Global Financial Markets Kurzkommentare

25.05.2018: Dollarstärke macht sich breit!? 

Neben zuletzt aufkeimenden politischen Unsicherheitsfaktoren in Europa und nachgebenden Stimmungsindizes in der Eurozone ist es vor allem die aufgehende Zinsschere zwischen dem US-Dollar und dem Euro, welche für fallende Notierungen in EUR/USD sorgt. Besser als in der Eurozone zeigt sich nach wie vor die Stimmungslage im Hinblick auf Investitionsbereitschaft in den USA. Eine tatsächliche Umsetzung protektionistischer Vorhaben des US-Präsidenten könnte zudem die Inflationsentwicklung stützen. Die Fed-Währungshüter könnten einen zusätzlichen Zinsschritt noch im heurigen Jahr ins Spiel bringen. Mit Spannung blicken die Marktteilnehmer deshalb auf die weiteren Entwicklungen in den Handelskonflikten der USA. Nach kurzer Verschnaufpause notiert der EUR/USD bereits wieder unter dem Dezember-Tief bei 1,1717. Weitere Dollarstärke könnte das Währungspaar bis 1,1550 führen. Korrekturen bis 1,2000 können nicht ausgeschlossen werden. Die Volatilität könnte generell zunehmen.

 

09.05.2018: Gefährliches Spiel mit dem Feuer!

Gestern hat US-Präsident Trump verkündet, was in der EU schon seit längerem befürchtet wurde, dass die USA das 2015 mit dem Iran vereinbarte Atomabkommen einseitig aufkündigen. Gleichzeitig stellte er massive Sanktionen gegen den Iran in Aussicht. Alle vorherigen Überzeugungsversuche europäischer Politiker haben nichts ausrichten können. Sollte sich der Iran seinerseits auch nicht mehr an das Abkommen gebunden fühlen, könnte das Land die Urananreicherung hochfahren. Dies wiederum könnten die USA, aber auch Israel und Saudi Arabien als Provokation auffassen und damit einen eventuellen Militärschlag rechtfertigen. Die Sorgen in Europa, Russland aber auch China, die allesamt an die Vernunft der handelnden Personen appellieren, wachsen. Relativ unbeeindruckt davon verhält sich derzeit das Währungspaar EUR/USD, das derzeit etwas über der Chartmarke 1,1840 notiert.

 

08.05.2018: China mit Leistungsbilanzdefizit

Die Volksrepublik China hat - völlig überraschend - ein kräftiges Leistungsbilanzdefizit bekannt geben müssen. Insgesamt beträgt der Fehlbetrag im 1. Quartal 2018 28,2 Milliarden USD! Wir reden hier vom erst zweiten Defizit Chinas seit Beginn der Aufzeichnungen. Im 1. Quartal 2001 gab es ein Minus von 1 Mrd. USD. Sollten die Überschüsse Chinas weiter stark abnehmen, würde dies auf Sicht einen schwächeren Renmimbi implizieren. Derzeit allerdings sieht es nicht danach aus, da EUR/CNY seit Mitte April sogar von 7,7900 auf 7,5800 aufgewertet hat.

 

03.05.2018: Großbritannien - Brexit bremst die Wirtschaft

Der nahende Brexit hat in der britischen Wirtschaft schon jetzt seine Spuren hinterlassen. Vor allem die Dynamik der Bauwirtschaft und der private Konsum haben deutlich nachgelassen. In Summe führt dies zu einer Stagnation der Wirtschaft, denn das Wachstum lag im ersten Quartal bei mageren 0,1%. Die Jahresrate der Wirtschaftsleistung, die 2017 bei 1,4% lag und heuer auf 2,0% steigen sollte, wird für 2018 nur mehr bei 1,2% erwartet. Sollte es London schaffen mit der EU die Zollunion beizubehalten, dann könnte sich die Situation noch einmal umdrehen. Bleibt nur ein Freihandelsabkommen, dann dürfte die Wirtschaft in den nächsten Jahren kaum (1,0%) wachsen. Das GBP hat sich in den letzten Tagen von der USD Bewegung gelöst und ist von 0,8680 auf 0,8825 gestiegen. Solange der Widerstand bei 0,8880 hält, ist charttechnisch noch eine Korrektur Richtung 0,86 möglich.

