Wie Sie Ihren Rasen richtig anlegen und pflegen

Auf dem Weg zum Wunschrasen

Ein gesunder, dichter Rasen ist die Grundlage für einen schönen Garten. Im Laufe des Jahres muss er allerdings ziemlich viel aushalten: Spielende Kinder, herumtollende Hunde, gesellige Feiern und natürlich auch das Wetter können ihn stark beanspruchen. Zwar ist einen Rasen anzulegen nicht schwierig, aber das Ergebnis kann trotzdem recht unterschiedlich ausfallen. Damit das Vorhaben gelingt, muss einiges beachtet werden.

 

Wann beginnt das Projekt Rasen?

Grundsätzlich können Sie einen neuen Rasen von Frühjahr bis Herbst anlegen. Den besten Start ermöglichen Sie ihm bei einer Aussaat zwischen April und Ende Mai oder im September. Dabei gilt: je wärmer der Boden ist, desto besser. Er sollte wärmer als 9° C sein.

 

Vor dem Rasen anlegen: Welcher Rasentyp ist der Richtige?

Vor dem Anlegen müssen Sie sich für zunächst den gewünschten und auch für Ihre Bedürfnisse passenden Rasentyp auswählen: Zierrasen, Strapazierrasen (Sport- und Spielrasen), Schattenrasen, Blührasen oder Rollrasen.

 

  • Strapazierrasen, auch Sport- und Spielrasen genannt, ist belastbar und sehr trittfest.
  • Zierrasen – der sogenannte englische Rasen ist dicht und grün, aber auch sehr belastungsempfindlich und pflegeintensiv.
  • Schattenrasen eignet sich für schattige oder halbschattige Plätze – unter Sträuchern, Bäumen oder auch hinter Gebäuden.
  • Blührasen ist eine Blumenwiesenmischung, auf der sich nach wenigen Wochen eine bunte Blumenpracht entfaltet.
  • Rollrasen eignet sich besonders als schnelle Lösung.

 

Sport- und Spielrasen

Rasen soll vor allem Sport, Hobby und Haustieren standhalten. Darum ist Spiel- und Sportrasen auch der häufigste Rasentyp. Er ist besonders belastbar und bildet einen robusten, festen und widerstandsfähigen Rasen, der sich auch schnell wieder erholt.

 

Zierrasen

Zierrasen ist eine echte Augenweide und passt perfekt in Gärten, bei denen besonders die gepflegte Rasenfläche im Mittelpunkt steht. Diese Rasensorte setzt sich aus besonders feinen Gräsern zusammen, die einen dichten, dunkelgrünen und kurz bleibenden Rasenteppich bilden. Im Gegensatz zu anderen Gräsern vertragen sie auch tiefe und regelmäßige Rückschnitte. Er ist relativ pflegeintensiv, gehört mindestens zwei Mal im Jahr gedüngt und bei entsprechender Witterung mindestens ein Mal die Woche gemäht.

 

Schattenrasen

Die speziellen Gräser in Schattenrasenmischungen kommen auch mit weniger Licht (Halbschatten) zurecht und gedeihen trotzdem prächtig. Schattenrasen toleriert außerdem den Wurzeldruck durch Bäume. Darunter versteht man den Entzug von Wasser und Nährstoffen durch die massiven Wurzeln großer Gehölze. Das ist wichtig, da ansonsten spezialisierte Unkräuter überhandnehmen und die Rasengräser immer mehr verschwinden. Achtung: Vor Moosbefall in schattigeren Zonen ist auch Schattenrasen nicht gefeit. Hier muss entweder ein Moosvernichter oder im ersten Schritt zumindest ein Rasendünger mit Eisen her.

 

Trockenrasen

Gerade an schwierigen Standorten wie an Hängen, wo reichlich Sonne hinscheint, empfiehlt sich eine Trockenrasenmischung. Die speziellen Gräserarten und -sorten bilden ein tiefes Wurzelsystem und kommen somit länger mit Trockenheit zurecht. Trotzdem sollte man die Gräser in Hitzeperioden nicht komplett im Stich lassen und gelegentlich bewässern.

 

Nachsaatrasen und Reparaturrasen

Lücken im Rasen müssen nicht sein! Verwenden Sie dafür spezielle Nachsaatmischungen. Die darin enthaltenen Gräser keimen besonders schnell, bilden dichte Horste und verdrängen dadurch auch Unkraut. Braune und kahle Stellen, wo kaum noch ein Gras wächst, werden am besten mit Reparaturmischungen wieder zu neuem Leben erweckt. Sie sind mit Hilfsstoffen wie Kokosgranulat, Erde, Dünger oder Mikroorganismen angereichert.

