dividenden werden über das Gehaltskonto ausbezahlt. Die Mitarbeiter dürfen die Aktien aber erst bei Antritt ihrer Pension verkaufen. Gasselsberger: "Wir haben ja schon eine kleinere Beteiligung von Mitarbeitern, und die Erfahrung zeigt, dass die Aktien nicht verkauft werden, sondern sogar eher weitervererbt werden."

 

Mit gutem Grund: Die Oberbank hat in den vergangenen 25 Jahren die Ausschüttung kontinuierlich erhöht. Im vergangenen Jahr sogar um 40 Prozent. Und der Kurs der Aktie ist in fünf Jahren um 90 Prozent gestiegen. Auch in den vergangenen zwölf Monaten hat sich das Papier mit einem Plus von 14 Prozent klar besser geschlagen als die anderen heimischen Bank-Aktien, die in dem Zeitraum ein leichtes Minus verbuchen mussten. Und der erfolgreiche Kurs dürfte weitergehen. Denn die Oberbank kann bei ihrem Halbjahresergebnis erneut einen Rekord verbuchen. Das Betriebsergebnis konnte in den ersten sechs Monaten um 15,1 Prozent auf 139,4 Millionen Euro gesteigert und die Bilanzsumme um 6,9 Prozent auf 21,4 Milliarden Euro erhöht werden.

 

Quelle: trend Premium, 31.08.2018 (S. 82)