 

02.05.2018: US-Strafzölle - weitere Frist

In letzter Minute hat US Präsident Trump die Zölle auf Stahl und Aluminium um ein Monat aufgeschoben. Am ersten Juni soll dann endgültig Schluss sein. Die EU hat gedroht im Gegenzug US Produkte wie Erdnüsse, Motorräder, Whisky und Jeans ebenfalls mit erhöhten Zöllen zu belegen. Es bleibt jetzt nur noch ein Monat Zeit um in intensiven Verhandlungen zu einer Lösung zu kommen, die neben Industrie- auch Agrarprodukte einschließen soll. Von europäischer Seite dürfte verlangt werden, dass die USA Ausschreibungen öffentlicher Aufträge für europäische Anbieter öffnen. Wie reagierte der EUR/USD Kurs? Dieser hat gestern seine Talfahrt fortgesetzt und dabei die 200- Tageslinie (1,2010), sowie die psychologische Marke 1,2000 gebrochen. Der Tiefstwert lag bei 1,1985. Wenn sich der EUR/USD Kurs weiter unter der 1,20er Marke halten kann, dann geht die Bewegung Richtung 1,18 weiter.

 

27.04.2018: EZB-Ausblick unverändert

Die Europäische Zentralbank hat weder die Parameter der Geldpolitik noch ihren Ausblick geändert. Präsident Mario Draghi ist besorgt über die Konjunktur im Euroraum, hinsichtlich der Inflationsentwicklung bleibt er jedoch zuversichtlich. Die Leitzinsen sollen weit über das Ende des Anleihekaufprogramms auf dem aktuellen tiefen Niveau bleiben. Die (Netto-) Anleihekäufe sollen mit 30 Mrd. EUR monatlich bis September fortgesetzt werden. Wir erwarten, dass die EZB Anfang Sommer Informationen über die weitere Entwicklung geben wird.

 

23.04.2018: Euro Zinsen - Die Angst vor dem steigenden Ölpreis treibt die Zinsen nach oben!

Die langfristigen Zinsen in der Eurozone sind in der vergangenen Woche im Durchschnitt um 0,10 Prozent angestiegen. Auslöser war vor allem der Ölpreis, der auf über 74 US-Dollar pro Barrel (Sorte Brent) gestiegen ist. Ein weiterer Faktor waren die nach oben korrigierten Wachstumsprognosen für Deutschland. Diese wurden für 2018 und 2019 um 0,20 Prozent erhöht. Dies alles könnte den Weg für einen weiteren Zinsanstieg frei machen. Ein Anstieg von zusätzlichen 0,15 Prozent ist unserer Meinung nach mittelfristig möglich.

 

20.04.2018: Ölpreis erreicht 75 USD

Erstmals seit November 2014 erreichte gestern der Ölpreis der Nordseesorte Brent 75 US-Dollar pro Fass. Für den Preisanstieg gibt es mehrere Gründe. Gerüchten zufolge dürfte die OPEC die bestehenden Förderkürzungen über das Ende 2018 hinaus verlängern. Der verlaufende Konflikt im Nahen Osten könnte zu Sanktionen der USA gegen iranische Ölexporte führen und das Angebot an Öl weiter verknappen. Auf der Nachfrageseite sorgt das starke Weltwirtschaftswachstum (laut Prognose des Internationalen Währungsfonds +3,9 % im Jahr 2018) für höhere Ölpreise. Außerdem sind die Lagerbestände in den USA in letzter Zeit auf ein normales Niveau zurückgegangen, was ein Ende des mehrjährigen Überangebots signalisiert. Angesichts der oben genannten Entwicklungen dürfte der Ölpreis kurzfristig noch etwas zulegen.

