Oberbank Business Delegation zu Gast im Iran - Oberbank
15.03.2017 ‐ Presse

Oberbank Business Delegation zu Gast im Iran

Vom 5. bis 8. März führte Oberbank Generaldirektor Franz Gasselsberger die erste oberösterreichische Business Delegation in den Iran.

 

Neben zahlreichen KundInnen und MedienvertreterInnen nahmen auch Landeshauptmann Josef Pühringer, die designierte OÖ Wirtschaftskammer-Präsidentin Doris Hummer und der österreichische Botschafter im Iran Friedrich Stift teil.

 

Viele internationale Unternehmen zieht es derzeit in den Iran, das Land ist die zweitgrößte Volkswirtschaft im Nahen Osten und besonders interessant für exportorientierte Unternehmen.

"Der Iran ist einer der interessantesten neuen Märkte, ein Land, das sich gerade in einem spannenden Übergangsprozess befindet", erklärt Oberbank Generaldirektor Franz Gasselsberger eines der Reisemotive.

Irans Wirtschaft setzt derzeit zur großen Aufholjagd an.
Nach den Sanktionsjahren und der wirtschaftlichen Abschottung wurden Anfang 2016 auf Basis des Atomabkommens die Sanktionen gegenüber dem Iran gelockert. Speziell die iranische Industrie hat einen hohen Modernisierungsbedarf, rund 80 % der industriellen Infrastruktur sind veraltet. Mit einer modernisierten Technik könnte die Wirtschaft viel effizienter sein und sich zu einer „fast growing economy“ entwickeln. „Sollten die Sanktionen, wie nach Plan, weiter abgebaut werden, wird sich die wirtschaftliche Situation weiter verbessern. Sowohl die Importe als auch der Wohlstand würden deutlich steigen“, analysiert Gasselsberger.


Iranische Unternehmen suchen nach langfristigen Partnerschaften und einem Know How Transfer.
Zwischen Österreich und dem Iran bestehen immer schon sehr enge Beziehungen. Bereits 1667 knüpfte die in Wien gegründete Orientalische Handelskompanie erste Handelsverbindungen nach Persien. „Made in Austria“ genießt im Iran seit jeher einen ganz besonderen Stellenwert, daran hat sich bis heute nichts geändert.
„Made in Austria“ steht für Qualität, Leistung und kennzeichnet hochwertige Produkte. Und genau das wollen die Iraner – sowohl die ältere, als auch die junge, extrem technisch orientierte Generation“, erläutert Gasselsberger.
Unternehmer schätzen vor allem die hohe Rechtssicherheit und die Handschlag-qualität der iranischen Partner.


Oberbank verfügt über hohe Kompetenz im Auslandsgeschäft.
„Daraus haben sich viele gute Kontakte und Beziehungen entwickelt, die speziell im Iran einen hohen Mehrwert bedeuten“, bekräftigt Gasselsberger. In diesem Zusammenhang spielen natürlich auch die Sanktionsbestimmungen eine wichtige Rolle. Jede Bank, die im Iran geschäftlich tätig ist, muss strenge Regeln einhalten und wird diesbezüglich laufend überprüft. Gerade in diesem Bereich hat die Oberbank über die Jahre ein umfassendes Know-how aufgebaut und kennt sowohl die Regularien als auch das Kundengeschäft sehr gut.

„Wir wissen ganz genau, was erlaubt und was verboten ist. Zusätzlich prüfen wir sehr sorgfältig bei Geschäften unserer Kunden einen allfälligen US-Bezug, um nicht indirekt US amerikanische Rechtsvorschriften zu verletzen“, unterstreicht Gasselsberger.

Nach wie vor gibt es Sanktionen der Europäischen Union wie auch der USA, die es in jedem Fall zu beachten gilt. Dies betrifft einzelne Personen wie auch bestimmte Güterkategorien, die nicht oder nur mit behördlicher Bewilligung in den Iran exportiert werden dürfen. Besonders komplex ist dabei die US-Rechtslage. „Wir achten daher sehr sorgfältig auf einen allfälligen US-Bezug im Kundengeschäft, um nicht indirekt US amerikanische Rechtsvorschriften zu verletzen und lehnen auch die Begleitung von Transaktionen mit US Bezug ab“, bestätigt Gasselsberger.


Oberbank arbeitet an Rahmenabkommen für gebundene Finanzkredite.
„Als erste österreichische Bank stehen wir vor dem Abschluss eines Rahmenabkommens für gebundene Finanzkredite. Dieses Abkommen würde OeKB gedeckte Finanzierungen mit Laufzeiten über zwei Jahre ermöglichen und wird von österreichischen Exporteuren dringend erwartet, die ebenfalls kurz vor Unterzeichnung ihrer Exportverträge stehen“, erklärt Gasselsberger.