Corporate Governance

Der vollständige konsolidierte Corporate Governance Bericht der Oberbank ist im jeweils aktuellen Geschäftsbericht enthalten.

 

 

Erfolgskurs und Geschäftspolitik der Oberbank basieren auf besonderen Grundsätzen.

 

Unabhängigkeit durch stabile Kernaktionäre

Die Geschäftspolitik der Oberbank und ihr kontinuierlicher Erfolgskurs basieren auf Grundsätzen guter Unternehmensführung und Transparenz und verfolgen nachhaltige und langfristige Zielsetzungen. Die Eigentümerstruktur sowie die strategische Ausrichtung der Oberbank als börsennotierte, unabhängige Regionalbank werden der Öffentlichkeit klar kommuniziert. Die Bewahrung der Unabhängigkeit ist unser oberstes Unternehmensziel. Durch eine nachhaltige Ertragskraft und eine vernünftige Risikopolitik wollen wir diese Unabhängigkeit absichern. Für keinen Aktionär ist eine direkt oder indirekte Beherrschung im Alleingang möglich. Zwischen der BKS, der BTV und der Wüstenrot Genossenschaft besteht eine Syndikatsvereinbarung, mit dem Zweck, die Unabhängigkeit der Oberbank zu erhalten. Neben dem Bekenntnis des Managements und der Mitarbeiter zur Oberbank und ihrer Unabhängigkeit wirken langjährige Kooperationen mit verlässlichen Partnern wie Wüstenrot und Generali als wesentliche Stabilitätsfaktoren.

 

Österreichischer Corporate Governance Kodex

Als börsennotiertes Unternehmen bekennt sich die Oberbank AG zum Österreichischen Corporate Governance Kodex (OCGK) und hat durch seine Organe auch eine Entsprechenserklärung gemäß § 243b UGB abgegeben. Der Kodex bildet eine wertvolle Orientierungshilfe bei der Ausgestaltung interner Mechanismen und Bestimmungen. Bereits im Geschäftsjahr 2006 hat der Aufsichtsrat im Sinne des Kodex Leitlinien zur Feststellung der Unabhängigkeit seiner Mitglieder definiert. In der Aufsichtsratssitzung vom 28. Marz 2007 wurden die Geschäftsordnungen des Vorstandes und des Aufsichtsrates den Kodexbestimmungen angepasst.

Der Aufsichtsrat der Oberbank hat in seiner Sitzung am 26. November 2007 erstmals eine Entsprechenserklärung abgegeben. Im Jänner 2015 wurde die für das Berichtsjahr maßgebliche Fassung des Kodex wirksam. Auch mit dieser Fassung hat sich der Aufsichtsrat der Oberbank in seiner Sitzung vom 24.11.2014 eingehend beschäftigt und eine Entsprechenserklärung abgegeben.


Der Österreichische Corporate Governance Kodex legt fest, dass das Nichteinhalten seiner so genannten C-Regeln (comply or explain) klar, präzise und umfassend zu begründen ist (ÖCGK 2015, Anhang 2b). Die Oberbank verhält sich durch die Erläuterung folgender Abweichungen im Geschäftsjahr kodexkonform:


Regel 2 C: Die Oberbank hat aufgrund eines Beschlusses der Hauptversammlung vom 15.4.1991 neben Stamm- auch Vorzugsaktien ausgegeben und bietet mit der Gewinnbevorzugung der VorzugsaktionärInnen eine attraktive Veranlagungsvariante. Die von der Oberbank emittierten Stammaktien sind jeweils nur mit einem Stimmrecht ausgestattet, sodass kein Aktionär über ein überproportionales Stimmrecht verfügt.


Regel 31 C: Den gesetzlichen Bestimmungen entsprechend erfolgt die Offenlegung der Vorstandsvergütung im Geschäftsbericht als Gesamtposition einzeln je Vorstandsmitglied. Aus Gründen des Datenschutzes sowie aus Rücksicht auf das Recht auf Privatsphäre der einzelnen Vorstandsmitglieder unterbleibt ein Ausweis der Bezüge je Vorstandsmitglied getrennt in fix und variabel. Auf Basis der in der Oberbank festgelegten Vergütungsregeln ist im Einklang mit dem Bankwesengesetz sichergestellt, dass jegliche variable Vergütung der Mitglieder des Vorstandes sowohl den persönlichen Leistungen des jeweiligen Mitglieds Rechnung trägt als auch die Ertrags-, Risiko- und Liquiditätslage der Oberbank entsprechend berücksichtigt.