 

16.04.2018: GBP im Höhenflug

Nachdem sich der Kurs EUR/GBP sieben Monate lang in einer Bandbreite von 0,8650-0,9050 bewegt hatte, ist er am Freitag nach unten ausgebrochen. Gegenüber dem US-Dollar ist das Pfund sogar wieder so stark wie vor dem Brexit-Referendum vom Juni 2016. Während die Europäische Zentralbank in ihrem letzten Sitzungsprotokoll vorsichtig bleibt, wird eine Leitzinserhöhung jenseits des Ärmelkanals im Mai vermehrt erwartet. Trotz des Austritts aus der EU im März 2019 bleibt Großbritannien bis Ende 2020 im Binnenmarkt und laut EU-Chefunterhändler Michel Barnier könnte es auch länger bleiben. Dies hört sich alles GBP-positiv an. Aber ein untrennbarer Bestandteil des EU-Binnenmarktes ist freier Personenverkehr, der für die britische Regierung kaum akzeptabel sein wird. Auch deswegen bleiben wir vorsichtig und halten die aktuelle GBP-Stärke für übertrieben.

 

12.04.2018: USA - Protokoll der US-Notenbanksitzung

Gestern wurde das Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung vom März veröffentlicht. Die US-Notenbank Fed sieht darin die US-Wirtschaft auf einem guten Weg der Erholung und wird den langsamen Zinserhöhungspfad weiter fortsetzen. Im März war der Leitzzinssatz auf 1,50% - 1,75% angehoben worden. Mit Verweis auf den Handelskonflikt mit China werde man aber auch die weltweiten Entwicklungen berücksichtigen. Solange die Risiken für die Konjunktur nicht zu groß werden, wird mit zumindest zwei weiteren Zinsschritten um 0,25% gerechnet. Auf dem Arbeitsmarkt herrscht fast Vollbeschäftigung, aber auch bei der Inflation hofft die Fed auf eine Bewegung in Richtung 2%. Gestern Nachmittag enttäuschten die Produzentenpreise mit -0,1% gegenüber Vormonat. Man darf gespannt sein, wie sich die US-Verbrauchpreise am Monatsende präsentieren.

 

11.04.2018: China macht Schritt auf USA zu

Chinas Präsident Xi Jinping kündigte gestern auf dem chinesischen Boao-Wirtschaftsforum neue Schritte zur Öffnung der chinesischen Volkswirtschaft an. Damit setzt China in einem offensiven Schritt auf Entspannung in den beginnenden Handelskrieg zwischen den USA und China. Xi Jinping kündigte unter anderem die Senkung von Importzöllen auf Autos an, mehr Schutz für geistiges Eigentum von ausländischen Unternehmen und erleichterten Investitionszugang in der Auto- und Finanzbranche. Der asiatische Aktienhandel reagierte (vor allem Autobauer) positiv auf diese Ankündigungen. Auf die Reaktion von US-Präsident Trump darf man gespannt sein. EUR/CNY reagierte kaum und hält sich weiterhin über den Unterstützungen 7,68 und 7,71. EUR/USD zeigt keine Reaktion. Aussichten: EUR/USD seitwärts zwischen 1,2260 – 1,2430

 

09.04.2018: US-Arbeitsmarkt schwächelt im März

Auf dem US-Arbeitsmarkt wurden im März nur 103.000 neue Stellen geschaffen, was deutlich schwächer war als erwartet. Ökonomen führen die enttäuschende Zahl auf den frostigen März zurück. EUR/USD reagierte mit einem kleinen Kurssprung von 1,2220 auf 1,2280. Die Arbeitslosenquote verharrte auch im März auf 4,1%, dem niedrigsten Wert seit 17 Jahren. Die Stundenlöhne stiegen im Vormonat um 0,3%, wodurch die Jahresrate auf 2,7% stieg. Steigende Stundenlöhne üben Druck auf die Inflation aus und könnten mittelfristig zu stärkeren Zinsanhebungen der US-Notenbank führen. US-Fed Präsident Powell bekräftigte hingegen in seiner Rede auf dem Chicagoer Wirtschaftsclub, dass der „graduelle Zinsanhebungspfad“ der US-Notenbank im Einklang mit der Entwicklung der US-Wirtschaft stehe. Ausblick: Aufgrund eines leeren Datenkalenders erwarten wir heute bei EUR/USD wenig Bewegung. Bandbreite: 1,2220 – 1,2340.

