Global Financial Markets Kurzkommentare

19.07.2019 - Starkes Lebenszeichen des Loonies!

Stark aufgewertet hat der Kanadische Dollar seit Mitte Juni. Sowohl zum Euro als auch zum US-Dollar legte er jeweils um rund 3,00% zu. Die Bank of Canada (BoC) verhält sich absolut neutral. Natürlich ist auch sie sich bewusst um das Risiko bzw. die Eskalationsgefahr des Handelsstreites zwischen den USA und Kanada. Und klar ist den BoC-Mitgliedern auch, dass Kanada als enger Handelspartner der USA von negativen Auswirkungen unmittelbar betroffen wäre. Gleichzeitig kann die BoC zufrieden auf die Inflationsentwicklung blicken. Diese liegt mit rund 2,00% wunderbar in deren Zielband, was die Zahlenveröffentlichungen vom Mittwoch bestätigten. Auch der Ölpreis hat zuletzt wieder etwas angezogen. Alles also keine Veranlassung für die BoC, ihre vorsichtig neutrale Linie zu verlassen. Da sowohl die Fed, als auch die EZB vermutlich noch im Juli Zinssenkungen vornehmen werden, spricht alles für weitere CAD-Stärke. Wobei die Marke von 1,46 für EUR/CAD eine schwer zu überwindende Hürde darstellen dürfte.

 

02.07.2019: EUR/USD von EU-Entscheid gesprägt?

Die Fantasien über die US-Leitzinssenkungen schienen sich nach der Einigung auf eine Fortführung der Handelsgespräche (USA / China) etwas verflüchtigt zu haben. Gemäß dem Bloomberg „WIRP“-Index, welcher über Zinskurven Erwartungen misst, liegt die Wahrscheinlichkeit für eine FED-Zinssenkung Ende Juli 2019 trotzdem bei knapp 90 Prozent. Quer über den Globus leidet die Industrie unter dem politischen Kurs Trumps, denn vor dem Hintergrund anhaltender Handelsstreitigkeiten zeigt sich das weltweite Investitionsklima vergiftet. Aber auch der starke fiskalpolitische Rückenwind für die US-Konjunktur flaut nach und nach ab, weshalb Trump der FED (US-Notenbank) den Ball immer schärfer zuspielt. Die Streitigkeiten über die Führung der Europäischen Union scheinen derzeit dennoch alles andere zu überlagern. Dann ist da auch noch der ausstehende Brexit. Der Euro ist zum US-Dollar – trotz aller geldpolitischen Vorzeichen – in seinen Aufholversuchen bislang gescheitert.

 

18.06.2019: Zinssenkungsspekulationen in Euro-Zone und Amerika

Wegen der zahlreichen Krisenherde halten sich die Marktteilnehmer mit Investitionen zurück und parken im "Sicheren Hafen". Die Renditen von Staatsanleihen liegen auf sehr tiefem Niveau. Auch die Inflationserwartungen sind rückläufig. Die heute zur Veröffentlichung anstehende ZEW-Umfrage in Deutschland sollte sowohl bei der aktuellen Lagebeurteilung als auch bei der Konjunkturerwartung unter negativen Vorzeichen stehen. Spekulationen auf mögliche Zinssenkungen in der Euro-Zone könnte dies neue Nahrung geben, obwohl führende Mitglieder der EZB aktuell keinen Handlungsbedarf sehen. Auch in Amerika stehen die Zeichen auf Leitzinssenkung. Es bleibt abzuwarten, wann die erste Reduzierung kommt. Morgen am Abend wird die Entscheidung bekanntgegeben und vielleicht gibt es dann Hinweise ob noch im Sommer oder doch erst im Herbst Taten gesetzt werden.

 

29.05.2019: Ungarische Zentralbank betreibt weiter ultralockere Geldpolitik

Die Ungarische Nationalbank (MNB) beließ gestern ihre Leitzinsen unverändert. Der Basiszinssatz von 0,90% hat eigentlich wenig Bedeutung, er dient heutzutage praktisch nur als Zinssatz für die Mindestreserven der Banken bei der MNB. Der Einlagen-Zinssatz bleibt bei -0,05% und liegt damit näher den kurzfristigen Marktzinssätzen (der 3-Monats Bubor liegt aktuell bei 0,20%). Die Inflationsrate ist im April auf 3,90% gestiegen und befindet sich knapp unter dem oberen Rand des Zielband von 2,00-4,00%. Durch die stark negativen Realzinsen betreibt die MNB selbst im Vergleich mit der EZB eine ultra-expansive Geldpolitik (sie glaubt nämlich, dass die Inflation im weiteren Jahresverlauf nachlassen wird). Das belastet den Forint. EUR/HUF notiert heute Morgen über 327,00, unweit des 9-Monats Hochs von 327,50 von voriger Woche. Andere europäische Währungen würden bei erhöhter Inflation aufwerten, da damit die Wahrscheinlichkeit von Zinserhöhungen steigen würde, in Ungarn führt jedoch eine höhere Inflation bei fixen Nominalzinssätzen nur zu größeren Wertverlusten.

 

08.05.2019: EUR-USD; neuerliche Unsicherheiten durch Trumps Eskapaden?

Der weitere Verlauf der Handelsgespräche zwischen USA und China wird möglicherweise auch für die Wechselkurse der nächsten Tage maßgeblich verantwortlich sein. Sämtliche Zentralbanken haben Ihre Prognosen immer wieder unter dem Hinweis auf diese Unsicherheiten entsprechend vorsichtig formuliert. Die in Europa aktuell wieder leicht besseren Wachstumsziffern könnten durch die erneute Eskalation erneut ins Wanken geraten. Entsprechend sind auch die Frühjahresprognosen der Europäischen Kommission wieder in Frage gestellt. Die jüngsten Erholungstendenzen in der Eurozone könnten durch neue Strafzölle und einem damit verbundenen Nachfragerückgang im asiatischen Wirtschaftsraum ganz schnell wieder zunichte gemacht werden. Natürlich wäre auch die US-Wirtschaft in weiterer Folge von den negativen Auswirkungen betroffen. Größere Bewegungen bei EUR/USD blieben bislang aus, obwohl der Abwärtstrend nach wie vor intakt ist.

 

24.04.2019: Rohölpreis erreicht neuen Höchststand

Der Ölpreis hat seit November einen neuen Höchststand erreicht. Die Nordseesorte-Brent stieg auf 74 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Eine Ursache ist die geplante Verschärfung der Iran-Sanktionen durch die USA. US-Präsident Donald Trump will Druck auf den Iran ausüben, um eine Neuverhandlung des von den USA gekündigten Atomabkommens zu erzwingen. Mit Anfang Mai endet eine sechs monatige Ausnahmefrist, für die acht größten Ölimporteure des Iran. Sollten die Länder den Import nicht stoppen, drohen ihnen Sanktionen aus den USA. Die Lage am Ölmarkt ist ohnehin angespannt wegen Lieferausfällen aus den Krisenländern Venezuela und Libyen. Als Iran-Ersatz sollen laut Trump Saudi Arabien (größter Ölexporteur) und die Vereinigte Arabische Emirate einspringen. Ein steigender Rohölpreis könnte die globale Konjunktur weiter schwächen.