Regel 45 C: Aufgrund der gewachsenen Aktionärsstruktur befinden sich im Aufsichtsrat der Oberbank auch RepräsentantInnen aus dem Kreis der größten Einzelaktionäre. Da es sich bei diesen Aktionären auch um Banken handelt, haben solche Aufsichtsratsmitglieder auch Organfunktionen in anderen Banken, die mit der Oberbank im Wettbewerb stehen. Die die Mitglieder des Aufsichtsrates treffenden gesetzlichen Pflichten stellen sicher, dass die berechtigten Interessen der Oberbank uneingeschränkt geschützt werden.


Regel 52a C: Der Aufsichtsrat der Oberbank zählt mehr als zehn KapitalvertreterInnen. Mit derzeit 12 von der Hauptversammlung gewählten KapitalvertreterInnen wird die vom ÖCGK empfohlene Höchstgrenze von zehn nur marginal überschritten, sodass die effiziente und effektive Erledigung der Aufgaben des Aufsichtsrates gewährleistet ist. Die Oberbank schätzt die Expertise ihres aus Spitzenkräften der heimischen Wirtschaft bestehenden Kontrollorgans.

Auszug aus der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat der Oberbank AG

 

§ 5

1. Werden Ausschüsse bestellt, so erfolgt dies generell in der im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung abzuhaltenden Sitzung (§ 12 der Satzung) mit Wirksamkeit bis zum Ende der nächsten ordentlichen Hauptversammlung.

2. Für die Einberufung von Sitzungen der Ausschüsse, deren Beschlussfassung und die Niederschrift gelten die Bestimmungen der §§ 2 und 3 dieser Geschäftsordnung sinngemäß.

3. Die Ausschüsse können Beschlüsse auch schriftlich, fernmündlich oder in anderer vergleichbarer Form fassen.

 

§ 6

1. Dem Arbeitsausschuss obliegt es, durch ständige Fühlungnahme mit dem Vorstand eine geeignete Grundlage zur Überwachung der Geschäftsführung des Vorstandes zu schaffen. In seinen Wirkungskreis fallen nicht nur vorbereitende sondern auch entscheidende Befugnisse.

2. Dem Arbeitsausschuss steht die Entscheidung in allen nach § 4 Abs. 1 Z 1 bis 5 und 7 der Geschäftsordnung für den Vorstand an die Zustimmung des Aufsichtsrates gebundenen Geschäfte zu.

2a. Dem Kreditausschuss steht die Entscheidung in der nach § 4 Abs. 1 Z 6 der Geschäftsordnung für den Vorstand an die Zustimmung des Aufsichtsrates gebundenen Geschäfte zu.

3. Die gemäß Abs. 2 und Abs. 2a dem Arbeitsausschuss bzw. dem Kreditausschuss zur Entscheidung übertragenen Fälle sind, wenn sie der Höhe nach bzw. wegen der damit verbundenen Verpflichtungen oder aus sonstigen Gründen von besonderer Bedeutung für die Bank sind, dem Gesamtaufsichtsrat nachträglich zur Kenntnis zu bringen.

4. Über die Zuständigkeit des Arbeitsausschusses entscheidet im Streitfalle der  Gesamtaufsichtsrat.

 

§ 7

Dringende vom Vorstand beantragte, über seine Kompetenz hinausgehende sonstige Entscheidungen können vom Arbeitsausschuss gegen nachträgliche Berichterstattung an den Aufsichtsrat vorweg getroffen werden. Als dringend ist eine Entscheidung dann anzusehen, wenn sie, um wesentliche wirtschaftliche Nachteile für die Gesellschaft zu vermeiden, unverzüglich getroffen werden muss.

 

§ 8

Der Aufsichtsrat bestellt, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, einen Ausschuss zur Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses, des Vorschlages für Gewinnverteilung und des Lageberichts (Prüfungsausschuss). Der Prüfungsausschuss hat einen allfälligen Konzernabschluss zu prüfen sowie einen Vorschlag für die Auswahl des Abschlussprüfers zu erstatten und darüber dem Aufsichtsrat zu berichten. Dem Prüfungsausschuss muss eine Person angehören, die über besondere Kenntnisse und praktische Erfahrung im Finanz- und Rechnungswesen und in der Berichterstattung verfügt (Finanzexperte).

 

§ 9

1 Der Nominierungsausschuss erstattet Vorschläge zur Besetzung von (frei werdenden) Mandaten im Vorstand und befasst sich mit der Nachfolgeplanung. Der Nominierungsausschuss besteht aus dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates und einem weiteren Mitglied des Aufsichtsrates.