 

04.04.2018: EUR/USD kommt nicht vom Fleck

Auch der gestrige Handelstag brachte kaum Veränderung beim EUR/USD Kurs. Im Tagesverlauf konnte ein Rückgang von Kursen knapp über 1,23 auf Werte um 1,2250 beobachtet werden. Aktuell notiert der Greenback bei 1,2275. Heute steht die Schnellschätzung der Inflationsraten für die Währungsunion an. Zwar deuten Indikatoren auf einen Anstieg der Kernrate hin, dennoch sollten die Zahlen Zinserhöhungsphantasien seitens der EZB keine Nahrung bieten. Am Nachmittag rückt der ADP-Beschäftigungsreport in Amerika in den Fokus und auch der ISM-Index des Nicht-Verarbeitenden Gewerbes sind von Interesse. Spannend bleibt, warum die positiven Wirtschaftsdaten und der steigende Zinsvorteil dem US-Dollar nicht mehr Auftrieb geben. Das Währungspaar Euro/US-Dollar scheint in der breiten Bandbreite 1,2150 bis 1,2550 gefangen. Daran werden auch die heutigen Daten nichts ändern.

 

03.04.2018: Leitzins in Tschechien unverändert

Wie erwartet, verlief die Notenbanksitzung in Tschechien letzte Woche Donnerstag unspektakulär. Der Leitzins wurde unverändert bei 0,75% beibehalten. Der Markt geht aber weiterhin davon aus, dass im heurigen Jahr noch eine zusätzliche Zinserhöhung auf der Agenda stehen wird. Dies wurde auch von Notenbankgouverneur Jiri Rusnok bereits im Februar signalisiert. Ein Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung des Landes untermauert diese Prognose. Das Wachstum stieg zuletzt auf 5,20% an und die Arbeitslosenrate liegt unter 4,0%. Lediglich die Inflation sollte etwas genauer im Auge behalten werden. Im Februar lag diese unter den Markteinschätzungen und fiel zusätzlich unter das Ziel der Notenbanker von 2,0%. Die aktuellen Prognosen sehen aber für den Rest des heurigen Jahres wieder Werte über 2,0% und zu Beginn 2019 eine Annäherung an diese Marke. Die Tschechische Krone konnte nach der Sitzung wieder zulegen. EUR/CZK fiel auf Werte unter 25,40.

 

29.03.2018: EUR/USD - Bewegung im dünnen Ostermarkt

Die gestrigen US-Daten fielen allesamt positiv aus (u.a. BIP, Konsum, Häusermarkt). EUR/USD notiert nun wieder unter der Chartmarke 1,2380 - das nicht zuletzt durch die ausgedünnte Liquidität (wenig Handelsvolumen = größere Währungsbewegungen). Inflationsdaten aus Deutschland könnten heute dem Euro wieder leicht Auftrieb geben. EUR/USD Trading-Range für heute: 1,2250-1,2450

 

20.03.2018: Pfund vor Ausbruch aus Seitwärtsrange?

Die Europäische Union und Großbritannien konnten sich über eine Brexit-Übergangsfrist bis Ende 2020 einigen. Ein "Durchbruch", der von den Marktteilnehmern im gestrigen Handelsverlauf als GBP-positiv interpretiert wurde. EUR/GBP, das bereits vergangenen Freitag seinen 3-Monats-Aufwärtstrend unterschritten hatte, fiel im low bis knapp über 0,8740 zurück, konnte sich im Anschluss jedoch wieder etwas erholen und notiert im Augenblick um 0,8790. Datenseitig könnten heute die Verbraucherpreise – welche zuletzt stetig bis auf 3% angestiegen sind – für weitere Impulse sorgen. Hinsichtlich der Februar-Jahresrate erwarten Ökonomen laut Bloomberg-Umfrage einen Anstieg um 2,8%, in der Zinsentscheidung der Bank of England (BoE) hingegen unveränderte Leitzinsen. Sollten aufgrund überraschend positiver Daten dennoch Zinsphantasien aufkeimen, könnte EUR/GBP ein Test des Januar-Tiefs bei 0,8685 bevorstehen.