 

05.04.2019: Pfund-Gewinne bei geregeltem Brexit möglich

Heute wird Theresa May mit Oppositionschef Jeremy Corbyn weiter verhandeln, um eine Lösung für den Brexit zu finden. Aktuell scheint eine Zollunion möglich. Frage ist, was die EU dazu sagen wird. Eine Einigung auf der britischen Seite reicht nicht. Nach einer Umfrage von Reuters könnte das Pfund um 3,00% aufwerten, wenn das Vereinigte Königreich die EU mit einem Handelsabkommen verlässt. Im Falle eines No-Deal Brexits würde nach der Umfrage der GBP-Kurs um 5,00% fallen. Dieses Szenario ist nach wie vor nicht unrealistisch.

 

28.03.2019: EUR/USD: quo vadis?

Konjunkturdelle oder -eintrübung? Angesichts der jüngsten "Datenfront", wodurch sich die konjunkturelle "Wetterlage" in der Eurozone verschlechtert hat, scheint das die Frage aller Fragen zu sein. Unterhalb seines Februar-Tiefs bei 1,1234 findet EUR/USD um 1,1175 Unterstützung vor. Im Falle eines Unterschreitens käme das Tief von Juni 2017 bei 1,1110 in den Fokus. Auf der Oberseite gilt es Stolpersteine um 1,1310 zu überwinden. Die Hürde bei 1,1470 scheint vorerst zu weit entfernt zu sein.

 

20.03.2019: Kanada - Wirtschaft schwächt sich ab

Es ist wie ein roter Faden, der sich durch die großen Industrienationen zieht: Die Handelsstreitigkeiten der USA dienen als Hauptargument für eine nachlassende Wirtschaftsdynamik. Für die rückläufige Inflation sieht die Argumentationskette der großen Industriestaaten bescheidener aus. Fakt ist nur, dass die Inflation rückläufig ist, oder wie in Kanada, bestenfalls stagniert. Aus diesem Grund sind auch die Notenbanken bezüglich Leitzinserhöhungen vorsichtiger geworden. Die kanadische Notenbank hat bereits angekündigt, nicht vor Ende 2019 an der Zinsschraube zu drehen. Die Wachstumsaussichten wurden für Kanada für 2019 von deutlich über 2% auf derzeit 1,5% bis 1,7% zurückgenommen. Das Währungspaar EUR/CAD handelt in einer Range von 1,5500 bis 1,5000. Aufgrund der nachlassenden Wirtschaftsdynamik und der fehlenden Zinsfantasie sehen wir den kanadischen Dollar schwächer, heißt: Kurse Richtung 1,5500 in EUR/CAD.

 

08.03.2019: EZB: Alles beim Alten

Keine Überraschungen gab es anlässlich der gestrigen EZB Sitzung zu vermelden. Während die US-Notenbank Fed ihre Zinsen schrittweise angehoben hat, rückt eine Zinswende in Europa weiter in die Zukunft. Die EZB hält an ihrer lockeren Geldpolitik fest, der Leitzins bleibt bei 0,00% (seit mittlerweile März 2016), der Overnight-Strafzins für Banken, die Geld zur EZB legen, bleibt bei -0,40%. Viele europäischen Konjunkturdaten haben sich teilweise deutlich eingetrübt und deuten auf eine Abschwächung der Wirtschaft hin. Die meisten Forschungsinstitute haben ihre Prognosen zurückgenommen. Dazu kommen weltweite Handelsstreitigkeiten und die Brexitunsicherheiten. Der EZB-Rat geht deshalb davon aus, dass der Leitzins zumindest bis Ende 2019 bei Null bleiben wird. Eine entsprechende Reaktion lieferte unmittelbar der Euro, der zum US-Dollar verlor und im Low kurzfristig bis 1,1174 abschwächte. Derzeit notiert die Gemeinschaftswährung um 1,1200.

 

04.03.2019: Ende des Handelskonflikts USD vs. China?

Auf Insiderquellen berufen sich sowohl das "Wall Street Journal" als auch "Bloomberg", wonach sich die USA und China auf eine Einigung des Handelsstreits verständigen dürften. Ein Übereinkommen würde niedrigere Zölle auf USImporte aus der Chemie und Autobranche sowie der Landwirtschaft für China bedeuten. Umgekehrt würde Amerika voraussichtlich sämtliche Strafzölle, die auf chinesische Importe erhoben wurden, fallen lassen...

 

28.02.2019: Wenig Impulse aus Amerika

Nachdem Fed-Chef Jerome Powell vor dem Senat keine richtungsweisenden Aussagen machte, war auch sein gestriger Auftritt vor dem Repräsentantenhaus ohne Impulse für den Dollar. Die heute anstehenden Zahlen zum BIP werden mit Interesse erwartet, sie können eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums bestätigen. Dennoch bleibt die Konjunktursituation jenseits des Atlantiks stabil und rechtfertigen noch keine Zinssenkungserwartungen. An der Handelsbandbreite 1,1330 bis 1,1400 wird sich daher auch heute nicht viel ändern.

 

25.02.2019: EUR/USD: Handelskrieg drückt auf die Stimmung!

Die Stimmung in deutschen Unternehmen hat sich weiter verschlechtert. Dies bestätigte das deutsche Ifo Institut am letzten Freitag. Das Barometer für die gesamte wirtschaftliche Lage ist auf 98,5 Punkte gesunken und damit so tief wie Ende 2014. Sowohl die Erwartungen (93,8 Punkte) als auch die Einschätzung der aktuellen Lage (103,4 Punkte) haben sich im Vergleich zum Vormonat weiter verschlechtert. Alles in allem wurde der Markt von der Veröffentlichung enttäuscht, da alle Werte unter den Erwartungen lagen. Gepaart mit der Angst vor weiteren Zöllen für Importe in die USA könnte das die Stimmung weiter verschlechtern. Dieser Cocktail, mit einem „Schuss“ niedriger Inflation und schwachen Wachstumsraten für Europa wird den Euro schwächen. Für EUR/USD bedeutet das, dass wir uns kurzfristig auf das untere Ende des Trendkanales zubewegen werden und bald Werte von 1,1240 oder 1,1220 sehen werden.

 

11.02.2019: Brasilien: Markt setzt auf Finanzminister

Brasilien kämpft mit einem hohen Haushaltsdefizit und einer steigenden Verschuldung. Seit Jahren versucht die Regierung den Haushalt zu sanieren. Die Rentenreform gilt als zwingend umzusetzen. Die Märkte setzen auf den neuen Präsidenten Jair Bolsonaro und auf den Finanzminister Paulo Guedes. Speziell Guedes genießt das Vertrauen der Finanzmärkte. Aufgaben hat die Regierung ausreichend. Themen wie Privatisierung, Steuersenkung, Haushalt und Rentenreform müssen aufgegriffen und erfolgreich umgesetzt werden. Innenpolitischer Zündstoff ist also ausreichend vorhanden. Das Währungspaar EUR/BRL wird künftig nicht nur von der Rohstoffentwicklung beeinflusst. Wir rechnen heuer mit politisch ausgelösten Kursbewegungen. Um Extremwerte wie im Sommer 2018 zu erreichen bedarf es größer Themen, aber Schwächephasen bis 4,35 - 4,40 sind immer wieder möglich.

