Checkliste für Ihre Unternehmens-Website

Was Sie bei der Umsetzung Ihrer digitalen Visitenkarte beachten sollten

Ohne eine professionelle Website läuft heutzutage bei den meisten Unternehmungen nichts mehr. Dennoch zeigt sich immer wieder, dass viele davon sträflich vernachlässigt werden, in die Jahre gekommen oder ganz einfach schlecht aufgesetzt sind. Dabei ist ein überzeugender Onlineauftritt mittlerweile einer der wichtigsten Faktoren, um KundInnen anzuziehen und ein adäquates Unternehmens-Image im Web zu erzeugen.

 

Warum Internetpräsenz das Um und Auf ist

Laut ÖWAPlus (Österreichische Web Analyse 2018) über das Online Nutzungsverhalten der ÖsterreicherInnen nutzen bereits 81,3 Prozent aller NutzerInnen das Internet auch mobil. Die Nutzungsschwerpunkte liegen mit über 90 Prozent bei Suchmaschinen, 89 Prozent für private Mails, über 74 Prozent für Online Banking, rund 67 Prozent für Einkaufen und Bestellen von Produkten und Dienstleistungen sowie rund 64 Prozent für soziale Medien. Knapp 90 Prozent der österreichischen Haushalte verfügen mittlerweile über Breitband-Zugang, durchschnittlich verbringen die ÖsterreicherInnen 118 Minuten an einem normalen Wochentag im Internet (Quelle: Statista). Damit ist die Online Präsenz zu einem entscheidenden Faktor für den Unternehmenserfolg herangewachsen.

 

So gestalten Sie Ihre Firmenwebsite

Der erste Eindruck nach außen, und mittlerweile oft auch der wichtigste, ist Ihre Corporate-Website. Sie soll Ihr Unternehmen und Ihr Produktportfolio bestmöglich wiederspiegeln und weitere Anreize zu einer gewünschten Aktion (z. B. Kontaktaufnahme, Online Shopping, Anfrage zu einem Beratungsgespräch) setzen. Mittlerweile lassen sich einfache Websites (ohne aufwendiges CRM bzw. Online Shops) sehr kostengünstig umsetzen. Viele KleinunternehmerInnen bauen sich ihre Business-Website sogar selbst. Dagegen spricht nichts, doch gilt es ein paar wichtige Punkte zu berücksichtigen:

 

  1. Keep it simple – die Startseite zählt
    Viele versuchen in ihre Homepage oder in die gesamte Website alles und jedes, fancy Bilder, viel Bunt oder Statistiken reinzupacken. Das verwirrt die KundInnen eher. Reduktion ist hier oft mehr. Ihre Seite sollte visuell ansprechend aber aufgeräumt gestaltet sein.
     

  2. Rechtlich abgesichert und glaubwürdig
    Wir bewegen uns im Web aber nicht auf dem Marktplatz. Machen Sie nur Versprechungen, die Sie einhalten können und vergessen Sie nicht auf wichtige rechtliche Basics, die auf jeder Website zwingend anzuführen sind, u.a. ein vollständiges Impressum. Wenn Sie Analyse- oder Remarketing-Tools mittels Cookies einsetzen wollen, muss der User unbedingt deren Verwendung zustimmen. Darüber hinaus müssen Sie bekannt geben, welche Informationen getrackt und wie lange diese gespeichert werden.
     
  3. Suchmaschinenoptimierte Inhalte
    Die Inhalte auf der Website tragen maßgeblich zur Auffindbarkeit und dem Ranking von Suchmaschinen bei. Keywords sollten vorab definiert werden und sich im Text und vor allem in den Headlines wiederfinden. Eine übermäßige Verwendung von Keywords sollten Sie jedoch vermeiden, da diese von Suchmaschinen erkannt und abgestraft wird – Inhalte und vor allem Headlines sollten für sich und im Kontext stehend Sinn ergeben. Generell gilt: kurze Sätze, strukturierte Texte mit einem übersichtlichen Layout funktionieren besser. Damit erleichtern Sie den automatisierten Search-Bots ihre Arbeit. Auch das passende Bildmaterial und entsprechende Infografiken punkten.
     
  4. Einfache Navigation und übersichtliches Design
    Möglichst wenige Clicks sollten die NutzerInnen zum Ziel führen. Eine einfache Navigation und ein strukturiertes Design helfen dabei.
     