 

14.03.2018: Norwegen - Inflationserwartung zurückgenommen

Die Wirtschaftsprognosen für Norwegen können als stabil bezeichnet werden. Die Wachstumsaussichten für die nächsten Jahre sind bei knapp 2%. Die Arbeitslosigkeit wird unter 4% erwartet. In der letzten Sitzung der norwegischen Notenbank wurden bereits Zinsanhebungen für 2018 angekündigt. In Summe ein positiver Ausblick, der sich in der Währung widerspiegelt. Lag der Kurs in EUR/NOK im Dezember 2017 noch bei knapp unter 10,00 notiert das Währungspaar heute bei der charttechnischen Unterstützung bei 9,53. Angesichts des leicht rückläufigen Inflationstrends hat die Norges Bank (Notenbank) die Inflationsprognose für 2018 auf 1,9% und für 2019 auf 1,8% angepasst. Das Inflationsziel wurde ebenfalls von 2,5% auf 2,0% reduziert.

 

13.03.2018: Tschechien - Inflation rückläufig

Der Inflationstrend ist nun auch in Tschechien rückläufig. Lag der Jännerwert noch bei 2,2%, ist der Februarwert bereits unter dem Inflationsziel von 2% und liegt aktuell bei 1,8%. Tschechien war das erste Land in Europa, das den Leitzins angehoben hat. Die Begründung lag in der boomenden Wirtschaft mit einer Wachstumsrate für 2017 von 4,3% (Quelle Bloomberg). Entsprechend hoch ist die Erwartungshaltung für weitere Zinsschritte. Aktuell erwartet der Großteil der Marktteilnehmer ein bis zwei Zinsschritte für 2018. Hält der aktuell negative Inflationstrend an, muss die Markterwartung bezüglich Zinspolitik überdacht werden. Eine Schwäche der Krone wäre die Folge. Der Chartpunkt liegt bei 25,50. Wird dieser überwunden, könnte EUR/CZK bis auf 25,78 zulegen.

 

12.03.2018: EUR/USD wieder über 1,2300

Mit 313.000 neu geschaffenen Stellen konnte der Arbeitsmarktbericht in den USA positiv überraschen. Die Erwartungshaltung lag bei 200.000 neuen Stellen. Kleiner Schönheitsfehler war die Arbeitslosenrate. Diese ist von 4,0% auf 4,1% gestiegen. Grund genug um EUR/USD wieder auf Kurse über 1,2300 zu heben. Am Dienstag werden Inflationsdaten aus den USA veröffentlicht. Diese könnten für Zinsfantasie in den USA sorgen oder relativeren. So oder so, dürfte der Handel in EUR/USD in den nächsten Wochen in einer breiten Seitwärtsrange von 1,2150 bis 1,2500 verlaufen.

 

05.03.2018: USD - Geplänkel wegen Strafzölle

Der EUR/USD Kurs notierte am Donnerstagabend im Tiefstand mit Werten bis zu 1,2153. Diese Bewegung wurde unterstützt durch die Ankündigung Donald Trumps, Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte (25% bzw. 10%) zu erheben. Die postwendende Reaktion der Europäischen Union, Gegenmaßnahmen zu ergreifen sorgte für eine umgehende Abwertung des US-Dollar. Der EU Kommissionspräsident Juncker sprach von Strafzöllen auf typische amerikanische Produkte aus dem Bereich Motorrad, Lebensmittel und Bekleidung. Auch Peking zeigte sich wenig erfreut über mögliche Handelsbeschränkungen und drohte mit Gegenmaßnahmen. Die Einigung auf eine deutsche Regierung dürfte den EUR/USD weiter gestärkt haben. Am Freitagabend wurden Spitzen über 1,2350 erreicht. Aussichten für heute 1,2250 bis 1,2360.

 

28.02.2018: Powell spricht sich für moderate Zinsschritte aus - Dollar profitiert!