 

06.02.2019: "sanfter" Donald Trump stärkt den US-Dollar

Das Handelsblatt bezeichnet heute in seiner Online-Ausgabe Donald Trump´s Rede zur Lage der Nation als die eines "sanften Versöhners" (www.handelsblatt.com, 06.02.2019, 06:35 Uhr). Der US-Präsident zeigte sich ungewohnt kompromissbereit. Nun, wie der Devisenmarkt darauf reagierte, sehen wir. EUR/USD handelt wieder unter 1,1400. Der Devisenmarkt folgt also der Logik, innerpolitische Themen 1:1 auf den Dollar umzulegen (Haushaltsstreit -> Dollar-negativ, Annäherung -> Dollar-positiv). Wenngleich interkontinentale Krisen und Risiken grundsätzlich eher pro Dollar wirken (wie z.B. wie der Handelsstreit mit China). Nun bleibt ohnehin abzuwarten, wie "sanft" der für seine Sprunghaftigkeit bekannte US-Präsident in Bezug auf die Haushalts- und Mexiko-Mauer-Debatte bleibt. Donald Trump ist und bleibt ein Faktor für den Devisenmarkt, und das in beide Richtungen. Unterstützung bietet 1,1390 (55-Tageslinie), bei Bruch
der Marke wäre Platz bis 1,1330 (200-Wochen-Durchschnitt).

 

30.01.2019: EUR/USD weiterhin seitwärts?

Im Vorfeld der heutigen Fed-Zinssitzung ist die Veröffentlichung einiger aussagekräftiger US-Wirtschaftsdaten aufgrund des "shutdown" bislang ausgeblieben. Insofern sollten wir uns heute auf zurückhaltende US-Notenbanker einstellen. Charttechnisch betrachtet findet EUR/USD bei 1,1570 seinen nächsten markanten Widerstand vor. Auf der Unterseite dürfte das Währungspaar bei 1,1329 und 1,1300 gut unterstützt sein.

 

23.01.2019: Kanada - Zinserhöhungen könnten sich verschieben

Das Wirtschaftswachstum, der Arbeitsmarkt und auch die Inflation rechtfertigen Zinserhöhungen durch die kanadische Notenbank. Da in den letzten Monaten einige Unwägbarkeiten hinzugekommen sind, hat die Notenbank im Jänner den Leitzins mit 1,75% unverändert belassen. Die Unsicherheitsfaktoren für die kanadische Wirtschaft sind die Ölpreisentwicklung, speziell die Korrektur im Herbst 2018, und damit einhergehend ein nachlassender Inflationsdruck. Und übergeordnet ist noch die globale Konjunkturabkühlung zu erwähnen, speziell die nachlassende Dynamik im asiatischen Raum. In Summe ein Stimmungsbild, das dafür spricht, dass die kanadische Notenbank auch bei der nächsten Zinsentscheidung auf Zeit spielen wird. Fundamental spricht einiges dafür, dass EUR/CAD weiterhin über 1,5000 notieren kann.

 

15.01.2019: Brexit - Die Entscheidung

Heute Abend steht in Großbritannien die Abstimmung im Unterhaus zu dem zwischen Regierung und EU ausgehandelten Brexit-Deal an. Die Chancen von Premierminister May, eine Mehrheit zu erlangen, sind gering. Ein "harter Brexit" also ein chaotischer Austritt Ende März, wäre die Folge und das mit hohen Kosten auf beiden Seiten. Vorsorglich wollen britische Banken Personal und Kapital in Höhe von 800 Mrd. GBP in die EU verlagern, um wichtige Kunden aus der EU nicht zu verlieren. Die EU setzt viele Hebel in Bewegung, um das Chaos zu begrenzen. Gestern kam ein Apell von mehr als 100 Abgeordneten des EU Parlaments an die Briten im Interesse der nächsten Generation den Brexit zu überdenken. Ebenso könnte der Austrittstermin auf Ansuchen der Briten von März auf Juli verschoben werden. Beim EUR/GBP Kurs dürfte die Volatilität kurzfristig stark steigen. Bewegungen zwischen 0,8750 und 0,9150 sind nicht auszuschließen.

 

07.01.2019: Auch in Tschechien heuer nur mehr 2 Erhöhungen?

Auch die tschechische Wirtschaft ist 2017 und 2018 ansehnlich gewachsen. Für heuer liegen die Prognosen wieder auf hohem Niveau, wenn auch leicht gedämpft. Gegen aufkeimende Überhitzungsszenarien hat die CNB seit August 2017 den Leitzins in 7 Schritten auf aktuell 1,75% angehoben. Dadurch und auch durch die gestiegenen Löhne scheint es auch realistisch, das Inflationsziel von 2,00% zu erreichen. Für 2019 werden noch 2 weitere Schritte erwartet, um damit ein vorläufiges Ende der Erhöhungen einzuleiten. Somit dürfte die Tschechische Krone heuer weiter aufwerten und die Bewegung seit Mitte November 2018 fortsetzen

 

19.12.2018: Kommt eine Zinserhöhung, kommt keine Zinserhöhung?

Wie erwartet zeigte der IFO-Geschäftsklimaindex gestern eine rückläufige Tendenz. Sowohl die aktuelle Bewertung, als auch die Erwartung wurden etwas nach unten korrigiert. Mit großem Interesse wird heute Abend die Zinsentscheidung der US Notenbank Fed erwartet. In den vergangenen Wochen hat sich die Erwartung einer Zinserhöhung etwas abgeschwächt. Anhaltende Aktienschwäche, weniger Schwung in der Bau- und Immobilienbranche und scharfe Worte aus dem Weißen Haus könnten die Währungshüter zu mehr Zurückhaltung bewegen. Wir gehen davon aus, dass die heutige Sitzung eine Zinserhöhung des Zielbandes um 25 Basispunkte auf 2,25% - 2,50% bringt. Ob im nächsten Jahr der Zinserhöhungspfad verlassen wird, bleibt abzuwarten. Im Vorfeld der Zinsentscheidung rechnen wir mit Kursen zwischen 1,1300 und 1,1400.

 

14.12.2018: EZB beendet Anleihenkäufe zum Jahresende

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird nun offiziell mit Jahresende 2018 die Anleihekäufe beenden. Damit beläuft sich das gekaufte Volumen auf ca. 2,6 Billionen Euro. Auslaufende Anleihen sollen jedoch weiterhin ersetzt werden, aber langsam dem Kapitalschlüssel der EZB angenähert werden. Papiere aus Frankreich, Italien und Spanien wurden nämlich überproportional aufgekauft. Der Leitzins bleibt weiterhin bei 0,00% und mit einer Zinswende ist nicht vor Herbst 2019 zu rechnen. Außerdem wurde die Wachstumsprognose für die Euro-Zone für 2019 von 1,80% auf 1,70% gesenkt. Aussichten: EUR/USD seitwärts zwischen 1,1300 – 1,1410. Widerstand: 1,1440. Unterstützung: 1,1260.

 

10.12.2018: Kanadischer Dollar: Im Schatten des großen Bruders

Die kanadische Notenbank Bank of Canada hat auf ihrer Zinssitzung letzte Woche den Leitzinssatz unverändert bei 1,75% belassen. Sie blickt weiterhin besorgt auf die weltweiten Handelskonflikte, welche die globale Nachfrage belasten. Das bremst auch die Entwicklung des Ölpreises, der für die Entwicklung des kanadischen Dollars eine wichtige Rolle spielt. Demgegenüber hat die Einigung auf das USMCA-Abkommen (NAFTA-Nachfolgeabkommen) einen Unsicherheitsfaktor aus dem Spiel genommen. Ebenso bewegt sich die kanadische Kerninflation mit rund 2,00% im Zielbereich von 1,00% - 3,00%. Aus diesem Grund ist die Notenbank grundsätzlich von einer weiteren Straffung der Geldpolitik überzeugt. Sie wird wie ihr amerikanisches Pendant vermehrt datenabhängig im Jahr 2019 agieren trotz einer sehr niedrigen Arbeitslosenquote von nur 3,60% im November. Aussichten EUR/CAD: Bei fallenden Ölpreisen sollte der CAD leicht zur Schwäche tendieren. Seitwärts zwischen 1,5020 – 1,5300. Widerstand: 1,5225.

