Das Büro der Zukunft

Mehr Sicherheit durch digitale Infrastruktur und flexibles Raumangebot

Das Büro hat auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten seine Daseinsberechtigung, wenngleich die Anforderungen der künftigen NutzerInnen deutlich steigen. Das betrifft sowohl die Fläche als auch die Qualität. Büro-Objekte, die mehr Platz für Kommunikation bieten und hochwertig ausgestattet sind, sind besonders gefragt.


Neue Arbeitsplatzkonzepte werden entwickelt, wofür mitunter weniger Flächen als bisher benötigt werden. Um sogenanntes Remote Working zu etablieren, sind schließlich weniger fixe Büroarbeitsplätze nötig. Gleichzeitig ist aber bei mittleren und großen Unternehmen ein gegenläufiger Trend zu erkennen: Mit Klein- oder Gruppenbüros statt Großraumstrukturen sollen Infektionsrisiken minimiert werden, die aber wiederum insgesamt mehr Fläche erfordern. Die geringere Anzahl von fixen Arbeitsplätzen wird räumlich anders strukturiert und mit attraktiven Allgemeinflächen ergänzt.

 

 

„Einerseits setzt der Einsatz von Remote Working Flächeneinsparungspotentiale durch eine Reduktion der fixen Büroarbeitsplätze frei. Andererseits werden statt Großraumbüros wieder mehr kleinteiligere Strukturen benötigt, um die Abstände zwischen den Schreibtischen zu erhöhen und zusätzliche Kommunikationsflächen zu schaffen, was wiederum den Flächenbedarf pro Arbeitsplatz erhöht“, sagt Stefan Wernhart, Geschäftsführer der EHL Gewerbeimmobilien GmbH.

 

Wieviel Fläche muss ArbeitnehmerInnen gegeben werden? 

Laut aktueller Arbeitsstättenverordnung dürfen als Arbeitsräume nur Räume verwendet werden, deren Bodenfläche mindestens 8,0 m² pro ArbeitnehmerIn plus jeweils mindestens 5,0 m² für jede/n weitere/n ArbeitnehmerIn beträgt. Arbeitsräume sind so zu gestalten, dass pro ArbeitnehmerIn eine zusammenhängende freie Bodenfläche von mindestens 2,0 m² zur Verfügung steht – und zwar direkt bei seinem Arbeitsplatz oder, sofern dies aus zwingenden, in der Art der Arbeit gelegenen Gründen nicht möglich ist, so nahe beim Arbeitsplatz als möglich.

 

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Wozu braucht es das Büro noch?

Das Büro ist viel stärker als bisher ein Ort des Austausches geworden. Einerseits ist es eine Art „Heimat“ für MitarbeiterInnen, andererseits dient es der Repräsentation gegenüber KundInnen und PartnerInnen.

„Objekte in guter Lage mit hochmodernen Büro- und Community-Räumen sowie perfekter Infrastruktur und umfassenden Service-Dienstleistungen werden weiterhin stark gefragt sein. Ein flexibles Raumangebot, Hotel-inspiriertes Design und Service sowie eine lebhafte Community sind dabei zentrale Elemente“, sagt Dietmar Reindl, Vorstandsmitglied der Immofinanz.

 

Dass das Büro in Zukunft benötigt wird, steht somit außer Frage. Denn als soziale Wesen benötigen wir einen Begegnungsraum, an dem wir uns austauschen können. Zu diesem Ergebnis kommt auch eine Studie des Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO. Auch wenn viele MitarbeiterInnen offensichtlich sehr gut von zu Hause arbeiten können, so steht demnach fest: Fehlende soziale Interaktionen mit KollegInnen, aber auch das Wegfallen von spontanen Begegnungen, das nachweislich zu mehr Kreativität führen kann, trug dazu bei und verstärkt bei vielen den Wunsch wieder ins Büro zurückzukehren.

 

Großräume werden übrigens nicht zwangsläufig verschwinden, denn Abstandsregeln lassen sich auch hier relativ gut umsetzen. Allerdings werden sich die Oberflächen des Mobiliars verändern. «Metall, Leder, Kunstleder, Plastik und alles, was leicht zu reinigen ist, gewinnt an Relevanz», schreibt das Möbelunternehmen Vitra in einer aktuellen Studie.

 

Verwendete Quellen u.a.:

https://www.immobilien-magazin.at/artikel/wiener_bueromarkt_zeigt_sich/2020.16461/

https://immofinanz.com/de/buroimmobilien


»Homeoffice Experience – Eine empirische Untersuchung aus Nutzersicht während der Corona-Pandemie« iao.fraunhofer.de

https://www.diepresse.com/5879099/die-zukunft-des-buros-sieht-ganz-anders-aus

 

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Dieser Artikel wurde am 27.01.2021 erstellt.

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