Anlässlich der halbjährlichen Anhörung vor dem Kongress hatte Jerome Powell gestern seinen ersten offiziellen Auftritt als neuer Fed-Chef. Das wird zumindest ein wenig als Grund gesehen, dass der Handel am Montag und gestern recht überschaubar gelaufen ist. Die meisten Händler wollten vermutlich vorher keine größeren Risiken eingehen. Powell betonte, dass die Fed weiterhin den Mittelweg suchen werde zwischen dem Vermeiden einer überhitzten Wirtschaft und dem Erreichen einer Inflationsrate von 2%. Ökonomen rechnen im März mit dem ersten von drei für heuer erwarteten Zinsschritten. Mit seinen Aussagen signalisiert Powell, dass die Dollar-Hüter trotz enormer Steuersenkungen und den von der Trump-Regierung aufgeschobenen Investitionsplänen fürs erste kein strafferer Kurs eingeschlagen werden soll. Der Dollar reagierte prompt und ging daraufhin auf bis 1,2214.

 

22.02.2018: NAFTA-Verhandlungen belasten CAD

Obwohl die Konjunktur in Kanada gut läuft und die Inflation am Zielwert ist, notiert der Kanadische Dollar in den letzten Tagen gegenüber dem Euro am schwächsten seit zwei Jahren. Die größte Belastung für den CAD stellen aktuell die Verhandlungen mit den USA über das Freihandelsabkommen NAFTA dar. Premierminister Justin Trudeau avisierte vor zwei Wochen, dass Kanada ein ungünstiges Abkommen nicht akzeptieren würde; er und Außenministerin Chrystia Freeland hoffen aber nach wie vor auf eine Modernisierung von NAFTA. Negativ wirken sich auf den CAD auch erhöhte Zinserwartungen in den USA aus. Nachdem die Bank of Canada seit Mitte 2017 bereits dreimal ihren Leitzinssatz erhöht hat, wird nun erwartet, dass im März im Gegensatz zu den USA keine Leitzinserhöhung stattfinden wird.

 

19.02.2018: EUR/USD - Der steinige Weg nach oben!

Die Ausbruchsversuche von EUR/USD sind immer wieder von herben Dämpfern geprägt. So auch am Freitag. Hier testete EUR/USD noch am Vormittag die 1,2550 ging dann aber wieder in Deckung. Mehr Dynamik bekam die Bewegung noch am Nachmittag, denn sowohl die Baugenehmigungen als auch die Baubeginne in den USA erreichten ihre Höchststände seit 2018. Dies ist ein klarerer Hinweis, dass die Wirtschaft in den USA sehr gut läuft. EUR/USD ging daraufhin 150 Punkte tiefer mit 1,2404 ins Wochenende. Für heute werden wir uns mit einer engen Range zwischen 1,2400 - 1,2440 begnügen müssen, denn in den USA ist Feiertag.

 

09.02.2018: Verluste am Aktienmarkt bescheren US-Dollar Kursgewinne

Nach einer kurzen Verschnaufpause setzte sich gestern der Abwärtstrend an den Aktienmärkten fort. Von der Risikoabneigung der Marktteilnehmer profitierte zu Wochenbeginn der US-Dollar. Am gestrigen Handelstag konnte die Aufwärtsbewegung des Greenback gestoppt werden. Nach Tiefstwerten knapp über 1,2200 stabilisiert sich EUR/USD aktuell um 1,2260. Aus charttechnischer Sicht könnte der Euro noch etwas an Boden verlieren. Eine gute Unterstützung liegt bei 1,2160. Am heutigen Handelstag stehen keine marktbewegenden Kennzahlen auf dem Plan. Wir rechnen daher mit einem ruhigen Wochenausklang.

 

07.02.2018: USA - Warum soll man überrascht sein von dem was man erwartet?

Die Unsicherheit an den Aktienmärkten ging auch an den Devisenmärkten nicht ganz spurlos vorüber. Dennoch hielt sich die Reaktion von EUR/USD gestern in Grenzen. Der US – Dollar konnte gegenüber dem Euro kurzfristig auf 1,2313 aufwerten. Dann war die Luft schon wieder raus. Mit drei erwarteten Zinserhöhungen in den USA ist schon ein Mittel gegen die Preissteigerungen in den USA eingepreist. Wir gehen nicht davon aus, dass die Fed massive Änderungen in Ihrer Zinspolitik vornimmt, nur weil das eintritt was Sie erwartet. Für heute rechnen wir wieder mit einem schwächeren US Dollar in einer Range von 1,2360 – 1,2475.

 

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