24.01.2020 ‐ Eventnachbericht

Oberbank-Marathon: Der Countdown läuft

Mit dem Marathon-Opening begann am 23. Jänner 2020 in Donau-Forum für viele Laufbegeisterte schon zehn Wochen vor dem Event das Startfieber zu steigen.

Im Bild v.l.n.r.: Günther Weidlinger, Mag. Thomas Ziegler, Dr. Franz Gasselsberger, MBA, Markus Ryffel, Dr. Harald Schrenk, MBA, Bernadette Schuster, MR Dr. Alfred Fridrik, Gerhard Hartmann; Foto: Fotolui

 

Beliebtester Marathon Österreichs

Zurecht zeigte sich Gastgeber Franz Gasselsberger stolz auf das enorme Interesse mit 20.000 Läufer/innen und 100.000 Zuschauer/innen, wobei er auch die enorme Werbewirkung für die Oberbank als Hauptsponsor betonte. Einmal mehr verwies er auf die Auswirkungen auf die Volksgesundheit:

Das Laufen gehört zu den gesündesten Sportarten, tut Körper und Geist gut. Ich freue mich, wenn auch viele Jugendliche an den Start gehen.

Außerdem benötigten Menschen in der Wohlstandsgesellschaft einen Impuls, was er wiederum als erzieherischen Auftrag verstehe. Auch die Frauen seien seinem Institut ein Anliegen, wie die Initiative „Frau läuft“ beweise:

2019 konnten wir viele zusätzliche Damen für die Marathondistanz gewinnen, 17 Prozent Frauenanteil bei den Startern bedeuten einen Rekordwert!

Er selbst nehme nach der vorjährigen Verhinderung den Halbmarathon wieder in Angriff.

 

Umwelt und Wirtschaft im Fokus

Thomas Ziegler, kaufmännischer Vorstandsdirektor der LIVA, sah bei der Veranstaltung noch viel Entwicklungspotenzial: Er verstehe die erfreuliche Zahl an TeilnehmerInnen als Motivation, für die Zukunft 25.000 anzupeilen. Das heurige Thema „Nachhaltig laufen“ trage zum Beispiel mit wiederverwertbaren Bechern dem Umweltschutzgedanken Rechnung. Für Linz bringe das mehrtägige Sport-Ereignis mit Marathonmesse, Jugendmarathon und dem Sonntags-Hauptact eine gute Auslastung von Gastro- und Beherbergungsbetrieben.

 

Foto: Fotolui

 

Experten mit vielen Tipps

Eine hochkarätige Runde unter Leitung von Dennis Bankowsky, Sportmoderator und Redakteur des ORF OÖ, zeigte die positiven Effekte des Laufsports auf. Zusätzlich gab sie Ratschläge, wie die Vorbereitung auf den Marathon optimal gelingen könnte.

Der Schweizer Olympia-Silbermedaillengewinner Markus Ryffel hält den Morgen für die beste Zeit fürs Training, weil man dann im Beruf vom höheren Energieniveau profitiere. Ratsam sei es auch, nüchtern zu laufen und höchstens vorher Wasser zu trinken.

Bernadette Schuster, mehrfache Medaillengewinnerin bei Staatsmeisterschaften, hob die gesundheitlichen Aspekte, auch diejenigen für die Psyche und die Krankheitsvorbeugung hervor. Auch sei es wichtig, sich beim Laufen Ziele zu setzen. Vor einem Lauf seien die Speicher am Vortag aufzufüllen, am Wettkampftag sei nur noch ein leichtes Frühstück einzuplanen.

Gerhard Hartmann, ehemaliger österreichischer Rekordhalter im Marathon, organisiert Lauftreffs für das Frühjahrsevent, die jedem Interessierten offen stehen. Nur die Regelmäßigkeit führe zum Erfolg, so seine Devise. Lieber kleine Schritte unternehmen; entscheidend sei es, den Schalter umzulegen und zu starten. Die somatische Intelligenz zeige dem Sportler ohnehin, welche Ernährung ihm gut tut. Die Trinkmenge sei danach zu dosieren, wie viel jemand schwitze.

Harald Schrenk, der schon den Ironman auf Hawaii bestritten hat, fungiert als Pacemaker für diejenigen, die die 42 Kilometer in einer Zeit unter 3 Stunden bewältigen möchten. Er schafft es, soziales Umfeld und Arbeit derart zu organisieren, dass sich Freiräume für den Sport ergeben.

 

Laufen als geistige Hochleistung

Alfred Fridrik, Verbandsarzt des Leichtathletik- und Triathlonverbandes in OÖ, stellte fest, dass Laufen das Gehirn in den Vollbetrieb hochfahre. Kein Roboter könnte unsere Bewegungsabläufe, auch über Randsteine, nachahmen. Laufen schütze daher auch gegen Demenz. Er selbst höre lieber in seinen Körper hinein, um den richtigen Rhythmus zu finden, als sich von Pulsuhren leiten zu lassen. Was die Ernährung betreffe: Umstellung sei keine notwendig, wenn sich die Menschen an gesunden Lebensmitteln orientieren. Dazu sollte der Teller bunt sein! Er setze zudem nicht auf Nahrungsergänzungsmittel. Eine Stunde vor dem Lauf sollte man auch nichts mehr trinken.

 

Was bei vielen Gästen besonders hängenblieb: Ernährung ist auf jeden Fall wichtig – und so stürmten sie im Anschluss das Marathon-Buffet.