 

03.12.2018: Unbemerkte US-Dollar-Schwäche...

Der US-Dollar leidet unter nachlassenden Zinsfantasien, nachdem sich zuletzt mehrere Notenbank-Vertreter für das kommende Jahr "schaumgebremst" geäußert haben. Aus heutiger Sicht kann von 1 bis 2 US-Zinserhöhungen für 2019 ausgegangen werden. Stellt sich die Frage, warum der Euro von dieser Situation nicht mehr profitieren kann? Die Antwort: mit den Belastungsfaktoren rund um den Euro-Raum (vor allem Brexit und Italien) hat die Dollar-Schwäche momentan ein geeignetes "Gegengewicht". Insofern hält sich die Bewegung derzeit in Grenzen - EUR/USD schafft es kaum, die relevanten Chartmarken um 1,1300 (nach unten) sowie 1,1500 (nach oben) zu testen. Allerdings: im Jahresendmarkt wird der Handel illiquider (dünner), was zu entsprechend hohen Schwankungsbreiten führen kann. Im Laufe der Dezember-Tage könnte also wieder Schwung in die Sache kommen. EUR/USD Trading-Range für heute: 1,1300-1,1500.

 

16.11.2018: Brexit Chaos lässt das GBP abstürzen

Großbritanniens Premierministerin May hatte den Brexit zwei Jahre lang als großen Erfolg verkauft und steht jetzt vor einem Scherbenhaufen. Der Kompromissvorschlag der EU geht mehrheitlich zu Lasten Großbritanniens. Gestern überschlugen sich die Ereignisse, weil mehrere Minister ihren Rücktritt bekannt gaben. Eine nötige Mehrheit im Parlament zur Ratifizierung zu finden, wird fast unmöglich. EU-Ratspräsident Tusk hat einen Sondergipfel am 25.11.18 einberufen, um den Austrittsvertrag unter Dach und Fach zu bringen. Dazu zeichnet sich noch ein Einbruch der britischen Wirtschaft in Form von massiv schlechteren Einzelhandelsumsätzen ab. In diesem Chaos hat das GBP zum EUR von 0,8700 bis auf 0,8885 nachgegeben. Sollte die Lage eskalieren, dann sind Kurswerte über 0,90 - im Extremfall bis 1,00 - nicht auszuschließen.

 

12.10.2018: Brexit-Abkommen im Oktober?

In den Brexit-Verhandlungen scheint Hoffnung aufzukeimen. Das drückt auch der Kursverlauf von EUR/GBP der letzten Tage aus. Seit letzter Woche und dem Parteitag der Torrys gab EUR/GBP weiter nach und sank von Niveaus um 0,8900 auf 0,8720 - 60 ab. Laut letzten Meldungen könnte ein Brexit-Abkommen bis zum EU Gipfeltreffen am 18.10.2018 erreicht werden. Premierministerin  May ist auch bei der oppositionellen Labour Partei auf Stimmenfang, um ihre Pläne durchzubringen. EU-Chefunterhändler Barnier äußerte sich positiv zu den letzten Entwicklungen. Aussichten: Laut Experten könnte ein positiver Abschluss der Brexit-Verhandlungen das GBP weiter aufwerten lassen. EUR/GBP könnte bis 0,8300 nachgeben. Wichtige Unterstützung: Jahrestief bei 0,8620.

 

02.10.2018: NAFTA 2.0

Aus dem North American Free Trade Agreement, kurz NAFTA wird neu das USA-Mexico-Canada-Agreement, USMCA. NAFTA wurde 1994 ins Leben gerufen und zählt mit ca. 500 Mio. Menschen zu den größten Freihandelszonen weltweit. Die USA konnten seit Gründung 1994 das Handelsvolumen mit den Mitgliedsstaaten Kanada und Mexiko vervierfachen. Der Belastungsfaktor der letzten Monate für den kanadischen Dollar als auch für den mexikanischen Peso ist vom Tisch. Die beiden Währungen konnten in den letzten Tagen deutlich aufwerten. In Zukunft sind es wieder mehr die fundamentalen Fakten, die die Kurse des Pesos und des Loonies (kanadische Währung) beeinflussen.

 

26.09.2018: Rubel zwischen Notenbank und Politik

Die russische Notenbank setzt alle Hebel in Bewegung um den Rubel zu stärken. Mitte September wurde der Leitzins um 0,25 % auf 7,50 % erhöht. Damit wird versucht, gegen die US Sanktionen, die im September schon EUR/RUB Kurse bis 81,80 gebracht haben, gegenzusteuern. Und dies mit Erfolg, wie der Rückgang beim EUR/RUB bis 77,20 zeigt. Wird diese Marke nachhaltig unterschritten, dann hätte EUR/RUB aus charttechnischer Sicht Potential Richtung 75,00. Die Anstrengungen der Notenbank zeigen sich auch bei der Inflation. Lag dies noch vor drei Jahren bei 15 %, so wird sie heuer in der Nähe von 3 % erwartet.

 

19.09.2018: Tschechien - weitere Zinserhöhungen erwartet

Durchwegs positive Wachstumsaussichten in Tschechien. Die Prognosen für 2018 liegen bei 3,20%. Die Inflation ist aufgrund des sehr guten Arbeitsmarktes weiter steigend und liegt bereits oberhalb des Zielwertes der Notenbank. Die tschechische Notenbank hat den Leitzins am 2. August auf 1,25% angehoben. Volkswirte erwarten spätestens im November 1,75%. Die hohe Nachfrage am Devisenmarkt sorgt für eine festere Krone und EUR/CZK hat derzeit Potenzial bis 25,20, vorausgesetzt die Zinsfantasie bleibt aufrecht.

 

13.09.2018: EUR/GBP: Brexit - das Finale naht

Ende März 2019 soll Großbritannien die EU verlassen. Am Scheidungsabkommen wird massiv gearbeitet. Damit soll ein Chaos in der Versorgung der britischen Bevölkerung vermieden werden, bezieht diese doch etwa 50% der Güter aus der EU. Die im Plan der Briten vorgeschlagenen Importzölle sind auf wenig Gegenliebe in der EU gestoßen. Der EUR/GBP Kurs ist aus Furcht vor einer "no deal" Lösung bis fast 0,9100 gestiegen. Eine Einigung scheint vielleicht doch noch möglich. Anzeichen dafür brachten den EUR/GBP Kurs auf Werte bis 0,8900. Gelingt ein Ausbruch aus dem Aufwärtstrend bei 0,8880, dann sind Kurse bis 0,8650 durchaus denkbar.

 

10.09.2018: EUR/RUB Kurs über 80,00!