  5. Usability
    Halten Sie sich an gelernte Grundregeln: Oben links gelange ich zur Startseite zurück, ein Einkaufswagen symbolisiert „Shop“, halten Sie die Felder beim Kontaktformular so gering wie möglich. Flash-Animationen sind im Jahr 2020 ein absolutes No-Go, animierte Inhalte sollten via HTML5 realisiert werden und sollten nicht zu oft zum Einsatz kommen. Außerdem gilt: Jede Website muss heutzutage responsive sein, d. h. auch am Handy bzw. Smartphone optimal ausgespielt werden. Wird die mobile Darstellung nicht unterstützt, müssen Sie mit einer drastischen Herabstufung im Suchmaschinenranking rechnen.
     
  6. Verlinkungen
    Links sind gut und wichtig, aber nicht übertreiben: Gekaufte Links sind sogar kontraproduktiv. Google wird bei solcher und übermäßiger Verwendung hellhörig. Dennoch sind sie wichtig. Am besten verwenden Sie Backlinks zu u. a. ehemaligen AuftraggeberInnen, Online-Ausgaben von Tageszeitungen, KundInnen, Blogs und Websites oder Testberichten.
     
  7. Analyse und langfristige Planung
    Um sich interessant zu halten, ist laufend frischer Content notwendig. Auch die Analyse der bestehenden Seite – was funktioniert besonders gut? Welche Artikel / Subseiten haben besonders hohe Verweildauer? Aber auch im umgekehrten Sinn – auf welche Seiten kann ich verzichten? Wann springen die meisten User ab? usw. – ist wesentlich, um erfolgsorientiert arbeiten und optimieren zu können.
     
  8. Owned Content
    Differenzierung im Web passiert – auf der eigenen Website wie auch auf den Social Media Accounts – durch “owned Content“. Textplagiate werden von Google erkannt und wirken sich negativ auf das Ranking aus. Sollten Sie Texte veröffentlichen, die bereits im Web verwendet wurden, sind diese als sogenannte „Canonical Links“ zu kennzeichnen. Eine Nutzungserlaubnis ist sowieso obligatorisch. Wer ausschließlich mit zugekauften Fotos arbeitet, ist austauschbar. Auch die Sprache und der Gesamteindruck müssen in eine Unverwechselbarkeit einzahlen. Das zieht KundInnen an und vermittelt ein durchgängiges Image des Unternehmens.

 


Fotoquelle: Shutterstock

 

Online Advertising

Wenn Sie Ihre Seite im Netz bewerben wollen, gibt es so gut wie keine Alternative zum Google-Werbenetzwerk, das Suchmaschinenwerbung (Ad Words), Bannerwerbung (Display Ads) und Videowerbung (Youtube-Ads) abdeckt. Einzig Bannerwerbung kann teilweise alternativ direkt auf Websites geschalten werden. Nicht zuletzt aufgrund der umfangreichen Targeting-Optionen und des Big-Data-Wissens von Google kann eine Bewerbung, vor allem in Kombination aus den unterschiedlichen Formaten, bei einer durchdachten Strategie höchst effektiv sein. Entsprechend kostspielig gestalten sich Google Ads – eine Kampagne zu einem Ad Words-Set beginnt bei minimal € 500,- im Monat und macht unter einer Laufzeit von sechs Monaten wenig Sinn. Um Ihr Budget optimal einzusetzen und nicht im Netz „zu versenken“ sollten Sie die Planung und Umsetzung daher an SpezialistInnen delegieren.

 

Quellen:

http://www.oewa.at/fileadmin/Documents/documents/Studienergebnisse_ÖWA_Plus_2018-IV_V2.pdf

https://sevdesk.at/blog/website-gestalten-tipps

 

Diese Unterlagen dienen lediglich der aktuellen Information und basieren auf dem Wissensstand der mit der Erstellung betrauten Personen zum Erstellungszeitpunkt. Diese Unterlagen sind weder Angebot noch Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der hier erwähnten Veranlagungen bzw. (Bank-)Produkte. Sämtliche in diesem Dokument enthaltenen Aussagen sind nicht als generelle Empfehlung zu werten. Obwohl wir die von uns beanspruchten Quellen als verlässlich einschätzen, übernehmen wir für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hier wiedergegebenen Informationen keine Haftung. Insbesondere behalten wir uns einen Irrtum in Bezug auf Zahlenangaben ausdrücklich vor.

 

Dieser Artikel wurde am 17. Juni 2020 erstellt.

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