2 Der Vergütungsausschuss regelt die Beziehungen zwischen der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstandes sowie den nach den  Bestimmungen des BWG erfassten Mitarbeitern im Bereich der Vergütungspolitik. Er besteht aus den beiden Mitgliedern des Nominierungsausschusses.

Unabhängigkeitskriterien von Aufsichtsratsmitgliedern

 

Ein Aufsichtsratsmitglied ist als unabhängig anzusehen, wenn es in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand steht, die einen materiellen Interessenkonflikt begründet und daher geeignet ist, dass Verhalten des Mitglieds zu beeinflussen.

 

Der Aufsichtsrat hat daher nachstehende Kriterien für die Beurteilung der Unabhängigkeit eines Aufsichtsratsmitglieds festgelegt:

 

  • Das Aufsichtsratsmitglied soll in den vergangenen drei Jahren nicht Mitglied des Vorstands oder leitender Angestellter der Gesellschaft oder eines Tochterunternehmens der Gesellschaft gewesen sein. Eine vorangehende Vorstandstätigkeit führt vor allem dann nicht zur Qualifikation als nicht unabhängig, wenn nach Vorliegen aller Umstände im Sinne des § 87 Abs. 2 AktG keine Zweifel an der unabhängigen Ausübung des Mandats bestehen
     
  • Das Aufsichtsratsmitglied soll zu der Gesellschaft oder einem Tochterunternehmen der Gesellschaft kein Geschäftsverhältnis in einem für das Aufsichtsratsmitglied bedeutenden Umfang unterhalten oder im letzten Jahr unterhalten haben. Dies gilt auch für Geschäftsverhältnisse mit Unternehmen an denen das Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat. Die Genehmigung einzelner Geschäfte durch den Aufsichtsrat gemäß L-Regel 48 führt nicht automatisch zur Qualifikation als nicht unabhängig. Der Abschluss bzw. das Bestehen von banküblichen Verträgen mit der Gesellschaft beeinträchtigen die Unabhängigkeit nicht
     
  • Das Aufsichtsratsmitglied soll in den letzten drei Jahren nicht Abschlussprüfer der Gesellschaft oder Beteiligter oder Angestellter der prüfenden Prüfungsgesellschaft gewesen sein
     
  • Das Aufsichtsratsmitglied soll nicht Vorstandsmitglied in einer anderen Gesellschaft sein, in der ein Vorstandsmitglied der Gesellschaft Aufsichtsratsmitglied ist, es sei denn eine Gesellschaft ist mit der anderen konzernmäßig verbunden oder an ihr unternehmerisch beteiligt
     
  • Das Aufsichtsratsmitglied soll kein enger Familienangehöriger (direkte Nachkommen, Ehegatten, Lebensgefährten, Eltern, Onkeln, Tanten, Geschwister, Nichten, Neffen) eines Vorstandsmitglieds oder von Personen sein, die sich in einer in den vorstehenden Punkten beschriebenen Position befinden.

Veröffentlichungen betreffend Corporate Governance und Vergütung gemäß § 65a BWG

 

§ 5 (1) BWG: Fit & Proper Vorstand

In Umsetzung der mit 22.5.2013 in Kraft getretenen Bestimmungen zur Umsetzung der Fit & Proper Guidelines hat die Oberbank entsprechende Fit & Proper Richtlinien für den Vorstand und auch für die Schlüsselpersonen der Bank erlassen. Kernstück ist eine eidesstattliche Darlegung der folgenden Kriterien:

  • Kein Vorliegen von Ausschließungsgründen
  • Vorliegen geordneter wirtschaftlicher Verhältnisse und eines tadellosen Leumunds
  • Angabe der fachlichen Kenntnisse
  • Angabe der Mandate und der gewidmeten Zeitressourcen

Anhand dieser Erklärungen hat der Nominierungsausschuss die Fit & Properness der Vorstandsmitglieder geprüft und bestätigt.

 

§ 28a (5) BWG: Fit & Proper Aufsichtsrat

In Umsetzung der mit 22.5.2013 in Kraft getretenen Bestimmungen zur Umsetzung der Fit & Proper Guidelines hat die Oberbank entsprechende Fit & Proper Richtlinien für den Aufsichtsrat und seine Mitglieder erlassen. Kernstück ist eine eidesstattliche Darlegung der folgenden Kriterien:

  • Kein Vorliegen von Ausschließungsgründen
  • Vorliegen geordneter wirtschaftlicher Verhältnisse und eines tadellosen Leumunds
  • Angabe der fachlichen Kenntnisse
  • Angabe der Mandate und der gewidmeten Zeitressourcen

Anhand dieser Erklärungen hat der Nominierungsausschuss die Fit & Proper Eignung der Aufsichtsratsmitglieder geprüft und bestätigt. Die Fit & Proper Eignung der Mitglieder des Nominierungsausschusses wurde vom Gesamtaufsichtsrat geprüft und bestätigt.