Der EUR/RUB Kurs ist am Freitag auf ein neuen Spitzenwert von 80,80 gestiegen. Russlands Premierminister Medvedev hat die Notenbank zur Senkung der Zinsen aufgefordert und damit den gleichen Fehler wie der türkische Präsident Erdogan gemacht. Am massiven Kursverlust der türkischen Lira äußert sich die Einflussnahme der Politik auf die Notenbank. Die Chefin der russischen Notenbank, Frau Nabiullina, hat unmittelbar reagiert und erklärt, dass die Zentralbankgeldpolitik unabhängig und restriktiv bleiben muss. Damit wurde ein noch größerer Kursverlust verhindert. Sollte der Rubel weiteren Kursverlusten ausgesetzt werden, dann wird die Notenbank um unmittelbare Zinserhöhungen nicht umhinkommen, um nicht das gleiche Schicksal wie die türkische Lira zu erleiden.

 

04.09.2018: Inflation in der Türkei auf 18%

Die Krise der Türkischen Lira treibt die Inflation immer weiter nach oben. Die gestern vom Statistikamt in Ankara veröffentlichte Ziffer der Verbraucherpreise für August beträgt 17,9%! Die Befürchtungen der meisten Analysen wurde damit noch übertroffen. Im Juli betrug diese Rate noch 15,8%. Seit Monaten ist die Währung unter Druck, was die Inflation natürlich anheizt, weil sämtliche Importe teurer werden. Besonders im August kam es zu einem rasanten Verfall der Lira, sowohl zum Euro als auch zum US-Dollar. Hohe Außenhandelsdefizite, hohe Auslandsschulden und die steigenden Zinsen in den USA machen der Türkei zu schaffen.

 

24.08.2018: Vorbereitung auf No-Deal-Brexit

Der britische Brexit-Minister Raab stellte gestern einige technische Bemerkung zum möglichen Austritt aus der Europäischen Union ohne Abkommen vor. Darin informiert die Regierung über Änderungen im Außenhandel, Versorgung mit Medikamenten oder das künftige Studieren in der EU. Da in den Verhandlungen seit Monaten kein Fortschritt ersichtlich ist, scheint das Szenario eines No-Deal-Brexits immer wahrscheinlicher zu sein. Das britische Pfund hat gestern Nachmittag abgewertet und EUR/GBP handelte wieder über 0,9000. Heute Morgen liegt der Kurs knapp unter dem charttechnischen Widerstand von 0,9030. Beim Überschreiten wäre der nächste markante Widerstand bei 0,9300.

 

22.08.2018: EUR/USD Anstieg geht weiter

Gestern Abend bekam das Währungspaar EUR/USD erneut einen Schub nach oben. Kurzzeitig wurde sogar die Marke von 1,1600 geknackt. Auch heute stehen keine einflussreichen Wirtschaftsdaten auf der Agenda. Neuerliche Äußerungen von Donald J. Trump könnten aber natürlich den Kurs wieder in Bewegung versetzen.

 

17.08.2018: Verschnaufpause bei EUR/USD

Im gestrigen Handelsverlauf konnte sich der EUR wieder etwas erholen und pendelte in einer Bandbreite zwischen 1,1330 und 1,1400. Einerseits wurde der Abwärtstrend der türkischen Lira gebremst, andererseits sollten Handelsgespräche zwischen China und den USA stattfinden. Dies könnte zur Stabilisierung an den Devisenmärkten beitragen. Wirtschaftsdaten für die Euro-Zone und Amerika sollten den Vorsprung der Konjunkturentwicklung für die USA bestätigen. Wir erwarten daher, dass der Aufwärtstrend des Euro zum Wochenausklang begrenzt ist.

 

25.07.2018: Tschechien - nächster Zinsschritt im August?

Die Gesamtinflationsrate Tschechiens notiert seit Mai 2018 –mit zuletzt 2,6% im Juni – deutlich über dem Zielwert der CNB von 2%. Lohnerhöhungen sollten weiterhin zu erhöhtem Preisdruck führen. Die jüngste Schwäche der Tschechischen Krone dürfte die Inflationsdynamik befeuern. Die CNB könnte bereits im August eine weitere Zinserhöhung vornehmen. Die tschechische Krone konnte die jüngste Schwächephase überwinden. Auf der Unterseite findet EUR/CZK nun interessante Chartmarken um 25,60 vor. Die Phantasie von einem regulären Zinserhöhungszyklus könnte das Währungspaar wieder unter 25,00 führen. Ob sich die tschechische Notenbank dazu hinreißen lässt, bevor die EZB die Zinswende einleiten wird, ist ungewiss.

 

18.07.2018: US Notenbanker warnt vor Rezession

Die Umkehrung der Zinsstrukturkurve in den USA könnte der Vorbote für eine Rezession sein. Der Abstand zwischen den Renditen der 10-Jährigen und 2-jährigen Staatsanleihen fiel auf ein Elf-Jahrestief. Dadurch hat sich ein US Notenbanker für verzögerte Zinsanhebungen, entsprechend der Konjunkturentwicklung, ausgesprochen. Die US Industrie zeigt eine positive Tendenz und konnte den EUR/USD Kurs von über 1,1700 auf 1,1635 bringen. Aussichten: Voraussichtliche Bodenbildung um 1,1600. Leicht positive EUR/USD Tendenz.

 

17.07.2018: EUR/USD wenig Auswirkung vom Treffen Trump - Putin

Der EUR/USD konnte sich gestern leicht festigen und über 1,1700 halten. Das mit Spannung erwartete Treffen der Präsidenten Trump und Putin verlief hinter verschlossenen Türen und dürfte eine leichte Annäherung gebracht haben. Präsident Trump hatte im Vorfeld einen verbalen Rundumschlag gegen sein Justizministerium wegen der Wahlkampfaffäre geführt. Heute liegt der Focus auf den Daten aus der US-Industrie. Charttechnisch hat der EUR/USD leichtes Aufwärtspotential Richtung des nächsten Widerstandes bei 1,1760.

 

10.07.2018: China - Handelsstreit belastet Wachstum

Die aktuellen Wachstumsprognosen für China liegen für die nächsten beiden Jahre bei je 6,2% bis 6,4%. Die jüngsten Drohungen durch die USA gehen sogar soweit, dass nahezu sämtliche chinesische Exporte in die USA mit Strafzöllen belegt werden. Ziel der USA ist, dass Handelsdefizit zwischen USA und China deutlich zu reduzieren. Mit Druck versucht man China Zugeständnisse abzuringen. Die Verschärfung des Handelskonflikts zwischen China und den USA wird das Wachstum verlangsamen. So lassen bereits Anlageinvestitionen und Einzelhandelsumsätze nach. Der Renminbi verlor in den letzten Wochen deutlich an Wert. Notierte EUR/CNY Anfang Juni noch um 7,5000, werden aktuell gerade Werte um 7,80 in Angriff genommen. Ein Vorteil bleibt, die derzeitige Schwäche des Renminbi unterstützt den Export der Chinesen.

 

06.07.2018: Wachstum in Russland trotz Öpreisanstieg flau

Die Unsicherheiten rund um die Sanktionen gegen Russland haben sich wieder beruhigt. Die im Zuge der Sanktionsankündigungen auf 1,3% reduzierte Wachstumsprognose bleibt jedoch aufrecht. Da passt auch der starke Rückgang des Einkaufsmanagerindex des Verarbeitenden Gewerbes im Mai auf unter 50 Punkte gut ins Bild. Weiters drücken natürlich auch die Auswirkungen des schwelenden globalen Handelskrieges auf die Stimmung. Einzig der gestiegene Ölpreis bildet ein Gegengewicht. Russland wird aus dem Grund seine Fördermengen um 200 Tsd. Barrels pro Tag erhöhen und damit die Belastungen früherer Sanktionen zu rund zwei Drittel wieder ausgleichen. Daher wird das reale BIP von der wieder gestiegenen Ölproduktion profitieren, aber eben nicht 1 zu 1. Die aktuelle Inflation in Russland liegt derzeit bei 2,4% und damit unter dem Zentralbankziel von 4,0%. Die Phase der hohen Zinsen seit 2015 ist vorbei; heuer könnten noch zwei Senkungen ins Haus stehen.

