Tipps fürs Älterwerden und dennoch Jungbleiben - Oberbank
25.04.2017 ‐ Eventnachbericht

Tipps fürs Älterwerden und dennoch Jungbleiben

1.500 Gäste stürmten am 24. April das Donau-Forum, um sich beim Oberbank Gesundheits-Forum zum Thema "Körper & Geist in Balance" mit Hilfe profunder Expertenvorträge Zugang zum Jungbrunnen zu verschaffen.

Im Bild (v.l.n.r.): Oberbank Generaldirektor Franz Gasselsberger, Siegfried Meryn (Internist und ORF-Gesundheitsexperte), Moderatorin Alexandra Meissnitzer und Markus Stark (Sportwissenschafter und Ernährungsexperte). Fotoquelle: Foto LUI

 

Vorbeugung wichtiger als Symptome bekämpfen

 

Generaldirektor Franz Gasselsberger betonte nach der Begrüßung von Moderatorin Alexandra Meissnitzer, dass die Medien die Themen Gesundheit und Ernährung zwar stark im Bewusstsein der Menschen verankere. Dennoch führten unter anderem zu viel und falsches Essen, Bewegungsmangel und Übergewicht – auch bei Jugendlichen – immer öfter zu psychischen und physischen Erkrankungen.

 

Die Oberbank setze hier mit ihrem Projekt "Aktie Gesundheit" ein Zeichen und unterstütze die eigenen Mitarbeiter dabei, den Belastungen des modernen Lebens entgegenzuwirken. "Natürlich können wir als Arbeitgeber nicht die alleinige Verantwortung für die körperliche und geistige Fitness aller Mitarbeiter übernehmen. Wir können aber Impulse setzen, um das Gesundheitsbewusstsein zu fördern, die Eigenverantwortung zu stärken und dabei auf Prävention zu setzen!"

 

Die Wurzel allen Übels sitzt im Darm

 

Markus Stark, Sportwissenschafter und Ernährungsexperte, ist sich sicher, dass die Wechselwirkungen zwischen Psyche, Darm und Gehirn das Immunsystem beeinflussen und die Gesundheit des Menschen ausmachen. Dreh- und Angelpunkt ist dabei seiner Meinung nach die Paleo-Ernährung unserer Urahnen:

Ausreichende Versorgung etwa mit Fisch, biologischem Fleisch, Obst, Gemüse und Nüssen – das heißt 90 Prozent davon und nur 10 Prozent in Form von Getreide, Nudeln, Kartoffeln, Milch und Hülsenfrüchten – erzeugt eine gesunde Darmflora und schützt vor Krankheiten wie Leberentzündungen oder Krebs.

Es gelte mit falschen Mythen aufzuräumen: Oft wird immer noch ein zu starker Zusammenhang zwischen Fett und Übergewicht vermutet oder herrsche eine ungerechtfertigte Hysterie um Vollkornprodukte. Rauchen, antioxidativer Stress, Vitamin-D-Mangel und zu wenig Bewegung fördern zusätzlich vorausgehende entzündliche Prozesse.

 

Gesundheitserwartung vor Lebenserwartung

 

Siegfried Meryn, Internist und ORF-Gesundheitsexperte, findet es bemerkenswert, dass Österreicher/innen zwar vergleichsweise lange leben, aber in der "Gesundheitserwartung" im europäischen Ranking nur im unteren Drittel zu finden seien. Skandinavier würden uns um 10-15 Jahre übertreffen. Sein Credo lautet daher:

Wir sind nicht nur verantwortlich dafür, was wir tun, sondern auch dafür, was wir nicht tun.

In diesem Sinn sei es auch nie zu spät, sportlich aktiv zu werden; vermehrte Bewegung wirke auf jeden Fall lebensverlängernd. Wichtig dabei sei es, eine Sportart zu wählen, die zum eigenen Typ passt, und nicht nur auf Ausdauer-Aktivitäten, sondern auch auf Krafttraining und Balance-Übungen zu setzen. Was außerdem ein gesundes und langes Leben verspreche? Eine positive Lebenseinstellung, soziale Kontakte, Liebe und Wertschätzung. Natürlich spielen auch die Gene eine Rolle. Wir müssen eine Art "Gesundheitsintelligenz" entwickeln, so Meryn. Seine Ernährungsempfehlung: Ein Zuviel an Fett, Salz und Zucker vermeiden und sich stattdessen an mediterraner Kost orientieren.

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