 

§ 29 BWG: Nominierungsausschuss

Der Nominierungsausschuss regelt vor allem die Beziehungen zwischen der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstandes im Sinne § 92 (4) AktG. Dazu erstattet er Vorschläge zur Besetzung von (frei werdenden) Mandaten im Vorstand und im Aufsichtsrat und befasst sich mit der Nachfolgeplanung. Dafür wurden entsprechende Bewerberprofile erstellt, Strategien zur Erreichung der festgelegten Zielquoten für das unterrepräsentierte Geschlecht erarbeitet und dadurch die Grundlagen für die breite Entscheidungsfindung im Gesamtaufsichtsrat bei Neubestellungen von Vorständen und Wahlvorschlägen von Aufsichtsratsmitgliedern gelegt.


Auch der Kurs der Geschäftsleitung in Hinblick auf die Auswahl des höheren Managements wird überprüft. Zudem ist er für die Bewilligung der Übernahme von Mandaten (Geschäftsführung, Aufsichtsrat) durch die Vorstände in anderen Unternehmen zuständig, außer die Unternehmen sind mit der Gesellschaft konzernmäßig verbunden oder die Gesellschaft ist an diesen unternehmerisch beteiligt.
Dem Nominierungsausschuss obliegt auch die jährliche Bewertung der Fit & Proper Eignung der Geschäftsleiter, der anderen Mitglieder des Aufsichtsrats sowie des jeweiligen Organs in seiner Gesamtheit unter Bedachtnahme auf Struktur, Größe, Zusammensetzung und Leistung des jeweiligen Organs.


Diese Eignungsprüfung wird vom Nominierungsausschuss jährlich in seiner Sitzung im März durchgeführt bzw. reevaluiert und darüber der Gesamtaufsichtsrat in der Märzsitzung informiert. Es bestand kein Anlass ein Mitglied des Vorstandes oder ein Mitglied des Aufsichtsrates für nicht geeignet anzusehen. Die Eignungsprüfung der Mitglieder des Nominierungsauschusses erfolgt durch den Gesamtaufsichtsrat.

 

§ 39b BWG: Umsetzung der Vergütungspolitik (inklusive Anhang zu 39b)

Bezüglich der Umsetzung der Vergütungspolitik wird auf den ebenfalls auf der Homepage der Bank unter „Kennzahlen und Berichte“ veröffentlichten Offenlegungsbericht verwiesen.

 

§ 39c BWG: Vergütungsausschuss

Bezüglich der Ausgestaltung und Aufgaben des Vergütungsausschusses wird auf den ebenfalls auf der Homepage der Bank unter „Kennzahlen und Berichte“ veröffentlichten Offenlegungsbericht verwiesen.

 

§ 64 (1) BWG: Anhang-Angaben im Jahresabschluss + Homepage

Daten über Niederlassungen gem. § 64 (1) Z 18 BWG:

 

Name der Niederlassung

Niederlassung

Deutschland

Zweig-

niederlassung

Tschechien

Zweig-

niederlassung

Ungarn

Zweig-

niederlassung

Slowakei 

Geschäftsbereiche

Südbayern

Nordbayern

     
Sitzstaat

Bundes-

republik Deutschland

Tschechische

Republik

Ungarn Slowakische Republik
Nettozinsertrag

27.690 

Tsd. Euro

24.895 

Tsd. Euro

14.094 

Tsd. Euro

6.751 

Tsd. Euro

Betriebserträge

41.249 

Tsd. Euro

30.715 

Tsd. Euro

19.185 

Tsd. Euro

7.105

Tsd. Euro

Mitarbeiteranzahl (Vollzeitbasis) 210,9 202,7 90,6 51,9

Jahresergebnis 

vor Steuern

9.738 

Tsd. Euro

16.208 

Tsd. Euro

8.573 

Tsd. Euro

2.082 

Tsd. Euro

Steuern vom Einkommen

-1.138

Tsd. Euro

-3.111 

Tsd. Euro

-402 

Tsd. Euro

-127
Tsd. Euro

Erhaltene öffentliche Beihilfen

0 0 0 0

 

Die Gesamtkapitalrentabilität § 64 (1) Z 19 BWG beträgt 0,91 %.