27.06.2018: Handelsstreit schlägt sich an Aktienmärkten nieder

Die Wirtschaftstheorie besagt, dass unter Handelsbeschränkungen alle Beteiligten leiden. Dies können wir aktuell an der Entwicklung der Aktienindizes beobachten. Die Leitindizes fallen sowohl in den USA als auch in Europa und in China. China mit seinem großen Handelsüberschuss verliert offensichtlich mehr als die USA – der Shanghai Composite Index liegt bereits 20% unter dem Hoch von Jänner. Durch eine Lockerung der Geldpolitik versucht die Zentralbank die negativen Auswirkungen des Handelsstreites auf die Realwirtschaft abzumildern.

 

26.06.2018: USA - Kommt die Isolation?

Der amerikanischen Wirtschaft geht es relativ gut. Einen kleinen Beweis dafür haben die Neubauverkäufe in den US gestern geliefert. Diese lagen mit 689.000 weit über dem Vormonat und weit über den Erwartungen. In der Regel nützt die Politik diesen Rückenwind um einfach gut auszusehen und zu sagen: „Wir haben es geschafft“ (auch wenn die Gründe dafür woanders liegen). Nicht aber Mr. Trump, denn dieser agiert noch immer wie in der Vorzeit. Selbst er sollte wissen, dass die USA von der globalen Wirtschaft stark profitiert. Nicht als Stahlproduzent, aber in der Finanzindustrie und die Technologiebrache, nimmt die USA fast eine marktbeherrschende Stellung ein. Und der Markt ist hier die ganze Welt. Sollte Herr Trump weiter so mit Handels- und Investitionsbarrieren um sich werfen, wird er noch als Präsident in die Geschichte eingehen, der die USA aus der Weltwirtschaft heraus geführt hat. Für den US-Dollar kann dies nur schlecht sein.

 

14.06.2018: US-Leitzinsen erreichen neutrales Terrain

Die US-Notenbank hat gestern wie erwartet die Leitzinsen auf die Spanne von 1,75% - 2,00% angehoben. Es ist die zweite Anhebung in diesem Jahr. Die Anhebung ist durch die stabile Wirtschaftslage in den USA gut fundiert. Der Arbeitsmarkt läuft auf Hochtouren und auch die Inflation hat im Frühjahr das Fed-Ziel von 2% erreicht. Die US-Notenbank rechnet durch die radikale Steuerreform von US-Präsident Trump mit steigenden Staatsausgaben und mit einem anhaltenden Wirtschaftsaufschwung. In weiterer Folge könnten auch verhängte Importzölle die Inflation stärker befeuern. In ihrem Ausblick signalisierte die Notenbank deshalb zwei weitere Zinsanhebungen für das Jahr 2018 und ein Überschießen der Inflation. EUR/USD reagierte kaum, da eine vierte Zinsanhebung wohl von den meisten Marktteilnehmern erwartet worden war. Aussichten: EUR/USD seitwärts zwischen 1,1720 – 1,1860. Widerstand: 1,1960.

 

12.06.2018: Britisches Pfund belastet / Gipfeltreffen - Trump und Kim in Singapur

Die britische Wirtschaft zeigt weiterhin Schwächen. Gestern enttäuschten die Zahlen zur Industrieproduktion, die im April um 0,8% gegenüber März nachgegeben hatten. Die wirtschaftliche Dynamik ist schwach. Bevor die Bank of England (englische Zentralbank) die Leitzinsen anheben kann, müssen sich die Zahlen deutlich verbessern. Doch die Vorzeichen stehen nicht gut. Denn laut einer angesehen Wirtschaftsberatungsfirma hat Paris London erstmals als bevorzugte Destination für Direktinvestitionen abgelöst. Aber auch die Querelen über den Status der Nordirland-Irland Grenze in den Brexit-Verhandlungen belasten das Pfund. Das britische Pfund gab nach den schwachen Zahlen zur Industrieproduktion nach und EUR/GBP legte auf 0,8830 zu. Aussichten: Weitere Anläufe auf den Widerstand 0,8840 sind zu erwarten. Unterstützung 0,8750.

 

Das historische Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-Un verläuft laut beiden Seiten sehr erfolgreich. Abschließen soll das Treffen ein gemeinsames Dokument, das auch eine Vereinbarung über einen beginnenden Denuklearisierungprozess enthalten soll. EUR/USD reagierte darauf nicht. Viel spannender ist für den US-Dollar die heute beginnende Sitzung der US-Notenbank Fed. Man erwartet für morgen Abend eine weitere Zinsanhebung um 0,25% und Hinweise auf den weiteren Zinspfad. Aussichten: EUR/USD seitwärts zwischen 1,1650 – 1,1850.

 

11.06.2018: Eine spannende Woche steht bevor

Das „Nein“ zur Vollgeldinitiative in der Schweiz und der gescheiterte G7-Gipfel in Kanada ließen EUR/CHF und EUR/USD heute Morgen leicht ansteigen. Nach dem Treffen hatte nämlich US-Präsident Trump die Zustimmung zur Abschlusserklärung zurückgezogen und den kanadischen Premier Trudeau beleidigt. Damit stehen die G7- Treffen am Scheideweg. Heute ist das Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un in Singapur angesetzt. Es ist zu hoffen, dass es positiver verläuft. Die Highlights der Woche sind die Zinssitzungen der US-Notenbank Fed am Mittwoch und die EZB-Sitzung am Donnerstag. Aussichten heute EUR/USD seitwärts zwischen 1,1720 -1,1900.

 

07.06.2018: Zinserhöhung in den USA immer wahrscheinlicher

Die zuletzt publizierten Konjunkturdaten aus den USA bestätigen die anhaltend positive Entwicklung. Der Arbeitsmarktbericht letzte Woche lag über den Erwartungen und auch am Dienstag veröffentlichte Stimmungsumfragen aus dem Dienstleistungssektor konnten einen Anstieg verzeichnen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es nächste Woche Mittwoch zu einer Zinsanhebung Seitens FED kommt, liegt mittlerweile bei über 90 Prozent. Aber auch die Wahrscheinlichkeit für vier Zinserhöhungen in diesem Jahr ist wieder gestiegen und liegt aktuell bei knapp 40 Prozent. Auf längere Frist betrachtet, steht also einer weiteren Aufwertung des US-Dollars nichts im Wege. Trading Range für heute: 1,1650 - 1,1850

 

25.05.2018: Dollarstärke macht sich breit!? 

