Treasury & Handel Kurzkommentare

20.01.2021 - Australien - Leitzins bleibt auch in den nächsten Jahren nahe Null

Die australische Wirtschaft konnte im letzten Quartal um 3,3% zulegen. Die Wachstumsprognosen für 2021 liegen bei 3,5%. Argumentiert wird das Wachstum mit der breiten Durchimpfung in Australien, die Mitte 2021 abgeschlossen sein sollte und eine rasche Erholung mit sich bringen dürfte. Die Anpassung des Leitzinses im November 2020 auf 0,10% wird, so die Australische Notenbank, auch über die nächsten Jahre Bestand haben. Zumindest so lange bis sich der Arbeitsmarkt stabilisiert und in Folge von steigenden Löhnen auch die Inflation anfeuern wird. Das wird voraussichtlich erst ab Mitte 2022 passieren. Warum ist der australische Dollar trotzdem so stark? Hier kommt die enge Verfechtung mit China ins Spiel. China hat Corona gut überstanden und die Wirtschaft wächst wieder. Der Rohstoffhunger wird dank der Rohstofflieferungen durch Australien gestillt. Solange die Nachfrage in China hoch bleibt, kann Australien davon profitieren. Dennoch wird die Notenbank nicht ewig zu sehen, man will als Exportnation eine zu feste Währung tunlichst vermeiden. Bereits in der Vergangenheit wurde verbal gegen einen zu starken australischen Dollar interveniert. Kurse im Bereich 1,5700 sind aus unserer Sicht eine Gelegenheit für AUD-Verkäufe.

 

07.01.2021 - Ende gut, alles gut?!

Nach viereinhalb langen Jahren und einer Verschiebung der Übergangsfrist auf die nächste, ist es nun endlich so weit: Das Brexit Abkommen zwischen der EU und Großbritannien ist unter Dach und Fach und kann wie zuletzt geplant per sofort in Kraft treten! Unmittelbar nach der Unterzeichnung des Abkommens durch die EU Kommissionschefin von der Leyen und EU-Ratspräsident Michel wurde der 1.250-Seiten umfassende Austrittsvertrag an Premier Boris Johnson übergeben. Noch am selben Tag hat auch das britische Unterhaus mit großer Mehrheit für das entsprechende Ratifizierungsgesetz gestimmt. Das Abkommen regelt das künftige wirtschaftliche Miteinander zwischen der EU und dem Königreich. Die Regelungen umfassen Bereiche wie Zölle, Handel, Energie, Justiz, Polizei und den bis zuletzt hart umkämpften Fischfang. Ein sichtbar erleichterter Premier Johnson sprach im Anschluss von der künftigen Rolle GBs als "bester Freund und Verbündeter" der EU. EUR/GBP, das vergangenen Herbst bis 0,9300 notierte, reagierte darauf überraschend verhalten. Vermutlich wegen des bis Ende Februar verhängten harten Lockdowns wertete das Pfund gegen den Euro sogar wieder ab und notiert aktuell auf knapp über 0,9060! 

 

Diese Unterlagen dienen lediglich der aktuellen Information und basieren auf dem Wissensstand der mit der Erstellung betrauten Personen zum Erstellungszeitpunkt. Diese Unterlagen sind weder Angebot noch Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der hier erwähnten Veranlagungen bzw. (Bank-)Produkte. Sämtliche in diesem Dokument enthaltenen Aussagen sind nicht als generelle Empfehlung zu werten. Obwohl wir die von uns beanspruchten Quellen als verlässlich einschätzen, übernehmen wir für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hier wiedergegebenen Informationen keine Haftung. Insbesondere behalten wir uns einen Irrtum in Bezug auf Zahlenangaben ausdrücklich vor. Die Angaben gemäß § 25 Mediengesetz finden Sie unter diesem Link.