Glühende Eisen an heißem Maiabend - Oberbank
31.05.2017 ‐ Eventnachbericht

Glühende Eisen an heißem Maiabend

Viele der Gäste, die das Oberbank Donau-Forum am Donnerstag, den 30. Mai 2017, bis zum Rand füllten, kamen bei den hohen Temperaturen und dem Thema "Kultmarke KTM - Motorrad-Rennsport Made in Austria" doppelt ins Schwitzen.

Im Bild v.l.n.r.: KTM Motorsport Director Pit Beirer, KTM Vorstandsvorsitzender Stefan Pierer, KTM Teamchef MotoGP Mike Leitner, Oberbank Generaldirektor Franz Gasselsberger, KTM Rally Werksfahrer Matthias Walkner. Fotoquelle: Foto LUI

 

KTM und Oberbank als Erfolgspartner

Generaldirektor Franz Gasselsberger zeigte sich stolz darauf, als Hausbank des Motorradherstellers einen Beitrag zu dessen rasantem Aufstieg bis zur Weltspitze geleistet zu haben. Vor allem seien Parallelen unübersehbar:

Beide sind alteingesessene Unternehmen, die sich aus kleinen Anfängen zu Anbietern anspruchsvoller Produkte und Dienstleistungen entwickelt haben. Beide zeichnet die unbedingte Orientierung an den Ansprüchen der Kunden aus. Und beide legen mehr Wert auf die Ausrichtung auf zukunftsträchtige Geschäftsfelder als auf das starre Festhalten an alten Erfolgsrezepten.

 

KTM hat das Sieger-Gen

Beim anschließenden Sport-Talk unter der Moderation von Walter Zipser gaben vier profunde Experten Einblicke in die Rennsportwelt: Anfangs beschrieb Stefan Pierer, Vorstandsvorsitzender der KTM AG, den Werdegang des Unternehmens von wirtschaftlich schwierigen Zeiten bis zur Spitze als größter Motorradhersteller Europas und Weltmarktführer im Bereich der Geländesport-Motorräder. Treiber war dabei der unbedingte Erfolgswille, der unter anderem 16 Siege bei der Rally Dakar und über 260 Weltmeistertitel einbrachte.

Der Spirit 'Ready to Race' fördert Kraft und Geschwindigkeit und führt zu kurzen Entscheidungswegen. Technische Innovationen bedeuten dabei immer den letzten Schritt der Entwicklung, die ein Jahr später mit der Serienreife endet,

so Pierer. Die Emotionen der Mitarbeiter, die auch zahllose KTM-Fans mitreißen, seien stets der Antrieb und gleichzeitig der Klebstoff des Zusammenhalts. Die Präsenz bei der MotoGP, der Formel 1 des Motorrad-Rennsports, überzeuge HändlerInnen und KundInnen gleichermaßen.

 

Komponenten aus eigener Hand und Neuland MotoGP

Pit Beirer, KTM Motorsport Director, wies auf das großartige Team mit MitarbeiterInnen aus 12 verschiedenen Nationen hin. Die Tochterfirma WP Suspension als modernste Fahrwerksfabrik stelle alle Komponenten vom Stoßdämpfer über Kühler bis zu weiteren Fahrwerksteilen für die Motorräder selbst her. Davon profitieren die KTM-Technik-Crews, umgekehrt helfen die Fahrer mit ihren wertvollen Erfahrungen, die Techniker zu Höchstleistungen anzuspornen und so die Maschinen weiterzuentwickeln.


Mike Leitner, ehemaliger Rennfahrer und KTM Teamchef MotoGP, berichtete von einem harten Arbeitsjahr 2016, in dem für den Einstieg in die höchste Motorsportklasse ein enormer Organisations- und Logistikaufwand betrieben wurde. Nun sammle man bei den ersten Auftritten erste Daten zu Wetter, Reifen, Setting etc., die sicher im nächsten Rennjahr  effektiv zu nutzen seien. Mittlerweile habe sich KTM von den hinteren Rängen bis ins Mittelfeld hochgekämpft. Mit dem starken Partner Red Bull an der Seite habe man das Ziel im Visier, in fünf Jahren bei den vorderen Rängen mitzumischen.


Weltmeisterliche Ausdauer und Härte

Matthias Walkner, KTM Rally Werksfahrer, Zweitplatzierter bei der Dakar Rally 2017 und Motocross-Weltmeister in der MX3-Klasse, unterstrich die große Beliebtheit des Motorrad-Rennsports, obwohl ihn die Medien noch immer teilweise stiefmütterlich behandelten:

10.000 KTM-Fans bei den Bewerben bringen einen zusätzlichen Motivationsschub.

Vor seinem heurigen Podestplatz beim Dakar-Wettbewerb hatte er vorerst eine zweijährige Durststrecke zu überwinden: Beim ersten Antreten 2015 bremste ihn eine Lebensmittelvergiftung, im vorigen Jahr brach er sich bei einem Sturz einen Oberschenkel. Heiterkeit löste Walkner im Publikum aus, als er von streunenden Eseln als besonderen Störfaktoren erzählte. Die Rally Dakar locke jährlich 4 Millionen Zuschauer an, wo auf bestimmten Etappen 40 Kilometer lang sechs- bis siebenreihige Menschenmengen die Piste säumen.


Beim Boxenstop an der Oberbank Vinothek fanden die Gäste zum Abschluss Gelegenheit, den "hochtourigen" Abend mit kühlen Getränken herunterzufahren. Zusätzlich gab es auch noch Motorräder von KTM Braumandl und Showbikes der MotoGP und von Dakar zu bestaunen.

 

Mit dem Oberbank Newsletter-Service immer top informiert!