Balkon renovieren leicht gemacht

Gastbeitrag von Bloggerin Mena Wox – www.einzigartig-selbstgemacht.at

Da ein Balkon in Wien für viele nur eine Wunschvorstellung ist, hätte ich mich grundsätzlich über meinen ja freuen sollen. Bedenkt man aber, dass bei meinem seit Jahrzehnten nichts mehr repariert, renoviert oder ausgebessert wurde, hielt sich die Freude meinerseits eher in Grenzen. Anstatt warme Sommertage am Balkon zu verbringen, hat es sich in den letzten Jahren eher so eingebürgert, den Balkon mehr und mehr in eine Kombination aus Freiluft-Abstellkammer und privater Müllhalde umzufunktionieren. Alles was also keinen Platz in der Wohnung hatte oder gerade im Weg stand, wurde kurzerhand auf den Balkon verbannt.

 

Schon seit langer Zeit wollte ich mich aufraffen und den Balkon in eine gemütliche Wohlfühloase verwandeln. Neben dem letzten Fünkchen Motivation hat mir aber auch das richtige Werkzeug gefehlt. Basteltechnisch bin ich wirklich top ausgestattet. In meinem Arbeitszimmer lässt sich so ziemlich alles finden. Angefangen von Papier in allen Farben und Stärken bis hin zu Stoffen und Stiften in unterschiedlichsten Variationen. Meine Handwerkerausstattung beschränkte sich bis jetzt aber noch auf ein Maßband und einen Kreuzschraubenzieher.

 

Als ich mir dann endlich ein Multifunktionswerkzeug geholt habe, hatte ich die notwendigen Mittel und plötzlich auch die erforderliche Motivation, meinen Balkon einer Verwandlung zu unterziehen.

 

Was sind das für Eisendinger

Im ersten Schritt habe ich sämtliche Nägel und Eisendinger (ich finde wirklich keinen anderen Ausdruck dafür) mit meinem Wundergerät entfernt. Den richtigen Aufsatz verwendet und schon habe ich mit minimalem Kraftaufwand die Eisendinger einfach abgeschnitten. Anschließend noch etwas Spachtelmasse verwendet – tataaaaa, viel besser!

 

Die Fassade bröckelt

Der wohl größte Brocken war das Abschleifen des gesamten Balkons. Neben den abgebröckelten Wänden mussten auch das Geländer und die Fensterrahmen abgeschliffen werden. Was für mich anfangs ein unglaublich aufwändiges Vorhaben darstellte – ja ich dachte im Ernst, dass ich alles per Hand abschleifen müsste – hat sich dann mit meiner neuen Maschine als rasche, ja sogar lustige Arbeit entpuppt. Durch die austauschbaren Schleifscheiben konnte ich sogar alle Materialien mit demselben Gerät bearbeiten.

 

Ton in Ton

Anschließend musste dem Balkon frische Farbe verpasst werden. Wer mich kennt weiß, dass ich nicht unbedingt der farbenfrohste Mensch bin, vor allem was Einrichtungs- und Kleidungsstil betrifft. Also habe ich mich klassisch für verschiedene Grautöne entschieden. Wände grau, Fensterrahmen grau, Balkongeländer grau, alles grau. Ich muss gestehen, dass ich dabei nicht zur hochpreisigen Qualitätsfarbe gegriffen, sondern alle Farben vom Bauhaus um die Ecke besorgt habe. Für mich völlig ausreichend und im Preisleistungsverhältnis absolut okay. Zuerst Grundierung, dann Deckfarbe – fertig!

 


Fotoquelle: Bloggerin Mena Wox

 

Am Boden der Tatsachen

Etwas schwieriger hat sich im ersten Moment das Thema Boden gestaltet. Die Fliesen waren zum Teil schon gesprungen und spannender Weise auf der einen Seite des Balkons grün, auf der anderen rot – also richtig schick ;). Da ich absolut kein Experte in Sachen Handwerken und Renovieren bin, kamen das Rausreißen der Fliesen oder das Neuverlegen eines Holzbodens nicht in Frage. Stattdessen habe ich zu Holzfliesen gegriffen. Ich war extrem positiv überrascht, als ich gemerkt habe, dass sie sogar von den Maßen her fast perfekt gepasst haben.

 

Von der Breite her habe ich meinen Perfektionismus über Bord geworfen und den einen Zentimeter, der jetzt frei ist, verkraftet. Da mein Balkon interessanter Weise schief ist und auf der einen Seite breiter ist als auf der anderen, sieht man eben auf der breiteren Seite noch etwas vom alten Boden. Soll Schlimmeres passieren ;). Was die Länge betrifft habe ich etwas getrickst und die einzelnen Holzbretter einfach „falsch“ angeschraubt. So konnte ich mir lästiges Sägen mit der Stichsäge ersparen und schon verwandelte sich auch der Punkt „neuer Boden“ in ein einfaches Unterfangen.

 

Fotoquelle: Bloggerin Mena Wox

 

Probier‘s mal mit Gemütlichkeit

So ganz ohne Möbel schaut der Balkon zwar um einiges größer aus, so richtig zum gemütlichen Morgenkaffee trinken lädt er aber momentan noch nicht ein. Meine alten Gartenmöbel stehen zwar momentan in meinem Arbeitszimmer, so wie die aussehen möchte ich sie aber ehrlich gesagt nicht unbedingt auf den frisch renovierten Balkon stellen. Upcycling Ideen hab ich natürlich schon wieder genügend und ein paar neue, selbstgemachte Möbel und Accessoires werden es auf jeden Fall auch noch auf meinen neuen Balkon schaffen. Freu dich also auf viele spannende DIYs rund ums Thema Balkon, die demnächst auf meinem Blog online gehen werden.

 

Fotoquelle: Bloggerin Mena Wox

 

Trotzdem bin ich schon jetzt total happy mit dem Ergebnis und habe mir nach getaner Arbeit gleich mal eine Tasse Tee auf meinem neuen Balkon gegönnt. Wie gesagt am Gemütlichkeitsfaktor wird noch gearbeitet, damit ich die Sommersaison dann endlich so richtig starten kann ;).

 

Hast du einen Balkon? Und wenn ja, nutzt du ihn auch brav, oder wird er bei dir auch als Abstellkammer zweckentfremdet?

Wünsch dir einen sonnigen Tag und hoffe, dass ich den einen oder anderen dazu motivieren konnte selbst aktiv zu werden. Der Arbeitsaufwand lohnt sich wirklich, glaub mir ;)

 

Alles Liebe,

Magdalena

 

Der Original-Beitrag wurde auf dem Blog „Einzigartig selbstgemacht" veröffentlicht.

 

Empfohlen wird, Renovierungs- bzw. Instandhaltungsarbeiten immer in Absprache mit dem Wohnungseigentümer und der Hausverwaltung durchzuführen.

 

Mena Wox

Bloggerin

einzigartig-selbstgemacht.at

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