 

Mähroboterrasen

Mähroboter mähen emsig und besonders regelmäßig den Rasen. Eine Tatsache, die viele Rasengräser auf Dauer schwächt. Mähroboterrasen enthält speziell gezüchtete Rasengräser, die regelmäßige und tiefe Schnitte gut vertragen und darüber hinaus für das feine Schnittgut, das Mähroboter direkt auf der Rasenfläche als Mulch hinterlassen, besonders dankbar sind.

 

Rollrasen verlegen

Grün – aber sofort! Mit Rollrasen erhalten Sie eine grüne Rasenfläche, die nach dem Verlegen direkt nutzbar ist. Aber ganz ohne Arbeit geht's auch nicht, immerhin muss der grüne Teppich unmittelbar ausgerollt werden. Außerdem sind wie bei der Rasensaat eine gründliche Vorbereitung des Bodens und eine regelmäßige Bewässerung danach unbedingt nötig. Bei Rollrasen kommt mit der Zeit auch genauso Unkraut durch.

 

Rollrasen verlegen

 

Rasen mähen, aber richtig!

Wer richtig mäht, hat länger etwas von seinem Rasen. Nichts kann einer Rasenanlage mehr schaden als eine zu späte Mahd. Wer mit dem Rasenmähen zu lange wartet, hat nämlich das Problem, dass die schnellwüchsigen Unkrautarten sich verstärkt ausbreiten. Sie brauchen Platz und verdrängen die Rasenpflanzen. Also lieber einmal öfter mähen, als zu wenig. Wie oft, hängt ganz von der Wachstumsgeschwindigkeit des Rasens ab:

 

  • Die Schnitthöhe sollte zwischen 3 und 6 cm liegen.
  • Zierrasen darf je nach Bodenbeschaffenheit zwischen 2 bis 4 cm kurz sein.
  • Vor und während Hitze- und Trockenperioden stellen Sie die Schnitthöhe am Rasenmäher am besten ca. 1,5 cm höher ein als sonst. So vermeiden Sie, dass der Rasen austrocknet.
  • Für den Rasen ist es am besten, wenn Sie ihn immer mit der gleichen Schnitthöhe bearbeiten.

 

Vertikutieren: Auch ein Rasen will gelüftet werden

Auch die Rasenfläche freut sich über einen Schwung frische Luft. Das funktioniert, in dem man vertikutiert. Ob Sie Ihren Rasen vertikutieren müssen, können Sie ganz einfach herausfinden: Bleiben an einer Metallharke, die man locker durchs Gras zieht, Moospolster an den Zinken hängen? Haben Sie zuviel Unkraut im Rasen? Dann bietet sich das Vertikutieren an.

 

Rasen düngen: Futter für die Rasengräser

Jedes Jahr etwa ab März – je nach Wetterlage – können Sie Ihrem Rasen mit einer Ladung Dünger was Gutes tun. Rasendünger sorgt nicht nur dafür, dass der Rasen widerstandsfähiger wird, sondern auch saftig grün bleibt und weniger Moos entsteht. Wenn Sie kleine Kinder oder Tiere haben, achten Sie darauf für diese ungefährlichen Bio-Rasendünger zu verwenden.

 

Rasen richtig bewässern

Egal, ob der Rasen frisch gesät oder ausgerollt ist, das Wichtigste ist jetzt: Wasser! Bis zur Keimung und einige Wochen danach sollte der Boden durchgehend feucht sein. Die meisten Rasengräser haben einen recht hohen Wasserbedarf, somit sollte der Boden immer eine gewisse Feuchtigkeit aufweisen.

 

Faustregel: Wenn Ihr Fußabdruck auf dem Rasen sichtbar bleibt, sollten Sie zum Gartenschlauch greifen! Denn dann reicht der Wassergehalt nicht mehr aus, um die einzelnen Grashalme wieder aufzurichten.

 

  • Beim Rasen sollte eine ausreichende Bewässerung bis tief zu den Wurzeln vordringen, d. h. ca. 10 bis 15 Liter pro qm Rasenfläche.
     
  • Im Bereich von Bäumen, üppigen Bepflanzungen oder sonstigen wasserdurstigen Gartenbewohnern sollte der Rasen noch intensiver bewässert werden.

 

Bewässern Sie den Rasen, indem Sie den Wasserstrahl nach oben richten, damit das Wasser von oben herabregnet. So werden die neuen Rasensamen nicht unkontrolliert weggeschwemmt und das Wasser hat die richtige Temperatur, weil es an der Luft noch ein wenig erwärmt wird.

 

Dieser Artikel wurde am 31.3.2021 erstellt.

Fotoquelle: Shutterstock

 

Verwendete Quellen u.a.

https://www.gartendialog.de/rasen-anlegen/

https://www.myhomebook.de/gardening/rasen-anlegen

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