Warum Weiterbildung im und für Unternehmen so wichtig ist

Infos und ein Gespräch darüber mit Trenkwalder CEO Wohlfahrter

Jedes Unternehmen ist nur so gut wie seine MitarbeiterInnen. Die Kunst besteht darin, diese zu finden, zu beschäftigen und zu halten. Das Angebot an und die Möglichkeit für Weiterbildung spielt dabei eine wesentliche Rolle.

 

Wie motiviert man MitarbeiterInnen, damit sie sich weiterbilden wollen?

  • Lerninhalte anbieten, die den beruflichen oder auch privaten Alltag erleichtern.
  • Abwechslung zwischen „hard facts“ und „soft skills“.
  • Lerninhalte in Verbindung mit interessanten beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten (Talenteprogramm) anbieten.
  • Es gibt klare Vorgaben, welche Fähigkeiten für eine bestimmte Position vorab unbedingt erworben werden müssen.
  • „Lernen dürfen“ Mentalität als Werteverständnis im Unternehmen etablieren.
  • Weitergabe von Wissen muss eine Selbstverständlichkeit sein.
  • Ort und Zeitunabhängige Lernmöglichkeiten! Web based/App based und somit kompatibel mit allen Endgeräten.

 

Haben MitarbeiterInnen neue Kompetenzen durch gezielte Weiterbildung erworben, ist jede/r Chef/in gut beraten, sich darüber zu informieren; d.h. mit den MitarbeiterInnen darüber zu reden, wie das neu erworbene Wissen nun angewendet werden kann und auch, ob sich dadurch nun neue Aufgabenbereiche auftun.

 

Fortbildungsveranstaltung im Unternehmen

 

Weiterbildung in der Chefetage

Ohne Vorbildwirkung der Führungskräfte wird eine selbstverständliche Lernkultur unter den MitarbeiterInnen nie funktionieren. Zudem heißt professionelles Management längst nicht mehr, ein Unternehmen nur von der betriebswirtschaftlichen Warte ordentlich zu führen. Heute wird an Führungskräfte eine Fülle an Erwartungen gerichtet. Sie müssen persönlich mit Leadership-Qualitäten vorausgehen, mit Hindernissen und Widerständen richtig umgehen und eine nachhaltige Performance sicherstellen. Weiterbildungsmaßnahmen bieten sich daher in folgenden Themenfeldern an:

 

  • Leadership (Persönlichkeitsentwicklung, Konfliktmanagement, Kommunikation etc.),
  • Management (Prozessmanagement, Controlling, Marketing etc.) und
  • andere fachspezifische Weiterbildung (Sprachen, EDV, rechtliche Themen etc.)

 

Zielgruppenspezifisch unterschiedliche Fördermöglichkeiten

Förderdatenbank
In allen Bundesländern stehen jeweils unterschiedliche Förderprogramme zur Verfügung, denn Förderungsgeber sind meist das jeweilige Bundesland oder Fördergesellschaften der Sozialpartner. Einen guten Überblick bietet die Förderdatenbank der WKO

 

Qualifizierungsförderung des AMS für Beschäftigte
Hier finden Sie umfassende AMS-FAQs von „Wer wird gefördert?“ bis „Was wird gefördert?“

 

 

Wer als Unternehmen in die Weiterbildung seiner MitarbeiterInnen investiert, profitiert. 

 

Ein Gespräch mit Arno Wohlfahrter, CEO von Trenkwalder, dem österreichischen Marktführer bei Personaldienstleistungen.

 

Sind Weiterbildungen generell sinnvoll bzw. notwendig?

Ja, denn Technologien entwickeln sich exponentiell weiter und somit die Anforderungen an Arbeitskräfte und den Arbeitsmarkt. Es bilden sich neue Berufsfelder und Spezialisierungen - um hier Schritt zu halten braucht es gezielte Weiterbildungs-Maßnahmen.

 

Warum sollte man MitarbeiterInnen weiterbilden und warum ist Weiterbildung für die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens wichtig?