Neben zuletzt aufkeimenden politischen Unsicherheitsfaktoren in Europa und nachgebenden Stimmungsindizes in der Eurozone ist es vor allem die aufgehende Zinsschere zwischen dem US-Dollar und dem Euro, welche für fallende Notierungen in EUR/USD sorgt. Besser als in der Eurozone zeigt sich nach wie vor die Stimmungslage im Hinblick auf Investitionsbereitschaft in den USA. Eine tatsächliche Umsetzung protektionistischer Vorhaben des US-Präsidenten könnte zudem die Inflationsentwicklung stützen. Die Fed-Währungshüter könnten einen zusätzlichen Zinsschritt noch im heurigen Jahr ins Spiel bringen. Mit Spannung blicken die Marktteilnehmer deshalb auf die weiteren Entwicklungen in den Handelskonflikten der USA. Nach kurzer Verschnaufpause notiert der EUR/USD bereits wieder unter dem Dezember-Tief bei 1,1717. Weitere Dollarstärke könnte das Währungspaar bis 1,1550 führen. Korrekturen bis 1,2000 können nicht ausgeschlossen werden. Die Volatilität könnte generell zunehmen.

 

09.05.2018: Gefährliches Spiel mit dem Feuer!

Gestern hat US-Präsident Trump verkündet, was in der EU schon seit längerem befürchtet wurde, dass die USA das 2015 mit dem Iran vereinbarte Atomabkommen einseitig aufkündigen. Gleichzeitig stellte er massive Sanktionen gegen den Iran in Aussicht. Alle vorherigen Überzeugungsversuche europäischer Politiker haben nichts ausrichten können. Sollte sich der Iran seinerseits auch nicht mehr an das Abkommen gebunden fühlen, könnte das Land die Urananreicherung hochfahren. Dies wiederum könnten die USA, aber auch Israel und Saudi Arabien als Provokation auffassen und damit einen eventuellen Militärschlag rechtfertigen. Die Sorgen in Europa, Russland aber auch China, die allesamt an die Vernunft der handelnden Personen appellieren, wachsen. Relativ unbeeindruckt davon verhält sich derzeit das Währungspaar EUR/USD, das derzeit etwas über der Chartmarke 1,1840 notiert.

 

08.05.2018: China mit Leistungsbilanzdefizit

Die Volksrepublik China hat - völlig überraschend - ein kräftiges Leistungsbilanzdefizit bekannt geben müssen. Insgesamt beträgt der Fehlbetrag im 1. Quartal 2018 28,2 Milliarden USD! Wir reden hier vom erst zweiten Defizit Chinas seit Beginn der Aufzeichnungen. Im 1. Quartal 2001 gab es ein Minus von 1 Mrd. USD. Sollten die Überschüsse Chinas weiter stark abnehmen, würde dies auf Sicht einen schwächeren Renmimbi implizieren. Derzeit allerdings sieht es nicht danach aus, da EUR/CNY seit Mitte April sogar von 7,7900 auf 7,5800 aufgewertet hat.

 

03.05.2018: Großbritannien - Brexit bremst die Wirtschaft

Der nahende Brexit hat in der britischen Wirtschaft schon jetzt seine Spuren hinterlassen. Vor allem die Dynamik der Bauwirtschaft und der private Konsum haben deutlich nachgelassen. In Summe führt dies zu einer Stagnation der Wirtschaft, denn das Wachstum lag im ersten Quartal bei mageren 0,1%. Die Jahresrate der Wirtschaftsleistung, die 2017 bei 1,4% lag und heuer auf 2,0% steigen sollte, wird für 2018 nur mehr bei 1,2% erwartet. Sollte es London schaffen mit der EU die Zollunion beizubehalten, dann könnte sich die Situation noch einmal umdrehen. Bleibt nur ein Freihandelsabkommen, dann dürfte die Wirtschaft in den nächsten Jahren kaum (1,0%) wachsen. Das GBP hat sich in den letzten Tagen von der USD Bewegung gelöst und ist von 0,8680 auf 0,8825 gestiegen. Solange der Widerstand bei 0,8880 hält, ist charttechnisch noch eine Korrektur Richtung 0,86 möglich.

 

02.05.2018: US-Strafzölle - weitere Frist

In letzter Minute hat US Präsident Trump die Zölle auf Stahl und Aluminium um ein Monat aufgeschoben. Am ersten Juni soll dann endgültig Schluss sein. Die EU hat gedroht im Gegenzug US Produkte wie Erdnüsse, Motorräder, Whisky und Jeans ebenfalls mit erhöhten Zöllen zu belegen. Es bleibt jetzt nur noch ein Monat Zeit um in intensiven Verhandlungen zu einer Lösung zu kommen, die neben Industrie- auch Agrarprodukte einschließen soll. Von europäischer Seite dürfte verlangt werden, dass die USA Ausschreibungen öffentlicher Aufträge für europäische Anbieter öffnen. Wie reagierte der EUR/USD Kurs? Dieser hat gestern seine Talfahrt fortgesetzt und dabei die 200- Tageslinie (1,2010), sowie die psychologische Marke 1,2000 gebrochen. Der Tiefstwert lag bei 1,1985. Wenn sich der EUR/USD Kurs weiter unter der 1,20er Marke halten kann, dann geht die Bewegung Richtung 1,18 weiter.

 

27.04.2018: EZB-Ausblick unverändert

Die Europäische Zentralbank hat weder die Parameter der Geldpolitik noch ihren Ausblick geändert. Präsident Mario Draghi ist besorgt über die Konjunktur im Euroraum, hinsichtlich der Inflationsentwicklung bleibt er jedoch zuversichtlich. Die Leitzinsen sollen weit über das Ende des Anleihekaufprogramms auf dem aktuellen tiefen Niveau bleiben. Die (Netto-) Anleihekäufe sollen mit 30 Mrd. EUR monatlich bis September fortgesetzt werden. Wir erwarten, dass die EZB Anfang Sommer Informationen über die weitere Entwicklung geben wird.

 

23.04.2018: Euro Zinsen - Die Angst vor dem steigenden Ölpreis treibt die Zinsen nach oben!

Die langfristigen Zinsen in der Eurozone sind in der vergangenen Woche im Durchschnitt um 0,10 Prozent angestiegen. Auslöser war vor allem der Ölpreis, der auf über 74 US-Dollar pro Barrel (Sorte Brent) gestiegen ist. Ein weiterer Faktor waren die nach oben korrigierten Wachstumsprognosen für Deutschland. Diese wurden für 2018 und 2019 um 0,20 Prozent erhöht. Dies alles könnte den Weg für einen weiteren Zinsanstieg frei machen. Ein Anstieg von zusätzlichen 0,15 Prozent ist unserer Meinung nach mittelfristig möglich.

 

20.04.2018: Ölpreis erreicht 75 USD

Erstmals seit November 2014 erreichte gestern der Ölpreis der Nordseesorte Brent 75 US-Dollar pro Fass. Für den Preisanstieg gibt es mehrere Gründe. Gerüchten zufolge dürfte die OPEC die bestehenden Förderkürzungen über das Ende 2018 hinaus verlängern. Der verlaufende Konflikt im Nahen Osten könnte zu Sanktionen der USA gegen iranische Ölexporte führen und das Angebot an Öl weiter verknappen. Auf der Nachfrageseite sorgt das starke Weltwirtschaftswachstum (laut Prognose des Internationalen Währungsfonds +3,9 % im Jahr 2018) für höhere Ölpreise. Außerdem sind die Lagerbestände in den USA in letzter Zeit auf ein normales Niveau zurückgegangen, was ein Ende des mehrjährigen Überangebots signalisiert. Angesichts der oben genannten Entwicklungen dürfte der Ölpreis kurzfristig noch etwas zulegen.

