5 Tipps zur Kostenplanung bei Bau oder Renovierung

Weil ein genauer Plan das halbe Leben ist

Überraschungen mögen die meisten Menschen. Nicht aber, wenn‘s um’s liebe Geld geht. Wer eine Immobilie neu- oder umbaut, der muss genau kalkulieren. Viele Kostenpunkte summieren sich zum Gesamtpreis. Wer hier „schön“ rechnet oder etwas vergisst, der scheitert. Ein detailliertes Baukostenmanagement hilft, den Überblick zu wahren.

 

Oberbank Expertin Jasmina Karabasic aus der Abteilung Privatkunden meint, dass eine genaue Kostenermittlung zwar zeitintensiv ist, sich aber jedenfalls lohnt, denn: „Eine genaue Kostenplanung verhindert in erster Linie eine Kostenüberschreitung. Und darum geht es ja. Wenn einem klar ist, was man alles braucht und haben will – vom Keller bis zum Pool oder der Designerküche – dann weiß man dank des Kostenplans auch gleich, ob man sich diese Wünsche überhaupt leisten kann.“

 

 

1. Bedürfnisse und Wünsche an das Budget anpassen. So kommt es zu keinen unangenehmen Überraschungen! Daher:

  • Kostenvoranschläge einholen: Durch Kostenvoranschläge diverser Firmen kann man sich vorab ein Bild verschaffen, wie viel die einzelnen Investitionen in etwa kosten würden, und so eventuelle Fehlkalkulationen vermeiden.
  • Durch Preisvergleiche können Sie sicher gehen, dass man einen fairen Preis bezahlt.
  • Sparen sie nicht an der falschen Stelle! Wenn Sie heute schon wissen, dass bei Dach oder Fenstern einmal etwas „getan werden“ muss, dann müssen Sie diese Ausgaben schon jetzt einkalkulieren.
  • Überlegen Sie, wie viel Wert Sie auf exklusive Materialien legen? Zum Beispiel Marmorboden oder eine Steinplatte auf der Kücheninsel?
  • Bedenken Sie, dass Sie nicht alle „alten“ Möbel in ein neues Heim mitnehmen wollen. Planen Sie daher auch dafür ein Budget ein.
  • Informieren Sie sich bei der Gemeinde über Anschlussgebühren (hier können auch oft zusätzliche Kosten dazukommen).
  • Informieren Sie sich über Förderungen.

 

 

2. Beim Budget 10 % Puffer einkalkulieren

Grundsätzlich rät Jasmina Karabasic fixe Budgets zu vergeben – so kann man besser kalkulieren, auch wenn das Disziplin erfordert. Die Erfahrung zeigt aber, dass es sinnvoll ist, 10 % Puffer einzukalkulieren; denn irgendwas ist immer.

 

 

3. Die Oberbank-Checkliste durchgehen:

  • Was sind meine Wünsche? Prioritäten setzen.
  • Wie möchte ich bauen/renovieren? Lege ich Wert auf umweltfreundliches Bauen/Renovieren?
  • Möchte ich ein Niedrigenergiehaus und was müsste ich dafür berücksichtigen?
  • Will ich eine Förderung beantragen? Wenn ja, Termin bei der Beratungsstelle ausmachen
  • Wie groß soll mein Haus sein? Möchte ich einen Keller oder nicht? Was möchte ich sanieren?  
  • Wie viel möchte ich selber zum Hausbau / zur Renovierung beitragen?
  • Fallen Aufschließungskosten beim Grundstück an? Klären!
  • Baunebenkosten berücksichtigen: Architekt, Baubewilligung, Baustrom, Prüfstatiker
  • Genau überlegen wie ein Haus aufgebaut wird. Was sind die größeren Schritte?
  • Fundamentausgrabungen oder Gartengestaltung sollten nicht vergessen werden!
  • Termine mit diversen Baufirmen wahrnehmen und sich genauestens über die einzelnen Schritte informieren.
  • Bei den Firmen nicht nur auf den Preis schauen, sondern auch auf ihre Verlässlichkeit.
  • Küchenplanung und Inneneinrichtung mitberechnen.

 


Fotoquelle: iStock

 

 

4. Umzugskosten bedenken

Ein Umzug ist ein guter Zeitpunkt zum Aussortieren und Neuanschaffen. Das verursacht entsprechend Kosten. Von der kostengünstigen „Eigenleistung“ mit dem eigenen Auto bis zur Komfort-Variante mit Einpacken, Aufbauen und Auspacken durch ein Speditionsunternehmen ist dabei alles denkbar.

 

 

5. Last not least: Die Außenanlage – häufig unterschätzt

Ein schickes Häuschen sieht noch viel schöner aus, wenn die passenden Außenanlagen den Rahmen bilden. Zu den Außenanlagen zählen die Garage oder ein Carport, eine Einfahrt, Beete, Bäume, eine Einfriedung sowie ein Tor. Die Außenanlagen werden häufig preislich unterschätzt. Erdarbeiten sind in der Regel relativ teuer. Wenn sogar der Mutterboden neu aufgetragen werden muss, wird es richtig teuer. Eventuell stehen sogar noch eine Terrasse mit Überdachung und ein Gartenhäuschen auf der Wunschliste. Teilweise bietet es sich an, die Wünsche nach hinten zu verschieben und klein anzufangen. Für den ersten Sommer reicht sicherlich ein Außensitz mit Sonnenschirm statt einer überdachten Terrasse. Ein weiterer Vorteil einer schrittweisen Vorgehensweise: Sie können sich jedes Jahr über eine neue Attraktion in Ihrem Garten freuen und haben immer wieder ein neues Ziel vor Augen.    

 

Jasmina Karabasic

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