Unternehmen sind sehr gefordert, mit den Marktdynamiken Schritt zu halten und ihre MitarbeiterInnen auf den aktuellen Wissenstand – besser noch zu Innovationsleadern – zu entwickeln, um Marktchancen nutzen zu können. Wer das nicht schafft, kann schnell den Anschluss verlieren. Weiterbildung ist die Basis für Innovationskraft, Leistungsfähigkeit und -bereitschaft. Gerade in einem Land wie Österreich mit sehr hohen Standortkosten sind die Produktivität und Qualität der Produktion und Dienstleistung entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit und Standortsicherheit. Ein gutes Ausbildungs-System kann auch den Unterschied in der Attraktivität als Arbeitgeber ausmachen und so Talente anziehen.

 

Welche Weiterbildungsmaßnahmen machen sich am ehesten für den Arbeitgeber bezahlt?

Das muss m.E. sehr differenziert betrachtet werden und hängt sehr stark von individuellen Anforderungen und Bedürfnissen im jeweiligen Industriesektor ab. Meine Erfahrung ist es, dass es sich neben fachlichen, industrie-spezifischen Qualifikationen immer auszahlt, in die soziale Kompetenz der MitarbeiterInnen zu investieren. Das reduziert potentielle Konflikte und kann mitunter den Unterschied in der Kundenzufriedenheit ausmachen.

 

Gibt es dabei einen Generationenunterschied?

Die Frage ist weniger die der Generation, sondern viel mehr, ob die Neugierde und Bereitschaft, sich auf neue Lernfelder einzulassen, kultiviert wird. Die Hirnforscher bestätigen ja, dass die Neuroplastizität unseres Gehirnes lange erhalten bleibt. Ich sehe die Unterschiede eher durch Lerntypen determiniert.

 

Worin sehen Sie die größten Vorteile des digitalen Lernens?

Beliebige Inhalte können immer und überall abgerufen werden. Ein weiterer Vorteil liegt in durchdachten User-Interfaces mit optimierter Didaktik und damit im schnelleren Lernerfolgen. Jedoch braucht digitales Lernen ebenso Struktur, Reflexion der Inhalte und Unterstützung durch Präsenz-Erlebnis.

 

Welche Trends sind bei der digitalen Weiterbildung erkennbar?

Ich kann mich noch gut erinnern, als die ersten obligatorischen Kurse wie zB Compliance über digitale Plattformen abgebildet wurden und damit der Nachweis der Teilnahme inkl. Wissenscheck dokumentiert wurde. Heute gehen die Inhalte weit darüber hinaus bis hin zu digitalen Coaches. Augmented & virtual Reality wird zunehmend umgesetzt.

 

Trenkwalder hat in den vergangenen Jahren in digitale Weiterbildung investiert und die digitale, Video-basierte Lernplattform „Papagei“ ausgebaut. Unsere KundInnen haben die Möglichkeit aus aktuell über 1.000 Kursen in verschiedensten Themenfeldern zu wählen oder die für sie notwendigen Inhalte spezifisch produzieren zu lassen. Weiters bieten wir White-Label-Academy Lösungen für unsere KundInnen an.
 
Und wenn Harari wie in seinem Buch "Homo Deus" beschrieben recht behält, werden wir über Hirn-Schnittstellen bald Information hochladen können. Ob wir das wollen, ist eine andere – mitunter ethische – Frage.
 
Die Trenkwalder Personaldienste GmbH mit Zentrale in Wien ist in Österreich an über 20 Standorten vertreten. Damit hat Trenkwalder in der Branche das dichteste Filialnetz Österreichs. Das Unternehmen ist Marktführer bei Personaldienstleistungen und ein Tochterunternehmen der international tätigen Trenkwalder Group.
https://at.trenkwalder.com/

 

Dieser Artikel wurde am 26.04.2021 erstellt.

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Fotoquelle: Trenkwalder

Arno Wohlfahrter

CEO bei Trenkwalder

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