 

16.04.2018: GBP im Höhenflug

Nachdem sich der Kurs EUR/GBP sieben Monate lang in einer Bandbreite von 0,8650-0,9050 bewegt hatte, ist er am Freitag nach unten ausgebrochen. Gegenüber dem US-Dollar ist das Pfund sogar wieder so stark wie vor dem Brexit-Referendum vom Juni 2016. Während die Europäische Zentralbank in ihrem letzten Sitzungsprotokoll vorsichtig bleibt, wird eine Leitzinserhöhung jenseits des Ärmelkanals im Mai vermehrt erwartet. Trotz des Austritts aus der EU im März 2019 bleibt Großbritannien bis Ende 2020 im Binnenmarkt und laut EU-Chefunterhändler Michel Barnier könnte es auch länger bleiben. Dies hört sich alles GBP-positiv an. Aber ein untrennbarer Bestandteil des EU-Binnenmarktes ist freier Personenverkehr, der für die britische Regierung kaum akzeptabel sein wird. Auch deswegen bleiben wir vorsichtig und halten die aktuelle GBP-Stärke für übertrieben.

 

12.04.2018: USA - Protokoll der US-Notenbanksitzung

Gestern wurde das Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung vom März veröffentlicht. Die US-Notenbank Fed sieht darin die US-Wirtschaft auf einem guten Weg der Erholung und wird den langsamen Zinserhöhungspfad weiter fortsetzen. Im März war der Leitzzinssatz auf 1,50% - 1,75% angehoben worden. Mit Verweis auf den Handelskonflikt mit China werde man aber auch die weltweiten Entwicklungen berücksichtigen. Solange die Risiken für die Konjunktur nicht zu groß werden, wird mit zumindest zwei weiteren Zinsschritten um 0,25% gerechnet. Auf dem Arbeitsmarkt herrscht fast Vollbeschäftigung, aber auch bei der Inflation hofft die Fed auf eine Bewegung in Richtung 2%. Gestern Nachmittag enttäuschten die Produzentenpreise mit -0,1% gegenüber Vormonat. Man darf gespannt sein, wie sich die US-Verbrauchpreise am Monatsende präsentieren.

 

11.04.2018: China macht Schritt auf USA zu

Chinas Präsident Xi Jinping kündigte gestern auf dem chinesischen Boao-Wirtschaftsforum neue Schritte zur Öffnung der chinesischen Volkswirtschaft an. Damit setzt China in einem offensiven Schritt auf Entspannung in den beginnenden Handelskrieg zwischen den USA und China. Xi Jinping kündigte unter anderem die Senkung von Importzöllen auf Autos an, mehr Schutz für geistiges Eigentum von ausländischen Unternehmen und erleichterten Investitionszugang in der Auto- und Finanzbranche. Der asiatische Aktienhandel reagierte (vor allem Autobauer) positiv auf diese Ankündigungen. Auf die Reaktion von US-Präsident Trump darf man gespannt sein. EUR/CNY reagierte kaum und hält sich weiterhin über den Unterstützungen 7,68 und 7,71. EUR/USD zeigt keine Reaktion. Aussichten: EUR/USD seitwärts zwischen 1,2260 – 1,2430

 

09.04.2018: US-Arbeitsmarkt schwächelt im März

Auf dem US-Arbeitsmarkt wurden im März nur 103.000 neue Stellen geschaffen, was deutlich schwächer war als erwartet. Ökonomen führen die enttäuschende Zahl auf den frostigen März zurück. EUR/USD reagierte mit einem kleinen Kurssprung von 1,2220 auf 1,2280. Die Arbeitslosenquote verharrte auch im März auf 4,1%, dem niedrigsten Wert seit 17 Jahren. Die Stundenlöhne stiegen im Vormonat um 0,3%, wodurch die Jahresrate auf 2,7% stieg. Steigende Stundenlöhne üben Druck auf die Inflation aus und könnten mittelfristig zu stärkeren Zinsanhebungen der US-Notenbank führen. US-Fed Präsident Powell bekräftigte hingegen in seiner Rede auf dem Chicagoer Wirtschaftsclub, dass der „graduelle Zinsanhebungspfad“ der US-Notenbank im Einklang mit der Entwicklung der US-Wirtschaft stehe. Ausblick: Aufgrund eines leeren Datenkalenders erwarten wir heute bei EUR/USD wenig Bewegung. Bandbreite: 1,2220 – 1,2340.

 

04.04.2018: EUR/USD kommt nicht vom Fleck

Auch der gestrige Handelstag brachte kaum Veränderung beim EUR/USD Kurs. Im Tagesverlauf konnte ein Rückgang von Kursen knapp über 1,23 auf Werte um 1,2250 beobachtet werden. Aktuell notiert der Greenback bei 1,2275. Heute steht die Schnellschätzung der Inflationsraten für die Währungsunion an. Zwar deuten Indikatoren auf einen Anstieg der Kernrate hin, dennoch sollten die Zahlen Zinserhöhungsphantasien seitens der EZB keine Nahrung bieten. Am Nachmittag rückt der ADP-Beschäftigungsreport in Amerika in den Fokus und auch der ISM-Index des Nicht-Verarbeitenden Gewerbes sind von Interesse. Spannend bleibt, warum die positiven Wirtschaftsdaten und der steigende Zinsvorteil dem US-Dollar nicht mehr Auftrieb geben. Das Währungspaar Euro/US-Dollar scheint in der breiten Bandbreite 1,2150 bis 1,2550 gefangen. Daran werden auch die heutigen Daten nichts ändern.

 

03.04.2018: Leitzins in Tschechien unverändert

Wie erwartet, verlief die Notenbanksitzung in Tschechien letzte Woche Donnerstag unspektakulär. Der Leitzins wurde unverändert bei 0,75% beibehalten. Der Markt geht aber weiterhin davon aus, dass im heurigen Jahr noch eine zusätzliche Zinserhöhung auf der Agenda stehen wird. Dies wurde auch von Notenbankgouverneur Jiri Rusnok bereits im Februar signalisiert. Ein Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung des Landes untermauert diese Prognose. Das Wachstum stieg zuletzt auf 5,20% an und die Arbeitslosenrate liegt unter 4,0%. Lediglich die Inflation sollte etwas genauer im Auge behalten werden. Im Februar lag diese unter den Markteinschätzungen und fiel zusätzlich unter das Ziel der Notenbanker von 2,0%. Die aktuellen Prognosen sehen aber für den Rest des heurigen Jahres wieder Werte über 2,0% und zu Beginn 2019 eine Annäherung an diese Marke. Die Tschechische Krone konnte nach der Sitzung wieder zulegen. EUR/CZK fiel auf Werte unter 25,40.

 

Diese Unterlagen dienen lediglich der aktuellen Information und basieren auf dem Wissensstand der mit der Erstellung betrauten Personen zum Erstellungszeitpunkt. Diese Unterlagen sind weder Angebot noch Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der hier erwähnten Veranlagungen bzw. (Bank-)Produkte. Sämtliche in diesem Dokument enthaltenen Aussagen sind nicht als generelle Empfehlung zu werten. Obwohl wir die von uns beanspruchten Quellen als verlässlich einschätzen, übernehmen wir für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hier wiedergegebenen Informationen keine Haftung. Insbesondere behalten wir uns einen Irrtum in Bezug auf Zahlenangaben ausdrücklich vor. Die Angaben gemäß § 25 Mediengesetz finden Sie unter diesem Link.